Erster Serien-Stromer mit drei E-Motoren

Um auf solch atemberaubende Werte zu kommen, wurde der 150 kW starke Asynchronmotor, der beim E-Tron 55 an der Hinterachse werkelt, nach vorne geholt. Und an der Hinterachse wurden gleich zwei Elektromotoren mit jeweils 132 kW verbaut. Sie sitzen in einem Gehäuse, sind aber nur über einen Kühlkreislauf miteinander verbunden, können also von der Leistungselektronik einzeln angesteuert werden. Je nachdem, wo die Kräfte aktuell gerade benötigt werden. Der Audi E-Tron S ist damit das erste Großserien-Elektroauto, das gleich von drei Elektromotoren angetrieben wird. An einem ähnlichen Antriebskonzept für das Model S und X doktert Tesla noch herum.

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Und wozu ist das Ganze im Alltag gut? Nun ja, beispielsweise, um auf kurvenreichen Landstraßen in Windeseile und traktionsstark Kieslaster zu überholen, ohne Schweißausbrüche erleben zu müssen. So viel Fahrspaß wie der E-Tron S bietet derzeit kein anderes Elektroauto.

Stromverbrauch steigt

Und kein anderes elektrisch angetriebenes SUV kommt derzeit so sportlich-chic daher wie ein E-Tron S im Gewand des Sportback: Mit breiten Backen und ausgestellten Radhäusern, mit einem steuerbaren Kühllufteinlass, mit digital gesteuerten Matrix-LED-Scheinwerfern, Head-up-Display und - wer's mag - smarten Kameras statt klobigen Außenspiegeln. In knalligem Catalunya-Rot wie bei unserem Testwagen wird aus dem E-Tron so das perfekte Safety-Car für die Formel E. Und zum Beweis, dass Elektromobilität nicht Verzicht bedeutet, sondern durchaus einen Gewinn bringen kann für eine individuelle Fortbewegung, die möglichst umweltverträglich sein möchte.

Allerdings bleibt das Power-Play natürlich nicht ohne Folgen für die Ökonomie: Am Ende der Testfahrt weist der Bordcomputer ein Stromverbrauch von 30,7 Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer auf. Das ist nicht weit entfernt vom offiziellen Verbrauch des Sportback in der S-Ausführung nach der WLTP-Verbrauchsnorm (28,7 kWh), aber doch über zehn Prozent mehr, als für den E-Tron 55 im gleichen Karosseriekleid ausgewiesen wird.

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Damit schrumpft die theoretische Reichweite nach der WLTP-Verbrauchsnorm auf 365 Kilometer. Denn an der Größe der Batterie im Fahrzeugboden haben die Audi-Ingenieure nichts geändert: Sie speichert 95 kWh, von denen 91 Prozent oder 86 kWh für den Vortrieb genutzt werden können.

S wird teuer

Und auch an der Kasse schlägt sich das S deutlich nieder: Der Basispreis für die Steilheck-Version des sportlichen E-Tron beträgt 93.800 Euro, für den Sportback bei 96.050 Euro. Ausstattungsbereinigt beträgt der Aufpreis also etwa 7.000 Euro.

Dass das sportliche Topmodell des E-Tron zu einem Ladenhüter wird, steht dennoch nicht zu befürchten: In anderen Baureihen von Audi kommen die S-Modelle auf einen Anteil von 20 Prozent. Und die Preise für ein Tesla Model X in der Ausführung Performance beginnen aktuell auch erst bei 102.990 Euro. Wenn im Oktober die Bestellbücher für den Audi E-Tron S eröffnet werden, wird sich zeigen, welchen Stellenwert Längs- und Querdynamik bei Elektromobilisten haben.

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 Audi E-Tron S Sportback: Stark, schnell, idiotensicher
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DeepSpaceJourney 28. Jul 2020

Den Test, den du da nennst ist einer von vielen und keine feste Referenz. Wenn die meinen...

Niaxa 23. Jul 2020

oh bestimmt... xD. Die Qussage hat so viel Wahrheitsgehalt, wie die (Gibts in jedem Ort...

Inori-Senpai 22. Jul 2020

Na im 1/4- Meilen Rennen ist der Audi nicht schnell. Die Tesla- Fanbois schauen lieber...

masel99 22. Jul 2020

Die Logik ist wohl, das man dank elektrischer Drehmomentverteilung auf einer...



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