Atto 3 Evo: Frühjahrsputz beim Atto 3 von BYD
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Im Kompaktsegment mit einem SUV-Format aufzufallen, ist inzwischen eine Herausforderung. Vor allem chinesische Autohersteller haben das C-Segment bis zur Unkenntlichkeit mit elektrischen SUV gefüllt. Würde man das Logo an Front und Heck abdecken, dürften nur wenige Autofans eine Marke auf Anhieb erraten können.
Ein Beispiel dafür ist der Atto 3 von BYD. Er wird seit 2023 in Deutschland angeboten. Die chinesische Marke ist inzwischen mit zehn Modellen, elektrisch und als Plug-in-Hybride, vertreten.
Einige tragen Namen von Meeresbewohnern (Dolphin, Seal und Sealion ), andere von Dynastien (Tang) und Zeiteinheiten (Atto). "Mit unseren Modellen decken wir gut 90 Prozent aller Fahrzeugsegmente in Deutschland ab" , sagt Lars Bialkowski, Country Manager Deutschland.
Im Februar schaffte es der Kleinstwagen Dolphin Surf (Praxistest auf Golem) erstmals in die Top Ten der E-Auto-Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes. Anfang April erweitert BYD sein Portfolio um die Marke Denza. Mit dem elektrischen Denza Z9 GT führt das Unternehmen seine Flash-Charging-Technologie ein. Bis zu 1,5 Megawatt Ladeleistung fließen durch die Ladekabel. In neun Minuten soll das E-Auto von 10 bis 97 Prozent der Batteriekapazität laden.
Weiterentwicklung beim Kompakt-SUV
Beim Atto 3 Evo dauert es 25 Minuten von 10 bis 80 Prozent. Hier erreicht die Ladeleistung der 74,8-kWh-LFP-Batterie in der Spitze 220 kW. Das ist eine Verdoppelung der bisherigen Ladeleistung sowie ein Zeitgewinn von zehn Minuten beim Ladestopp im Vergleich zur Vorgängerversion.
Offiziell ist es lediglich eine Modellauffrischung, doch mit dem Zusatz Evo(lution) wird der Atto 3 technisch stark aufgewertet. Das neue Drachengesicht in der Front und die chinesischen Knoten im Hecklicht sind dabei nur optisches Beiwerk. Unter der Karosserie legt der Hersteller bei Batteriekapazität und Reichweite, Motor- und Ladeleistung, Stauraum und Anhängelast nach.
Straff abgestimmt
Das Auto nutzt nach wie vor die E-Plattform 3.0 von BYD. Doch aus dem Frontantrieb werden wahlweise Heckantrieb (RWD) oder Allradantrieb (AWD). Die Vierlenker-Hinterradaufhängung wird durch ein aufwendigeres Fünflenker-System ersetzt.
Bei der Probefahrt rund um Hamburg wirkt das Fahrwerk straff abgestimmt und in etlichen Fällen auf der Landstraße einen Hauch zu hart gefedert. Die Cell-to-Pack-Bauweise macht die Batterie zu einem Bauelement im Boden. Das sorgt für mehr Steifigkeit der Karosserie.
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