Aufwendiges Kühl- und Wärmesystem

Ein aufwendiges Kühl- und Wärmesystem soll die Batterietemperatur konstant in einem Bereich von 25 bis 35 Grad Celsius halten. Damit will Audi zum einen erreichen, dass sich eine hohe Leistung mehrfach hintereinander abrufen lässt, ohne dass es zu Leistungseinbrüchen kommt. Zum anderen soll dadurch ermöglicht werden, innerhalb von 30 Minuten die Batterie zu 80 Prozent aufzuladen. Damit ließe sich pro Minute eine Reichweite von mehr als zehn Kilometern laden. Anders als der Hyundai Ioniq lässt sich der E-Tron anschließend verlangsamt mit Gleichstrom vollständig aufladen.

Die Audi-Konstrukteure kleben das Kühlsystem aus Aluminium mit einem wärmeleitfähigen Klebstoff unter die Batterie. Im Winter lässt sich die Batterie mit einem warmen Kühlmittel zudem vorheizen. Das Thermomanagement des Audi E-Tron umfasst den Angaben zufolge vier Kreisläufe, die sich je nach Bedarf auf unterschiedliche Weise zusammenschalten lassen, um den Innenraum und die elektrischen Aggregate zu heizen und zu kühlen. Sie können dabei auch als Wärmepumpe arbeiten, um die Abwärme von Motoren, Leistungselektronik und Ladegerät zu nutzen.

Drehstromladen mit bis zu 22 kW

Für das Laden zu Hause bietet Audi serienmäßig eine Lademöglichkeit für bis zu 11 kW an. Diese ermöglicht ein dreiphasiges Laden an einer CEE-Steckdose mit 16 Ampere. Bei normalen Schuko-Steckdosen wird der einphasige Ladestrom jedoch auf 10 Ampere (2,3 kW) begrenzt, um eine Überhitzung zu vermeiden. Die Anschlusskabel lassen sich bei der Box je nach Bedarf austauschen. Während sich mit 11 kW ein leerer Akku über Nacht aufladen lässt, würde das an einer Schuko-Steckdose gut 40 Stunden dauern.

Mit dem optionalen System Audi Connect ist sogar ein Wechselstromladen zu Hause mit 22 kW möglich. Dazu benötigt der E-Tron ein zweites Ladegerät an Bord. Zudem muss eine Drehstromsteckdose mit 32 Ampere installiert sein, was jedoch in den allerwenigsten privaten Wohnhäusern der Fall sein dürfte. Auf Wunsch können interessierte Kunden daher vor dem Autokauf einen Elektriker, den der örtliche Audi-Händler vermittelt, die Lademöglichkeiten in der eigenen Garage überprüfen lassen. Gerade bei 22-kW-Anschlüssen dürften die Kunden in der Regel nicht um ein Lademanagement herumkommen, da der Hausanschluss einen solch großen Verbraucher neben den anderen Geräten vermutlich nicht zusätzlich verkraftet.

Kein Staupilot, kein induktives Laden

Audi empfiehlt daher die Einbindung des Ladeanschlusses in ein Heimenergie-Managementsystem (HEMS). Dieses könnte beispielsweise auch die Energie einer Photovoltaik-Anlage nutzen, um das Auto aufzuladen. Zudem lässt sich dadurch eine Überlastung des Hausanschlusses vermeiden, da sich die Ladeleistung in Abhängigkeit vom Gesamtverbrauch steuern lässt. Anders als der Plugin-Hybrid des neuen A 8 lässt sich der E-Tron jedoch nicht induktiv laden. Möglicherweise könnten aber spätere Varianten über diese Funktion verfügen, deutete Audi-Manager Mertens an. Anders als beim A 8 soll es für den E-Tron zunächst auch keinen Staupiloten geben, der möglicherweise im kommenden Jahr auf den Markt kommt.

Auf Nachfrage von Golem.de wollten die Entwickler keine Details zum elektrischen Antrieb nennen. In den Presseunterlagen finden sich jedoch Erläuterungen zum Stichwort Asynchronmotor. Demnach könnte der E-Tron ebenso wie das Model S von Tesla von zwei Asynchronmotoren an Vorder- und Hinterradachse angetrieben werden. Das geht auch aus Illustrationen hervor. Da die Batterie bei einer Nennspannung von knapp 400 Volt auf einen Maximalstrom von 1.000 Ampere ausgelegt ist, könnte die Motoren bis zu 400 kW an Leistung abrufen. Die 2015 vorgestellte Konzeptstudie des E-Tron Quattro sollte bis zu 370 kW abrufen können.

Offiziell vorgestellt wird der Audi E-Tron Ende August in Brüssel, wo das Fahrzeug auch produziert wird. Das Elektroauto soll in Deutschland ab 80.000 Euro erhältlich sein. Das sportlichere SUV Audi E-Tron Sportback soll 2019 folgen, der Elektrosportwagen E-Tron GT ab Anfang des kommenden Jahrzehnts in den Böllinger Höfen bei Neckarsulm gefertigt werden. Zumindest in der Oberklasse ist die Jagd auf Tesla damit voll eröffnet.

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 Audi E-Tron: Ein Akku-Doppelbett für die Jagd auf Tesla
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Free Mind 15. Mai 2018

Bin schon mal gespannt, wo sie die Käufer bei den Elektroautos verarschen werden. Ich...

demon driver 14. Mai 2018

Unfug.

Inori-Senpai 11. Mai 2018

???

Inori-Senpai 11. Mai 2018

Schau dir einfach mal an was Tesla für Verluste einfährt. VW hat trotz Krise wieder eine...



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