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Auf Empfehlung der CUII: Deutsche Provider sperren filmfans.org und serienfans.org

filmfans.org und serienfans.org reihen sich in eine Liste von 14 Domains ein, die aufgrund urheberrechtsverletzender Inhalte gesperrt sind.
/ Marc Stöckel
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Zwei gerade in Deutschland beliebte Piraterie-Webseiten haben von der CUII eine Sperrempfehlung erhalten. (Bild: pexels.com / cottonbro studio)
Zwei gerade in Deutschland beliebte Piraterie-Webseiten haben von der CUII eine Sperrempfehlung erhalten. Bild: pexels.com / cottonbro studio

Die insbesondere in Deutschland populären Piraterie-Webseiten filmfans.org und serienfans.org sind im Rahmen einer freiwilligen Vereinbarung deutscher Provider mit Urheberrechtsinhabern gesperrt worden. Die Entscheidung sei dabei einem Bericht von Torrentfreak(öffnet im neuen Fenster) zufolge von der Clearingstelle für Urheberrecht im Internet (CUII) ausgegangen, die hierzulande die Sperrung von Webseiten koordiniert, die als strukturell urheberrechtsverletzend eingestuft werden.

Die Sperrempfehlung für filmfans.org und serienfans.org wurde am vergangenen Donnerstag auf der Webseite der CUII veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Damit reihen sich die beiden Portale in eine Liste von insgesamt 14 urheberrechtsverletzenden Webseiten ein, zu denen auch Pirateriedienste wie kinox.to, cine.to, canna.to oder streamkiste.tv gehören.

Wer genau die neuen Sperrungen bei der CUII beantragte, ist unklar, da der Name der Antragstellerin in beiden Dokumenten geschwärzt ist. In beiden Fällen ist allerdings von einem Mitglied der Motion Picture Association(öffnet im neuen Fenster) die Rede, was die Anzahl der Unternehmen, die den Vorgang eingeleitet haben könnten, stark einschränkt.

Sowohl in Bezug auf filmfans.org als auch auf serienfans.org erklärte die CUII die Sperrung für begründet. Bei beiden Portalen handle es sich jeweils um eine "strukturell urheberrechtsverletzende Website (SUW)" . Die Sperrungen seien daher zumutbar und verhältnismäßig. Folglich sind Provider dazu angehalten, eine DNS-Sperre gegen die beiden Webseiten zu verhängen.

DNS-Sperre war absehbar

Überraschend kommt die Sperrmaßnahme laut Torrentfreak nicht. Von den Betreibern der beiden Pirateriedienste sei sie schon seit mehr als einem Jahr erwartet worden. Daher habe man die Besucher längst über diese Maßnahme sowie die Möglichkeit, die DNS-Sperren beispielsweise durch die Verwendung alternativer DNS-Server zu umgehen, informiert.

Dass deutsche Verbraucher von solchen Umgehungsmaßnahmen tatsächlich Gebrauch machen, zeige ein Blick auf die ebenfalls gesperrte Domain bs.to, deren 16 Millionen monatliche Seitenaufrufe noch immer zu 55 Prozent aus Deutschland kommen sollen. Vor diesem Hintergrund verwundert es kaum, dass Rechteinhaber wie Sony Music auch alternative DNS-Resolver wie Quad9 dazu verpflichten wollen , Webseiten mit rechtsverletzenden Inhalten zu sperren.


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