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Auch Berufseinsteiger gesucht: US-Unternehmen stellen wieder mehr Arbeitskräfte ein

Es mehren sich die Anzeichen, dass der massenhafte Wegfall von Arbeitsplätzen durch KI ausbleibt.
/ Mike Faust
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In den USA werden nicht nur in der IT, sondern auch in den Bereichen Industrie und Transport wieder mehr Arbeitskräfte eingestellt. (Bild: Pexels / Radek Przybyłek)
In den USA werden nicht nur in der IT, sondern auch in den Bereichen Industrie und Transport wieder mehr Arbeitskräfte eingestellt. Bild: Pexels / Radek Przybyłek

Große US-Unternehmen beginnen wieder verstärkt damit, Personal einzustellen. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet(öffnet im neuen Fenster), werden damit die Befürchtungen widerlegt, dass KI menschliche Arbeitskräfte massenhaft verdrängen könnte.

Demnach suchen Unternehmen wie Alphabet und das Technologieunternehmen Servicenow wieder gezielt Fachkräfte etwa für die Bereiche Cloud-Computing, KI und Vertrieb. Auch sei das Interesse an Berufseinsteigern deutlich gestiegen, da diese als KI-native Generation gelten, hieß es weiter.

Auch im Bereich der Regierungsdienstleistungen werden in den USA vermehrt Fachkräfte gesucht, um die hohe Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich der nationalen Sicherheit zu decken. Hinzu kommt eine moderate Zunahme im Sektor Industrie und Transport, etwa durch das Eisenbahnunternehmen CSX und den Werkzeughersteller Snap-on.

Arbeitsmarktexperten mahnen zu Vorsicht

Das WSJ schreibt weiter, die Anzahl der Anträge auf Arbeitslosengeld habe in den USA den niedrigsten Stand seit 1969 erreicht. Personalvermittler teilen demnach ebenfalls die Beobachtung, dass der Jobverlust durch KI geringer ausfällt als erwartet.

Arbeitsmarktexperten mahnen dennoch zu Vorsicht, da die Auswirkungen von KI noch ungewiss seien und viele Unternehmen ihre Angestellten weiterhin für austauschbar hielten. Statt einer allgemeinen Einstellungswelle handele es sich lediglich um gezielte Expansionen, so das WSJ.

Eine Befragung von Ökonomen ergab im Juni 2026, dass diese zwar große Auswirkungen von KI auf die Produktivität erwarten, aber eher von einem gleichbleibenden Angebot an Arbeitsplätzen ausgehen als von einem Verlust.

In Deutschland rät die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur Sachsen-Anhalt-Thüringen von allzu düsteren Prognosen für die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt ab. Es könne zwar durchaus sein, dass etwa in der IT-Branche bislang typische Einstiegsaufgaben von KI übernommen würden, "aber es werden auch andere Jobs entstehen, die vielleicht KI nicht in dem Maße nutzen werden", so die Agentur.


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