Auf der Jagd: Mit Drohnen gegen Drohnen

Ins Netz gegangen: Ein US-Wissenschaftler will Drohnen, die in Flugverbotszonen eindringen, mit einer anderen Drohne einfangen.

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Drohne fängt Drohne: Selbst die schnellsten und wendigsten Copter werden eingefangen.
Drohne fängt Drohne: Selbst die schnellsten und wendigsten Copter werden eingefangen. (Bild: MTU)

Was tun gegen eine bösartige Drohne? Abschießen wäre eine Möglichkeit. Aber wenn sie Sprengstoff geladen hat, gibt es ein Problem. Mo Rastgaar von der Michigan Technological University (MTU) in Houghton hat eine bessere Idee: Er fängt die Drohne und bringt sie aus dem Gefahrenbereich.

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Rastgaar hat eine Jagddrohne gebaut: einen Octocopter, der mit einem Netz und einem Katapult ausgestattet ist. Wird ein Eindringling gesichtet, steigt der Jäger auf - er kann ferngesteuert werden, er fliegt kombiniert ferngesteuert und autonom. Er nähert sich dem Eindringling bis auf etwa zwölf Meter und schießt dann das Netz ab. Die andere Drohne verheddert sich darin und kann nicht mehr weiterfliegen.

Fänger transportiert Gefangenen ab

Das Netz hängt mit einer Leine am Jäger. Dieser bringt seinen Gefangenen aus dem Gefahrenbereich und legt ihn an einem festgelegten sicheren Ort ab. "Das ist wie eine robotische Beizjagd", sagt Rastgaar. Da das Netz sehr groß sei und sehr schnell eingesetzt werde, könne es selbst die schnellsten und wendigsten Copter einfangen.

Die Polizei in der japanischen Hauptstadt Tokio ist schon auf eine ähnliche Idee gekommen. Nur schießt ihre Jagddrohne kein Netz ab, sondern das hängt unter der Drohne. Der Polizeicopter muss die andere Drohne also jagen und einfangen. Rastgaars Konzept, das er patentieren lassen will, dürfte etwas einfacher sein.

Merkel fällt Drohne vor die Füße

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Anlass für die Entwicklung der Jagddrohne waren einige spektakuläre Zwischenfälle mit unbemannten Fluggeräten: 2013 fiel Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Wahlkampfveranstaltung in Dresden eine Drohne, die ein Mitglied der Piratenpartei steuerte, buchstäblich vor die Füße. Anfang 2015 landete ein Copter auf dem Gelände des Weißen Hauses.

Es gibt verschiedene Konzepte, solche Drohnen künftig vorher zu stoppen. Boeing etwa hat eine Laserkanone entwickelt, um sie abzuschießen - was aber im Fall einer fliegenden Bombe kontraproduktiv wäre. Praktischer ist da ein System wie das von Airbus, das die Kommunikation der Drohne stört und dann zur Landung bringt. Gegen eine Drohne, die nach Wegpunkten fliegt, dürfte das System jedoch machtlos sein.

Denkbar wäre, eine Drohne vom Typ Parc mit einem solchen Mechanismus auszustatten. Parc ist für die lokale Überwachung gedacht, etwa eines Grundstücks oder einer militärischen Anlage: Der Hexacopter hängt an einer Halteleine, in der auch ein Kabel ist, und kann so praktisch unbegrenzt in der Luft bleiben. Mit dem Netz ausgestattet, könnte er sich unbefugt nähernde Drohnen unschädlich machen.

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Anonymer Nutzer 14. Jan 2016

Da ist aber die nutzlast nicht so hoch soweit ich weiß. Turbinengetriebene modelle...

Lamidar 14. Jan 2016

Naja es ging lediglich um das erwähnte "machtlose" Airbus System nicht um das hier...

lestard 14. Jan 2016

Diese Jagd-Drohne muss die gefangene Drohne ja dann transportieren. Folglich muss die...

lestard 14. Jan 2016

Und wie nennst du es, wenn das Militär einen Multicopter einsetzt? Diese Unterscheidung...



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