Audi: OLEDs sollen zu Autorücklichtern werden
Audi will auf der Internationalen Automobilausstellung IAA neue Matrix-OLED-Leuchten zeigen. Die Vorteile der Lichtelemente sind ihre besonders gleichmäßige Beleuchtung, die den nachfolgenden Verkehr nicht blenden sollen und von praktisch allen Betrachtungswinkeln gut erkennbar sind. Außerdem sollen die sehr flachen Elemente neue Gestaltungsmöglichkeiten bieten, weil im Gegensatz zu traditionellen Leuchten oder LEDs extrem flach gebaut werden kann.
Doch OLEDs haben noch einen weiteren Vorteil. Eine niedrige Gleichstromspannung zwischen 3 und 4 Volt bringt die Elemente schon zum Leuchten. Sie lassen sich stufenlos dimmen und werfen keine Schatten, erfordern keine Reflektoren und auch Lichtleiter sind nicht notwendig. Auch auf eine Kühlung kann weitgehend verzichtet werden – ein großer Vorteil gegenüber LEDs.
Wann OLEDs allerdings in Serie bei Autos genutzt werden können, ist noch nicht absehbar. Noch sind sie für viele Anwendungen einfach zu teuer und auch nicht hell und langlebig genug.
Audi experimentiert schon seit einiger Zeit mit OLEDs für Fahrzeuge und stellte 2012 drei Designs vor(öffnet im neuen Fenster). Sie basierten allerdings noch auf vielen kleinen, flachen OLEDs, die verwinkelt in den Heckleuchten untergebracht waren. 2013 hatte Audi zusammen mit Philips, Automotive Lighting, Merck und der Uni Köln ein OLED als Rückleuchte entwickelt, das im Gegensatz zu früheren Lösungsansätzen aus kleinen, flachen Leuchtkörpern bestand. Diese sollten sich wie Bänder in die Hecklampen einschmiegen. Die Entwicklung wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 5,7 Millionen Euro gefördert.
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