• IT-Karriere:
  • Services:

Akku im ATH-ANC900BT läuft länger als versprochen

Audio Technica liefert mit dem ATH-ANC900BT einen Kopfhörer mit einer besonders langen Akkulaufzeit. Der Hersteller verspricht eine Laufzeit von 35 Stunden und übertrumpft diese sogar noch. Wir konnten den Kopfhörer 38 Stunden am Stück über Bluetooth bei eingeschaltetem ANC nutzen. Das ist mehr als zehn Stunden länger als bei den Modellen von Bose und Sony.

Stellenmarkt
  1. Debeka Betriebskrankenkasse, Koblenz
  2. wenglorMEL GmbH, Eching bei München

Bose schafft zwar mit 22 bis 23 Stunden Akkulaufzeit auch mehr als die versprochenen 20 Stunden, aber deutlich weniger als das Audio-Technica-Modell. Sonys WH-1000XM3 konnte die vom Hersteller versprochene Akkulaufzeit nicht erreichen. Statt nach den versprochenen 30 Stunden war der Akku je nach verwendetem Audio-Codec nach 24 oder 28 Stunden leer - und schneidet damit besser ab als der Bose-Kopfhörer.

Käufer des ATH-ANC900BT müssen sich mit einer vergleichsweise langen Ladezeit abfinden. Der Hersteller gibt dafür 5,5 Stunden an, immerhin war der Akku in unserem Fall an einem USB-Netzteil mit 5 Volt und 1 Ampere schon nach rund 4,5 Stunden geladen. Aber auch das ist mehr als doppelt so lange wie bei den Konkurrenten von Bose und Sony, die nach etwa 2 Stunden schon komplett aufgeladen sind.

Sensorsteuerung ist zu fehleranfällig

Die Hauptsteuerung des ATH-ANC900BT wird mittels eines Sensorbereichs realisiert, der sich außen an der linken Hörmuschel befindet. Zum Pausieren oder Fortsetzen von Musik muss einmal auf das Audio-Technica-Logo getippt werden. So werden auch Telefonate angenommen. Mit einem Doppeltippen auf das Symbol kann ein auf dem Smartphone aktiver digitaler Assistent aufgerufen werden. Eine Änderung der Lautstärke erfolgt, indem direkt über oder unter dem Symbol getippt wird. Ein Tippen oberhalb des Symbols erhöht die Lautstärke, ein Tippen darunter verringert diese.

Das hört sich erst mal logisch an, aber dabei gibt es ein erhebliches Problem: Der Träger des Kopfhörers sieht den Sensorbereich ja nicht. Es ist also einiges an Übung erforderlich, bis der Nutzer genau weiß, wo er hintippen muss, um die genannten Befehle aufzurufen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Lautstärkeregelung wirklich nur direkt über oder unter dem eingeprägten Audio-Technica-Logo möglich ist. Tippen wir etwas weiter links oder rechts, passiert einfach nichts.

  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Die ATH-ANC900BT können zusammengefaltet werden. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Die ATH-ANC900BT können zusammengefaltet werden. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • ATH-ANC900BT mit dem mitgelieferten Zubehör (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • ATH-ANC900BT mit dem mitgelieferten Zubehör (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • ATH-ANC900BT liegen in der Transporttasche. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Von links nach rechts: Boses Quiet Comfort 35 II, ATH-ANC900BT und Sonys WH-1000XM3 (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)

Mit einem Wisch von oben nach unten über den Sensorbereich ist zudem ein Titelsprung möglich. In der Praxis wird dieser Wischbefehl aber oft falsch verstanden, so dass wir mehrere Anläufe brauchen, bis der gewünschte Befehl ausgeführt wird. Mit einem weiteren Befehl kann zwischen drei Modi gewechselt werden. Dazu wird die Handfläche ein paar Sekunden auf das Sensorfeld gehalten. Wenn der ANC gerade eingeschaltet ist, wird der Hear-Through-Betrieb aktiviert. Wird jetzt noch einmal draufgehalten, schaltet sich ANC und Hear-Through aus; nach nochmaliger Betätigung ist wieder der ANC-Betrieb aktiviert.

