Audi Fit Driver: Das Auto reagiert auf den Stress des Fahrers

Audi hat im Rahmen der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas sein neues Fahrassistenzsystem Fit Driver vorgestellt. Ziel von Fit Driver ist es, dem Fahrer eines Audis ein entspannteres Fahren zu ermöglichen. Dafür werden Innenraumsysteme wie die Klimaanlage, die Sitzmassagefunktion oder die Beleuchtung automatisch angepasst.

Datengrundlage für die Entscheidungen von Fit Driver ist das Sensorenmaterial einer Smartwatch oder eines Fitness-Wearables: Daten wie die Herzfrequenz oder die Hauttemperatur werden von Fit Driver ausgewertet und interpretiert. Zusätzlich bezieht das System Daten aus der Fahrzeugsensorik bezüglich des Fahrstils und externe Bedingungen wie das Wetter oder die Verkehrslage mit in die Berechnung ein.
Stresslevel erkannt, Gefahr gebannt
Erkennt das System ein gestiegenes Stresslevel, reagiert es entsprechend. Audi zufolge werden etwa die Klimaanlageneinstellungen modifiziert und das Infotainment angepasst. Auch Anleitungen für spezielle Atemübungen sollen bei entsprechend hohem Stress auf dem Display im Cockpit angezeigt werden. Ein Pausenmanagementsystem soll den Fahrer rechtzeitig vor Staus warnen und eine Pause auf einem Rastplatz in der Nähe vorschlagen.
Für die direkte Steuerung des Autos wichtige Systeme werden vom Audi Fit Driver nicht angetastet - noch nicht: Der Autobauer plant, in einer späteren Ausbaustufe auch die Assistenz- und Sicherheitssysteme mit einzubinden. Dann könnte Fit Driver in Extremsituationen auch die Geschwindigkeit drosseln oder gar einen automatisierten Halt des Wagens veranlassen.
Audi-Fahrer müssen sich noch etwas gedulden, bis Fit Driver zum Einsatz kommt: Laut Audi soll das System in zwei Jahren serienmäßig eingebaut werden.