Auf Github: Telekom und SAP veröffentlichen Quellcode der Corona-App

Jetzt kann die Fehlersuche beginnen. Die Texte der Corona-App weisen jedenfalls einige auf.

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Die Corona-Warn-App dient der "Risiko-Ermittlung" in der Pandemie.
Die Corona-Warn-App dient der "Risiko-Ermittlung" in der Pandemie. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Der Code ist da: Der Software-Konzern SAP und die Deutsche Telekom haben den Programmcode der Corona-App im Netz veröffentlicht. Der Code für die Android- und die iOS-Version steht auf der Plattform Github bereit. Die App soll Mitte Juni einsatzbereit sein.

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Die Warn-App ist dazu gedacht, die Ausbreitung des Sars-Cov-2-Virus einzudämmen. Sie nutzt das Prinzip der Kontaktverfolgung (Proximity Tracing), um bei einem Kontakt mit einer mit dem Virus infizierte Person zu warnen. Über den Standard Bluetooth Low Energy (BLE) tauschen Smartphones temporäre Identifikationsnummern (IDs) mit anderen Geräten aus. Die entsprechende Schnittstelle haben Google und Apple den Entwicklern zur Verfügung gestellt.

Die wechselnden Geräte-IDs (Rolling Proximity Identifiers/RPI) werden aus täglich neu generierten Schlüsseln abgeleitet, die zur Identifikation des Geräts dienen und im Falle einer Infektion hochgeladen werden. Die IDs ändern sich alle 10 bis 20 Minuten, um ein Tracking von Geräten durch Dritte zu verhindern.

Infiziert sich eine Person mit dem Virus, kann sie ihre Schlüssel auf einen Server hochladen. Je nach Dauer und Nähe eines Kontaktes warnt die App die Kontaktpersonen, dass die Möglichkeit einer Infektion besteht. Die Betroffenen sollen die Gesundheitsbehörden kontaktieren und sich selbst testen lassen.

  • Die Hauptfunktion der Corona-Warn-App ist die "Risikoermittlung". (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Nicht nur die Texte haben Fehler, insgesamt ist die App alles andere als fertig. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Risikoermittlung lässt sich ohne Zugriff auf die Bluetooth-Schnittstelle noch nicht starten. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Risikoermittlung lässt sich manuell aktualisieren. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Eine von vielen Fehlermeldungen in der App, die auf noch nicht implementierte Funktionen zurückgeht. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die Grundeinstellungen der App sind sehr überschaubar. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
  • Die App lässt sich auf Wunsch komplett zurücksetzen. (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
Die Hauptfunktion der Corona-Warn-App ist die "Risikoermittlung". (Foto: Friedhelm Greis/Golem.de)
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Die App soll in englischer und deutscher Sprache veröffentlicht werden. Weitere Sprachen, darunter Türkisch, sollen folgen. Bisher war der Code noch nicht vollständig. Zuletzt waren Screenshots veröffentlicht worden.

Nun seien "alle restlichen, noch nicht veröffentlichten Quellcodes für die App auf der Entwicklerplattform Github publiziert", teilten die Deutschen Telekom und SAP nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Beide Konzerne haben die App als Open-Source-Projekt entwickelt. Ihren Angaben nach haben sich rund 65.000 Freiwillige an dem Projekt beteiligt und Verbesserungsvorschläge gemacht. Dieses Engagement sei "herausragend und das klare Zeugnis einer lebendigen Software-Engineering-Kultur in Deutschland".

Die Veröffentlichung sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur ersten offiziellen App-Version, schrieb SAP-Technikchef Jürgen Müller in einem Beitrag in dem sozialen Netzwerk Linkedin. Sie soll Mitte Juni zur Verfügung stehen.

Bis dahin ist aber noch einiges zu tun: Golem.de hat die Android-Version der App installiert. Diese macht allerdings noch einen recht unterfertigen Eindruck. So bekamen wir diverse Fehlermeldungen, viel Text ist noch Blindtext oder enthält Tippfehler: An einer Stelle wird sie als "Wran-App" statt als "Warn-App" bezeichnet. Auch die Navigation hat noch Mängel.

Die wichtigsten Details hat Golem.de in einem ausführlichen FAQ zusammengefasst.

Nachtrag vom 1. Juni 2020, 8:59 Uhr

Anders als zunächst dargestellt, lässt sich die Bluetooth-Schnittstelle über die per Android-Studio installierte App nicht starten. Dies soll offenbar über die Einstellung "Risiko-Ermittlung" funktionieren. Deren Schaltfläche lässt sich aber nicht dauerhaft aktivieren. Zudem wird keine Einwilligung zur Standortabfrage erlaubt, was bei der Nutzung von Bluetooth Low Energy eigentlich erforderlich ist.

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TW1920 11. Jun 2020

Open Source freie Software ;) F-Droid enthält freie Software, die auch Open...

OtherOne 04. Jun 2020

Da bist du falsch informiert double und long sind nicht atomar. Hier geht es aber auch...

treysis 03. Jun 2020

Na gut, das habe ich übersehen. Trotzdem ist nicht klar, wie dieses Verfahren, das dort...

Hantilles 03. Jun 2020

Die App scheint bisher noch gar nicht bezahlt, bzw. überhaupt beauftragt worden zu sein...

treysis 03. Jun 2020

Letztendlich ist das egal. Es muss nur irgendwoher ein Code kommen. Backend und Frontend...



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