Im Vergleich zur Bedienungslogik des Sensorfelds beim WH-1000XM3 ist das von Audio Technica erdachte Verfahren eine Enttäuschung. Auch muss der Nutzer des ATH-ANC900BT beachten, dass er das Sensorfeld beim Abnehmen des Kopfhörers nicht versehentlich berührt, weil sonst ungewollt Befehle ausgeführt werden.

Neben dem Sensorbereich gibt es auch zwei Knöpfe. Der eine schaltet den Kopfhörer ein oder aus, der andere kann zudem den Hear-Through-Modus aktivieren und ist als Ergänzung zum Befehl über das Sensorfeld verfügbar. Diese Taste kann aber den ANC nicht umschalten, sondern immer nur den Hear-Through-Betrieb dazuschalten.

Der Kopfhörer hat eine Micro-USB-Buchse, über die der fest eingebaute Akku geladen wird. Beim Laden schalten sich Bluetooth und die ANC-Funktion automatisch ab. Wie auch beim Sony-Modell kann der Kopfhörer also beim Laden nicht über Bluetooth und mit ANC verwendet werden.

Keine Nutzung von zwei Geräten parallel

Das Audio-Technica-Modell ist mit Bluetooth 5.0 versehen. Wenn binnen fünf Minuten nach dem Einschalten keine Bluetooth-Verbindung gefunden wird, schaltet sich die Bluetooth-Einheit im Kopfhörer ab. Der Audio-Technica-Kopfhörer ermöglicht keine zwei Bluetooth-Verbindungen. Hier schneidet vor allem die Bose-Konkurrenz deutlich besser ab, wir können den Kopfhörer ohne Einschränkungen parallel mit zwei Geräten verbinden und dann beliebig zwischen den Zuspielgeräten wechseln. Das Sony-Modell unterstützt ebenfalls die parallele Nutzung von zwei Geräten, aber mit viel zu vielen Beschränkungen.

  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Die ATH-ANC900BT können zusammengefaltet werden. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Die ATH-ANC900BT können zusammengefaltet werden. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • ATH-ANC900BT mit dem mitgelieferten Zubehör (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • ATH-ANC900BT mit dem mitgelieferten Zubehör (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • ATH-ANC900BT liegen in der Transporttasche. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Von links nach rechts: Boses Quiet Comfort 35 II, ATH-ANC900BT und Sonys WH-1000XM3 (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)

Des Weiteren gibt es eine 2,5-mm-Klinkenbuchse. Passend dazu wird ein 1,2 Meter langes Verbindungskabel mitgeliefert, falls der Kopfhörer im Kabelbetrieb verwendet werden soll. Das Kabel hat auf der einen Seite einen 2,5-mm-Klinkenstecker und auf der anderen einen 3,5-mm-Klinkenstecker. Auch ein Adapter für die Nutzung des Entertainment-Systems im Flugzeug ist mit dabei. Wenn wir den ATH-ANC900BT im Kabelbetrieb nutzen, sind alle Bedienelemente zur Musiksteuerung am Kopfhörer deaktiviert. Zum Lieferumfang gehört auch eine Transporttasche für den zusammenfaltbaren Kopfhörer, in der auch Platz für die mitgelieferten Kabel ist; es liegt auch ein kurzes USB-Ladekabel bei.

Unser Testmodell hat nach dem Auspacken sehr stark nach Kunststoff und Chemie gerochen. Auch die Transporttasche roch intensiv, so dass wir Kopfhörer und Tasche erst einmal einige Tage auslüften mussten.

