Ein falscher Klick reicht: Chrome-Nutzer werden über V8-Lücke attackiert
Google hat ein Update für den weitverbreiteten Webbrowser Chrome veröffentlicht, welches zahlreiche Sicherheitslücken schließt. Eine dieser Lücken wird laut Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) bereits ausgenutzt. Anwender sollten Chrome daher zügig aktualisieren, um sich vor möglichen Angriffen zu schützen. Auch andere Chromium-basierte Browser wie Edge, Vivaldi und Brave dürften betroffen sein.
Bei der aktiv ausgenutzten Lücke handelt es sich um CVE-2026-11645. Der Entdecker erhält dafür eine Prämie in Höhe von 55.000 US-Dollar. Google räumt der Schwachstelle einen hohen Schweregrad ein, ohne jedoch einen CVSS-Wert zu nennen. Laut der Schwachstellendatenbank von Tenable(öffnet im neuen Fenster) liegt der Wert aber bei 8,8.
Ursache für CVE-2026-11645 ist ein möglicher Speicherzugriff außerhalb vorgesehener Grenzen in Googles Javascript-Engine V8. Angreifer können damit potenziell Schadcode innerhalb einer Sandbox zur Ausführung bringen. Dafür ist lediglich der Aufruf einer präparierten Website erforderlich, etwa durch einen Klick auf einen Link in einer Nachricht oder eine bösartige Werbeanzeige in den Google-Suchergebnissen.
Updates sind verfügbar
Wer sich vor einer möglichen Ausnutzung von CVE-2026-11645 schützen will, sollte Google Chrome auf die neueste Version aktualisieren. Als geschützt gelten die Versionen 149.0.7827.102/.103 für Windows und Mac sowie 149.0.7827.102 für Linux. Die V8-Engine kommt auch in anderen Chromium-basierten Browsern wie Edge, Vivaldi und Brave zum Einsatz, so dass diese ebenfalls in Kürze entsprechende Updates erhalten dürften.
Neben CVE-2026-11645 hat Google mit dem jüngsten Chrome-Update noch 73 weitere Sicherheitslücken gepatcht. 17 davon haben den Schweregrad "kritisch", zwei lediglich "mittel" und der Rest "hoch".
Die hohe Anzahl gepatchter Lücken ist bei Chrome derzeit nicht ungewöhnlich(öffnet im neuen Fenster). Erst vor wenigen Tagen schloss Google mit nur einem Update sogar über 400 Sicherheitslücken(öffnet im neuen Fenster). Das dürfte vor allem der Schwachstellenfindung mit KI-Tools geschuldet sein. Auch in anderen Softwareprojekten wurden zuletzt unzählige Sicherheitslücken mit KI aufgespürt.
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