Atos: Gemalto bekommt 4,3-Milliarden-Euro-Angebot

Atos hat unaufgefordert ein Kaufangebot für Gemalto vorgelegt. Noch vor Ablauf der Frist machten die Franzosen die Offerte nun öffentlich.

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NFC-SIM
NFC-SIM (Bild: Orange/Gemalto)

Atos will den Chipkarten-Hersteller Gemalto für rund 4,3 Milliarden Euro übernehmen. Das teilte der französische IT-Dienstleister mit. Das Angebot bezeichnete Gemalto als unaufgefordert, beziehungsweise feindlich. Atos habe nach eigenen Angaben bereits am 28. November ein Kaufangebot an das Gemalto-Management gerichtet, es sei aber ein freundliches Angebot.

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Der Kaufpreis ist ein Aufschlag von 42 Prozent auf den letzten Aktienkurs. Durch den Zusammenschluss würde ein führendes Unternehmen für Cyber-Sicherheit und digitale Dienstleistungen entstehen, betonte Atos.

Der Verwaltungsrat von Gemalto erklärte, einen Kaufvorschlag für alle Aktien von Atos erhalten zu haben. Im November sei ein Angebot vorgelegt worden, das bis zum 15. Dezember gültig war. Gemalto habe Atos informiert, die Offerte zu prüfen und rechtzeitig zu antworten. Dieser Prüfungsprozess laufe weiter. Es gebe keine Gewissheit darüber, ob der Verwaltungsrat den Aktionären den Verkauf empfehlen würde. Gemalto lasse sich von der Deutschen Bank und J.P. Morgan beraten und habe die Anwälte Allen & Overy engagiert.

Atos hat rund 100.000 Beschäftigte in 72 Ländern. Geschäftsfelder sind Zahlungstransaktionen mit Worldline, Beratungs- und Technologiedienstleistungen, Systemintegration, Outsourcing, Big Data, Cloud Services und Infrastructure & Data Management.

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Der niederländische Gemalto-Konzern ist einer der führenden Hersteller von Chip- und Magnetstreifenkarten, SIM-Karten, EC- und Kreditkarten sowie Gesundheitskarten.

Die 14.000 Beschäftigten arbeiten in 99 Niederlassungen, 34 Personalisierungs- und Rechenzentren und 24 Forschungs- und Softwareentwicklungszentren in 46 Ländern.

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