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Attacken und Kaperungen: Huthi-Rebellen bringen den Tesla-Transport durcheinander

Angesichts der zunehmenden Spannungen am Roten Meer und Angriffen auf Frachtschiffe weichen E-Auto-Transporte von Tesla auf längere und teurere Routen aus.
/ Andreas Donath
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Der Golf von Aden und das Rote Meer (Bild: Earth Science and Remote Sensing Unit, NASA Johnson Space Center)
Der Golf von Aden und das Rote Meer Bild: Earth Science and Remote Sensing Unit, NASA Johnson Space Center / CC0 1.0

Transporte von Elektrofahrzeugen der Marke Tesla auf dem Seeweg von China nach Europa wählen offenbar alternative Routen, wie Teslamag berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Laut Berichten auf X(öffnet im neuen Fenster) nehmen einige Schiffe wohl den längeren Weg um das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika, statt durch den Suezkanal zu fahren.

Hintergrund ist der Konflikt im Gaza-Streifen. In der Folge kam es auch zu Attacken auf Schiffe mit mutmaßlichem Israel-Bezug beim Durchfahren des Roten Meeres in Richtung Suezkanal durch Huthi im Jemen(öffnet im neuen Fenster) . Da viele Autotransporter der Reederei Ray Car Carriers gehören, deren Eigentümer Israeli ist, könnten insbesondere diese Lieferungen im Fokus stehen.

Huthi-Angriffe zwingen zu Umwegen

Bereits Ende November soll ein Tesla-Schiff auf dem Weg von China nach Europa den Umweg um das Kap genommen haben. Laut Medienberichten haben die Huthi-Rebellen aus dem Jemen zudem ein Schiff der Reederei gekapert(öffnet im neuen Fenster) , das sich derzeit in ihrer Gewalt befinden soll. In dieser Woche kam es zu weiteren Attacken auf Frachter in der Region.

Die Umwege verlängern die Transportzeiten erheblich, in einigen Fällen um bis zu zwei Wochen. Damit steigen auch die Kosten. Selbst wenn die Charter-Raten für die Schiffe gleich blieben, würden die Transportkosten mit der längeren Route um rund 20 Prozent zunehmen, so Branchenkenner. Doch die Preise für Frachtkapazitäten waren schon zuvor erheblich gestiegen.

BYD setzt auf Bahntransport von China nach Europa

Angesichts der Lage werden Alternativen zum Seetransport attraktiver. So setzt der BYD nach einem Bericht auf X(öffnet im neuen Fenster) inzwischen auch Zugverbindungen von China nach Europa ein, um Fahrzeuge zu exportieren. Eine Route führt von einer BYD-Fabrik in Zentralchina bis nach Belgien. Sollte sich die Situation am Roten Meer weiter verschärfen, könnten solche Optionen an Bedeutung gewinnen.


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