Audio-Technica-App startet langsam

Für den ATH-ANC900BT gibt es eine spezielle App, die so auch schon bei den kürzlich getesteten Audio-Technica-Hörstöpseln zum Einsatz kommt. Wenn wir den Kopfhörer mit einem iPhone nutzen, gibt es nach der Kopplung keinen Hinweis auf die App, wie es bei vielen anderen Kopfhörern der Fall ist. In der App können wir zwischen drei ANC-Modi wechseln. Zur Wahl stehen Flugzeug, unterwegs und im Büro. Große Unterschiede bei der Leistung des ANC waren nicht auszumachen.

Im Bürobetrieb werden Stimmen weniger gut gedämpft als in den anderen beiden Betriebsarten, was wir überraschend finden. Denn im Büro-Modus sollten ja eigentlich vor allem störende Stimmen eliminiert werden, damit der Nutzer sich besser auf seine Arbeit konzentrieren kann. In allen drei Betriebsarten schafft das Audio-Technica-Modell es längst nicht so gut wie Sony oder Bose, die Umgebungsgeräusche zu verringern.

  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Die ATH-ANC900BT können zusammengefaltet werden. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Die ATH-ANC900BT können zusammengefaltet werden. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Audio Technica ATH-ANC900BT (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • ATH-ANC900BT mit dem mitgelieferten Zubehör (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • ATH-ANC900BT mit dem mitgelieferten Zubehör (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • ATH-ANC900BT liegen in der Transporttasche. (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
  • Von links nach rechts: Boses Quiet Comfort 35 II, ATH-ANC900BT und Sonys WH-1000XM3 (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)
ATH-ANC900BT mit dem mitgelieferten Zubehör (Bild: Thomas Hölzel/Golem.de)

Zudem kann in der App bei Bedarf der ANC ganz abgeschaltet und der Hear-Through-Modus umgeschaltet werden. Weitere Einstellungen für den ANC gibt es nicht. Zudem kann die Sprache der Ansage der Kopfhörer nicht verändert werden, diese ertönen immer auf Englisch.

Die Audio-Technica-App verlangt bei jedem Start Zugriff auf Standortdaten, auch wenn in der App selbst keine Funktionen vorhanden sind, die diese Informationen benötigen. Es gibt also keine Ortungsfunktionen innerhalb der App. Immerhin können die Standortdaten nach dem Start der Audio-Technica-App deaktiviert werden und die laufende App ist weiterhin nutzbar.

Noch strikter und unangenehmer agiert hier die Bose-App, die für den Quiet Comfort 35 II ebenfalls zwingend Standortdaten verlangt, ohne dass es in der App irgendwelche damit zusammenhängenden Funktionen gibt. Sobald wir die Standortdaten am Gerät deaktivieren, ist keine weitere Nutzung der Bose-App möglich.

Der Start der Audio-Technica-App dauert uns entschieden zu lange. Abhängig vom verwendeten Smartphone haben wir Wartezeiten von 15 bis 45 Sekunden gemessen, bis die App gestartet war. Fast eine Minute warten zu müssen, bis eine App aufgerufen ist, ist alles andere als zeitgemäß. Zum Vergleich: Die zugehörigen Apps von Sony oder Bose sind nach 6 Sekunden geöffnet. Audio Technica kennt das Problem und will das mit einem künftigen Update beheben, wie der Hersteller Golem.de auf Nachfrage erklärte. Wann das Update erscheinen soll, ist nicht bekannt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 ANC-Kopfhörer im Test: Mit Ach und KrachVerfügbarkeit und Fazit 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Funella 09. Apr 2019

Warum sollte ein IT-Portal herkömmliche Kopfhörer für dich testen? Das Netz ist weiterhin...

das_mav 05. Apr 2019

Also echt, das wäre mir so wurscht solange es kein proprietärer Unsinn ist. Bei der Masse...

FlashBFE 04. Apr 2019

Vor allem ist bei solchen Tests auch immer wieder der Vergleich ganz wichtig. Egal, ob es...

Heldbock 03. Apr 2019

Also ich mag In-Ears gar nicht. Da hab ich lieber On-Ear Kopfhörer. Und wenn die nicht so...


Folgen Sie uns
       


    •  /