Auf EQS-Basis: Erster Elektro-AMG mit bis zu 560 kW Motorleistung

Die Hochleistungs-Sparte von Daimler präsentiert mit dem AMG EQS 53 4Matic+ ihr erstes vollelektrisches Modell. Der Motorsound kommt aus der Konserve.

Artikel veröffentlicht am ,
Daimler-Vorstand Markus Schäfer präsentiert den vollelektrischen AMG auf der IAA 2021.
Daimler-Vorstand Markus Schäfer präsentiert den vollelektrischen AMG auf der IAA 2021. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Mit einer Leistung von bis zu 560 Kilowatt (761 PS) bringt die Daimler-Tochter Mercedes-AMG eine deutlich stärker motorisierte Version der elektrischen Luxuslimousine EQS auf den Markt. Das erste batterieelektrisch angetriebene AMG-Serienmodell basiere ebenfalls auf der neuen Elektroautoplattform EVA2, sei jedoch "in allen performance-relevanten Bereichen neu- oder weiterentwickelt" worden, teilte das Unternehmen mit. "Weitere vollelektrische AMG-Modelle folgen, in nicht allzu ferner Zukunft dann auch auf unserer komplett In-House entwickelten AMG.EA Plattform", sagte AMG-Geschäftsführer Philipp Schiemer.

Inhalt:
  1. Auf EQS-Basis: Erster Elektro-AMG mit bis zu 560 kW Motorleistung
  2. Hyperscreen als Serienausstattung

Zwar bietet Mercedes-Benz mit dem EQS 580 4Matic selbst eine allradgetriebene Version mit 385 kW Motorleistung an. Zudem gibt es eine spezielle Ausstattungslinie AMG Line. Doch der auf der IAA Mobility in München gezeigte AMG EQS 53 4Matic+ soll Käufer ansprechen, die Wert auf noch mehr Motorleistung legen.

Abstriche bei der Reichweite

Standardmäßig verfügt die AMG-Version über 484 kW bei einer Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Diese beschleunigt das 2,65 Tonnen schwere Fahrzeug in 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Erst das Paket AMG Dynamic Plus liefert zusätzliche 76 kW, bei einem maximalen Drehmoment von 1.020 Newtonmetern (Nm). Damit beschleunigt der Elektro-AMG in 3,4 Sekunden von null auf 100 km/h. Abgeregelt wird das Fahrzeug bei 250 km/h.

Deutliche Abstriche gibt es hingegen bei der Reichweite: Mit 526 bis 580 km nach WLTP liegt diese etwa 100 km unter der Reichweite des EQS 580 4Matic+ und sogar 200 km unter der des EQS 450+. Neben dem größeren Gewicht dürfte das auch am schlechteren cw-Wert liegen. Während der EQS einen aerodynamischen Spitzenwert von 0,20 hat, hat der Elektro-AMG mit 0,23 einen deutlich größeren Luftwiderstand.

  • Der AMG EQS 53 4Matic+ ist das erste vollelektrische Modell der Daimler-Tochter Mercedes-AMG. (Foto: Daimler)
  • Das Elektroauto basiert auf der Luxuslimousine EQS, ist mit maximal 560 kW aber deutlich stärker motorisiert. (Foto: Daimler)
  • Ebenso wie der EQS lädt der AMG mit bis zu 200 kW. Aber die Reichweite ist deutlich geringer. (Foto: Daimler)
  • Optisch gibt es wenig Unterschiede. Der Heckspoiler ist etwas stärker ausgeprägt. (Foto: Daimler)
  • Die Lufteinlässe an der Front sind auffälliger gestaltet. (Foto: Daimler)
  • Auf Wunsch gibt es auch Felgen, die einen besseren Blick auf die Bremstechnik zulassen. (Foto: Daimler)
  • Der sogenannte Hyperscreen ist beim AMG EQS 53 4Matic+ serienmäßig enthalten. (Foto: Daimler)
  • Der AMG hat zusätzliche Lenkradtasten für leistungsstarke Fahrmodi. (Foto: Daimler)
Der AMG EQS 53 4Matic+ ist das erste vollelektrische Modell der Daimler-Tochter Mercedes-AMG. (Foto: Daimler)
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Dank des großen Akkus mit knapp 108 kWh bleibt jedoch noch viel Reichweite übrig. Die Ladeleistung bleibt mit maximal 200 kW gleich hoch.

Änderungen bei Antrieb, Fahrwerk, Bremsen und Sound

Rein äußerlich unterscheidet sich die AMG-Version kaum vom normalen EQS. Die Entwickler haben vor allem Änderungen bei Antriebsstrang, Fahrwerk, Bremse und Sound vorgenommen. So verfügt der AMG-EQS über andere Elektromotoren mit anderen Wicklungen und anderem Blechschnitt. "Dies ermöglicht höhere Motordrehzahlen und so mehr Leistung, die vor allem beim Beschleunigen und in der Spitzengeschwindigkeit Maßstäbe setzen", heißt es in der Mitteilung. Laut AMG stehen die hohen Leistungen dauerhaft zur Verfügung, was durch ein "hoch belastbares Thermokonzept" erreicht worden sei.

Elektromobilität: Grundlagen und Praxis

Um die hohen Geschwindigkeiten wieder zu reduzieren, kann der Elektro-AMG unter anderem mit bis zu 300 kW die Energie rekuperieren. Zudem hat das Unternehmen eine "Hochleistungs-Verbundbremsanlage" entwickelt, die es sowohl mit Stahl- als auch mit Keramikbremsen gibt. Das Fahrwerk ist ebenso wie beim EQS mit einer Vierlenker-Achse vorne sowie einer Raumlenkerachse hinten ausgestattet. Allerdings gibt es Eigenentwicklungen der Ingenieure für bestimmte Komponenten. Das AMG Ride-Control+-Fahrwerk verfügt demnach über "eine Luftfederung, verbunden mit einer adaptiven, elektronisch angesteuerten Verstelldämpfung in Kombination mit der serienmäßigen Hinterachslenkung".

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Hyperscreen als Serienausstattung 
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Labbm 07. Sep 2021

Genau, ein S AMG Fahrer zwängt sich freiwillig in so eine Büchse. Zeigt aber doch das...

Labbm 07. Sep 2021

Als ob ein AMG Fahrer freiwillig seinen V8 gegen ne Elektrokiste tauschen würde. Da geht...

pandameister 07. Sep 2021

Du musst deinen ausgedachten Tesla vor dem ausgedachten Test schon aufladen.

Thorgil 06. Sep 2021

Man bekommt bei Tesla weniger für weniger. Glaubst du die Käufer juckt es? Ansonsten...



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