Auch DDR5 betroffen: Samsung soll Preissteigerungen bei DRAM und Flash planen

Wer Speicher kaufen möchte, sollte dies wohl möglichst bald tun: Wie südkoreanische Medien berichten(öffnet im neuen Fenster) , plant Samsung deutliche Preissteigerungen (via Trendforce(öffnet im neuen Fenster) ). DRAM soll 15 bis 30 Prozent teurer werden, für Flash-Speicher soll ein Aufschlag von fünf bis zehn Prozent geplant sein.
Zuvor hatte es bereits Berichte gegeben, dass Micron Bestellanfragen kurzfristig ausgesetzt und Preissteigerungen für DRAM-Produkte angekündigt habe. DDR4, DDR5 sowie die jeweiligen Low-Power-Pendants sollen 20 bis 30 Prozent teurer werden. Der Grund für den Preisanstieg bei aktuellen Speicherstandards liegt in der steigenden Nachfrage durch Rechenzentren, insbesondere für KI-Hardware – nicht nur, aber auch für High Bandwidth Memory (HBM).
Hier kann Samsung bald wohl einen höheren Absatz verbuchen, die HBM3e-Stapel mit 12 Speicher-Dies (12H) sollen nach langem Hin und Her Nvidias Qualifikationstest bestanden haben(öffnet im neuen Fenster) . Seine Produktionskapazität für DDR4-Speicher soll Samsung 2026 auf ein Fünftel der aktuellen Kapazität reduzieren wollen.
Zu geringes DDR4-Angebot
Vom Auslaufen der DDR4-Produktion bei den großen Herstellern profitieren Winbond und Nanya, die auf ältere Speichertechnologien spezialisiert sind: Die taiwanische Wirtschaftszeitung Commercial Times berichtet(öffnet im neuen Fenster) , die Nachfrage nach DDR4-Speicher sei trotz Verschiebung des Produktionsendes bei Samsung und Micron nicht gedeckt.
Hierdurch stiegen auch die Preise bei langfristigen Verträgen deutlich, während die Spot-Preise für kurzfristige Käufe seit Monaten auf hohem Niveau sind. Nanya habe daher im August 2025 seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr als verdoppeln können. Aktuell kosten DDR4-Chips bei gleicher Kapazität fast das Zweieinhalbfache von DDR5-Chips. Wie lange die Hochpreisphase dauert, darüber sind sich Analysten uneinig: Während einige von einer Normalisierung Anfang 2026 ausgehen, erwarten andere für das gesamte kommende Jahr anhaltend hohe Preise. Der Speichermarkt erlebt regelmäßig größere Preisschwankungen.