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Virtueller Außenspiegel gewöhnungsbedürftig

Ein Novum, selbst im Vergleich zum A8, sind die virtuellen Außenspiegel. Während außen nur eine schmale Kamera angebracht ist, befinden sich in den Fahrzeuginnentüren kleine OLED-Bildschirme. Dieses Konzept hat mehrere Vorteile: Durch den geringeren Luftwiderstand erhöht sich die Reichweite um einige wenige Kilometer. Zudem verringern sich die Außengeräusche, da es zu weniger Verwirbelungen kommt. Tesla-Chef Elon Musk bezeichnete die konventionellen Außenspiegel kürzlich als "Luftbremsen", die er gerne durch Kameras ersetzen würde, wenn dies in den USA schon erlaubt wäre.

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Hinzu kommt ein Sicherheitsgewinn. In dem breiteren Sichtfeld gibt es keinen toten Winkel mehr. Das Display erhält als Warnsignal einen gelben Rand, wenn ein Fahrzeug von hinten den E-Tron passiert. Leider können wir in der Wüste nicht testen, wie gut damit beim Rechtsabbiegen an der Kreuzung herannahende Fahrradfahrer angezeigt werden. Nachts blenden zudem die Lichter der Autos nicht in den Spiegeln.

Auge muss anders fokussieren

Trotz der genannten Vorteile: Es ist stark gewöhnungsbedürftig, beim Fahren plötzlich leicht nach unten auf einen Bildschirm in der Fahrertür schauen zu müssen. Zudem muss das Auge anders als bei einem herkömmlichen Außenspiegel jedes Mal auf den Monitor fokussieren. VW-Entwicklungsvorstand Jürgen Stackmann lehnte diese Technik deswegen im vergangenen Sommer für seine eigene Marke ab, da sie den Fahrer zu sehr ermüden könne.

Etwas nachteilig ist zudem die Tatsache, dass die Monitore sich nur mit dem Finger einstellen lassen. Das Fahrerdisplay ist berührungsempfindlich und ermöglicht es, die Anzeige von beiden Displays zu verändern. Unpraktisch, wenn man danach erst einmal den Monitor von den Fingerabdrücken reinigen muss. Ob die Innovation viele Nachahmer findet und sich bei den Kunden durchsetzen wird, bleibt daher abzuwarten. Das könnte auch davon abhängen, ob sich die virtuellen Außenspiegel im praktischen Einsatz bei Wind und Wetter bewähren und ihre Vorteile jederzeit ausspielen können.

Kapazitive Freihanderkennung

Ein weiteres Novum für Audi ist das Lenkrad mit kapazitiver Freihanderkennung. Damit soll es nicht mehr erforderlich sein, die Fahreraufforderung mit dem leichten Hin- und Herbewegen eines Lenkrads zu quittieren. Wirklich überzeugt wie bei aktuellen Mercedes-Modellen hat uns diese Funktion beim E-Tron aber nicht. Nicht nur, dass das Fahrzeug schon nach weniger als zehn Sekunden im Lenkassistenz-Modus einen Warnhinweis gibt. Bis der Hinweis wieder verschwindet, dauert es ebenfalls einige Sekunden. Da ist es auf die Dauer angenehmer, wie auch beim Hyundai Ioniq Elektro, die Hände am Lenkrad zu behalten. Sicherer ist es allemal.

Im Gegensatz zum Model 3 kann man die Hände am Lenkrad schließlich dazu nutzen, eine Reihe von Funktionen zu aktivieren. So gibt es einen eigenen Hebel für die Fahrassistenzsysteme sowie eine Reihe von Knöpfen und Tasten am Lenkrad für die Steuerung der Armaturenbrettanzeige und des Infotainmentsystems. Dazu dient jedoch hauptsächlich der berührungsempfindliche 10,1-Zoll-Bildschirm mit haptischer Rückmeldung in der Mittelkonsole. Serienmäßig verfügt der E-Tron über die Infotainmentsystem MMI Navigation plus, das die Smartphone-Einbindung mit Android Auto und Apple Carplay ermöglicht.

Sexy Konkurrenz zum Model X

Insgesamt ist der Audi E-Tron durchaus sexy genug, um mit Tesla-Modellen in vielen Punkten mitzuhalten. Als SUV ist er für Kunden hierzulande sicherlich deutlich attraktiver als das Model X. Mit knapp 80.000 Euro ist der Einstiegspreis fast 20.000 Euro niedriger, zudem ist der E-Tron mit 4,9 Metern Länge etwas stadttauglicher als das Model X mit 5,05 Metern. Mit einem Gesamtladevolumen von 660 Litern lässt sich mit dem E-Tron auch in Urlaub fahren, mit umgeklappten Rücksitzen fasst das Auto bis zu 1.725 Liter. Eine Anhängerkupplung ist für Pferde- und Bootsbesitzer unter den SUV-Fahrern natürlich ein Muss.

Eine längere Urlaubsfahrt dürfte vor dem Aufbau des Schnellladenetzes allerdings noch ein garantiertes Abenteuer sein. Wer nicht mit 90 km/h über die Autobahn kriechen will und keinen Tesla hat, ist derzeit mit seinem Elektroauto noch aufgeschmissen. Die Jäger unter den potenziellen E-Tron-Kunden sollten ihr Jagdrevier nicht zu weit entfernt haben, um sich leise heranzupirschen.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Audi an der Probefahrt in Abu Dhabi teilgenommen. Die Reisekosten wurden zur Gänze von Audi übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

Nachtrag vom 7. Dezember 2018, 17:16 Uhr

Audi hat inzwischen erläutert, warum die automatische Spurführung nicht funktionierte. Wir haben die entsprechende Passage im Artikel geändert.

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JackIsBlack 11. Dez 2018

Warum muss ich einen Link posten? Ich muss doch nicht deine Hausaufgaben machen. Einfache...

JackIsBlack 11. Dez 2018

Denke ich mir bei all deinen Beiträgen auch immer. Macht aber Spaß zu sehen, wie du dich...

Ach 10. Dez 2018

Die Car Faction Review : => https://www.youtube.com/watch?v=gaLo3_43zfA So viel Neues...

SanderK 10. Dez 2018

Das mit dem Prozen, ja das gab es immer. Aber meiner kommt 1000km weit, eher selten...

SanderK 10. Dez 2018

Da hast Du vollkommen Recht und ich habe heute immer noch Probleme mit meinen *Füge...


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