Audi E-Tron S Sportback: Stark, schnell, idiotensicher

Audi spendiert seinem Elektroauto E-Tron einen dritten Motor und einen Allradantrieb der besonders intelligenten Sorte.

Ein Erfahrungsbericht von Franz W. Rother/Edison veröffentlicht am
Der Audi E-Tron S Sportback verfügt über drei Elektromotoren.
Der Audi E-Tron S Sportback verfügt über drei Elektromotoren. (Bild: Audi)

Längsbeschleunigung ist nicht alles. Es kann ein berauschendes Gefühl sein, die Trägheit mit Hilfe drehmomentstarker Elektromotoren zu überwinden und im Ludicrous-Modus in weniger als drei Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen. Aber das Aberwitzige wird schnell lächerlich und aus Übermut ein gefährlicher Leichtsinn, wenn Fahrzeug und Fahrer nicht auch die Querbeschleunigung beherrschen.

Inhalt:
  1. Audi E-Tron S Sportback: Stark, schnell, idiotensicher
  2. Erster Serien-Stromer mit drei E-Motoren

Diese Erfahrung musste vor Jahren der Fahrer eines Tesla Model S bei einem Track Day auf dem Rennkurs von Zolder machen. Im Rahmen der E-Cross Germany trat er mit seinem bärenstarken Stromer gegen Jutta Kleinschmidt an, die mit einem BMW i8 Plug-in Hybrid an den Start ging. Am Ende der Startgeraden hatte der Tesla einen Vorsprung von fast einer Wagenlänge. Doch dann kam eine 110-Grad-Kurve nach links - die sowohl den Fahrer als auch das Fahrzeug überforderten. Ergebnis: Trotz Allradantrieb flog der Tesla mit Karacho aus der Kurve und grub sich im Kiesbett ein.

Faszinierendes Spiel der Kräfte

Mit dem neuen, 370 Kilowatt (503 PS) starken E-Tron S Sportback wäre das sicher nicht passiert. Auch dieser Elektro-Allradler versteht sich auf atemberaubende Sprints: Die drei Elektromotoren - einer vorne und zwei an der Hinterachse - bringen im Sport-Modus bis zu 973 Newtonmeter Drehmoment auf die Räder. Tempo 100 wird so in 4,5 Sekunden erreicht. Wahnsinn.

Aber fast noch atemberaubender ist die Art, wie das immerhin 2,6 Tonnen schwere Fahrzeug durch eine intelligente Verteilung der Kräfte auch die Herausforderungen der Querbeschleunigung meistert. Da rubbeln in Haarnadelkurven zwar schon einmal die Reifen über die Fahrbahn. Aber das Auto bleibt brav in der Spur - und nimmt ausgangs der Kurve blitzschnell wieder Geschwindigkeit auf.

Spezielle Drehmomentverteilung

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Elektrische Drehmomentverteilung (Torque Vectoring) im Millisekundentakt macht es möglich. Nahe am physikalischen Limit wird dabei das entlastete kurveninnere Vorderrad über die Radbremse leicht verzögert, um den Schlupf zu reduzieren. Sollte das noch nicht reichen, reagieren die Bremsen blitzschnell und pressen in nur 150 Millisekunden die Beläge auf die Scheiben. In Kombination mit einer dynamischen, direkt ansprechenden Lenkung werden so Fahrmanöver hart am Grenzbereich selbst für Menschen ohne Rennfahrer-Lizenz möglich.

Was einfach klingt und aussieht, ist das Ergebnis jahrelanger Erfahrungen mit Allradantrieben und monatelanger Abstimmungsarbeit am neuen E-Tron S.

Das "S" steht in der Nomenklatur von Audi für Sport, in dem Fall aber auch für Sicherheit und Stärke. Beim E-Tron bedeutet es 20 Kilowatt (kW) mehr Leistung gegenüber einem einfachen E-Tron 55 und im Normal-Fahrmodus. Und statt 664 Newtonmeter wirken deutlich mehr als 800 Newtonmeter auf die Achsen - im Boost-Modus sogar von fast 1.000 Newtonmeter.

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Erster Serien-Stromer mit drei E-Motoren 
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DeepSpaceJourney 28. Jul 2020

Den Test, den du da nennst ist einer von vielen und keine feste Referenz. Wenn die meinen...

Niaxa 23. Jul 2020

oh bestimmt... xD. Die Qussage hat so viel Wahrheitsgehalt, wie die (Gibts in jedem Ort...

Inori-Senpai 22. Jul 2020

Na im 1/4- Meilen Rennen ist der Audi nicht schnell. Die Tesla- Fanbois schauen lieber...

masel99 22. Jul 2020

Die Logik ist wohl, das man dank elektrischer Drehmomentverteilung auf einer...



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