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Auch ohne ESU: Windows 10 erhält trotz Supportende noch ein Update

Einen Monat nach dem offiziellen Supportende verteilt Microsoft noch ein Notfallupdate für Windows 10 . Sicherheitslücken schließt es allerdings nicht.
/ Marc Stöckel
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Windows-10-Nutzer erhalten ein Notfallupdate. (Bild: MONEY SHARMA/AFP via Getty Images)
Windows-10-Nutzer erhalten ein Notfallupdate. Bild: MONEY SHARMA/AFP via Getty Images

Eigentlich sollte das reguläre Windows 10 nach dem 14. Oktober keine weiteren Updates mehr erhalten, sofern Anwender sich nicht für das ESU-Programm (Erweiterte Sicherheitsupdates) anmelden. Dennoch hat Microsoft zum November-Patchday ein Notfallupdate für das Betriebssystem veröffentlicht. Dieses schließt jedoch keine Sicherheitslücken. Es behebt vielmehr einen Fehler bei der ESU-Anmeldung.

Offenbar hatten einige Anwender bisher noch Probleme , sich für die erweiterten Sicherheitsupdates zu registrieren. Genau diesen Umstand soll das Out-of-Band-Update KB5071959(öffnet im neuen Fenster) beheben. Laut Supportbeitrag wird das Update auch an Nutzer verteilt, die noch nicht für das ESU-Programm registriert sind – was angesichts des Zwecks von KB5071959 logisch erscheint.

Allzu viele Details zu dem Fehler, der durch das Update behoben wird, nennt Microsoft nicht. Der Konzern spricht lediglich von einem "Problem im Registrierungsprozess" für die erweiterten Sicherheitsupdates. Der Registrierungsassistent soll Anwender mit einem nicht näher spezifizierten Fehler konfrontieren. Nach der Installation von KB5071959 soll dieser aber nicht mehr auftreten.

Patches gibt es nur mit ESU

Neben KB5071959 hat Microsoft zum 11. November auch noch das reguläre Sicherheitsupdate KB5068781(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Dieses schließt auch Sicherheitslücken, ist jedoch Nutzern mit ESU-Registrierung oder einer noch unterstützten LTSC-Variante von Windows 10 vorbehalten. Wer sich noch nicht für das ESU-Programm registriert hat, sollte dies also nachholen, um auch in Zukunft weiter Updates zu erhalten.

Die ESU-Registrierung lässt sich über die Windows-Einstellungen unter "Update & Sicherheit" abschließen. Die Voraussetzungen dafür(öffnet im neuen Fenster) sind überschaubar: Zumindest in Europa ist lediglich ein vollständig aktualisiertes Windows 10 22H2 sowie ein Microsoft-Konto erforderlich. Letzteres muss am Zielrechner mit Adminrechten ausgestattet und angemeldet sein.

Anschließend lässt sich über das Microsoft-Konto die ESU-Registrierung vornehmen. Bei Erfolg erhalten Anwender zumindest bis zum 13. Oktober 2026 weiterhin Sicherheitsupdates. Ob Microsoft das Programm für Privatanwender danach nochmal verlängert, bleibt abzuwarten. Wer sichergehen will, sollte die kommenden Monate für einen Umstieg auf Windows 11 oder ein anderes weiterhin unterstütztes Betriebssystem nutzen.


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