Abo
  • Services:
Anzeige
Andrei Derevianko: Schwankungen in der Zeitmessung
Andrei Derevianko: Schwankungen in der Zeitmessung (Bild: University of Nevada)

Atomuhren: Mit GPS auf der Suche nach dunkler Materie

Andrei Derevianko: Schwankungen in der Zeitmessung
Andrei Derevianko: Schwankungen in der Zeitmessung (Bild: University of Nevada)

Zweckentfremden wollen zwei US-Wissenschaftler das Satellitennavigationssystem GPS: Statt einen Standort wollen sie damit dunkle Materie suchen. Und sie erwägen schon sehr viel größere Detektoren.

Anzeige

Mit dem Global Positioning System (GPS) lässt sich der eigene Standort bestimmen oder die Route zu einem Zielort finden. Zwei Wissenschaftler aus den USA wollen das Satellitennavigationssystem dazu nutzen, um etwas ganz anderes, sehr Geheimnisvolles zu finden: die dunkle Materie.

Dunkle Materie und dunkle Energie machen etwa zwei Drittel des Universums aus. Es gibt zwar deutliche Hinweise auf ihre Existenz. Bisher ist aber nicht geklärt, woraus die beiden bestehen.

Interstellare Detektoren

Dunkle Materie könnte, so mutmaßen Andrei Derevianko von der Universität des US-Bundesstaates Nevada in Reno und Maxim Pospelov vom Perimeter Institute in Waterloo in der kanadischen Provinz Ontario, "als eine große, gasartige Sammlung topologischer Defekte oder Energiesprünge organisiert sein".

Diese topologischen Defekte wollen die beiden Forscher mit Hilfe der Konstellation der 30 GPS-Satelliten aufspüren, schreiben sie in der Fachzeitschrift Nature Physics. Das Herzstück eines GPS-Satelliten ist eine Atomuhr. Wenn die Hypothese von Derevianko und Pospelov stimmt, dann würde die dunkle Materie Störungen in der Zeiterfassung verursachen.

GPS-Satelliten suchen dunkle Materie

Die GPS-Konstellation hat einen Durchmesser von rund 50.000 Kilometern. Das gesamte Sonnensystem bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von rund 300 Kilometern pro Sekunde durch das All. Wenn das Sonnensystem also eine solche Störung passiert, dann müssten in der Zeitmessung der Uhren der Satelliten über einen Zeitraum von knapp drei Minuten Schwankungen auftauchen. "Wir stellen uns vor, die GPS-Konstellation als größten von Menschen gebauten Detektor für dunkle Materie einzusetzen", sagte Derevianko.

"Wenn dunkle Materie die Uhren dazu bringt, um mehr als eine Milliardstel Sekunde anders zu gehen, sollten wir so ein Muster leicht erkennen", sagt Geoff Blewitt, Leiter des Nevada Geodetic Laboratory in Reno. Das Geodetic Lab unterhält das größte Rechenzentrum für die Verarbeitung von GPS-Daten. Blewitt unterstützt Derevianko bei der Auswertung der GPS-Daten.

Interstellare Detektoren

Wenn sich so tatsächlich Hinweise auf dunkle Materie finden ließen, dann träumt Derevianko bereits von viel größeren Detektoren: Pulsare. Die schnellrotierenden Überbleibsel einer Supernova senden elektromagnetische Strahlung in einer bestimmten Taktung aus.

Die Pulsare seien "wie Atomuhren - überaus regelmäßig", sagte Derevianko dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist. Manchmal gebe es aber Schwankungen, deren Grund bislang ungeklärt ist. Möglicherweise sind sie Hinweise auf dunkle Materie.


eye home zur Startseite
xxsblack 19. Nov 2014

Dir ist bekannt, dass sich nahe Galaxien aufgrund der Gravitation annähern, aber auf gro...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. IFS Deutschland GmbH & Co. KG, Erlangen
  2. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach
  3. MediaMarktSaturn IT Solutions, München
  4. T-Systems International GmbH, verschiedene Standorte


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Motorsport Manager für 15,99€)
  2. 339,90€ + 3,99€ Versand
  3. 345,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Beurteilungskriterien für den Schutz in der Cloud
  2. Wissens-Guide und Kaufberatung für Cloud-Sicherheit


  1. Super Mario Run

    Nintendo bleibt trotz Enttäuschung beim Bezahlmodell

  2. Samsung

    Galaxy Note 7 wird per Update endgültig lahmgelegt

  3. The Ringed City

    From Software zeigt Abschluss von Dark Souls 3 im Trailer

  4. Dieter Lauinger

    Minister fordert Gesetz gegen Hasskommentare noch vor Wahl

  5. Die Woche im Video

    Cebit wird heiß, Android wird neu, Aliens werden gesprächig

  6. Mobilfunkausrüster

    Welche Frequenzen für 5G in Deutschland diskutiert werden

  7. XMPP

    Bundesnetzagentur will hundert Jabber-Clients regulieren

  8. Synlight

    Wie der Wasserstoff aus dem Sonnenlicht kommen soll

  9. Pietsmiet

    "Alle Twitch-Kanäle sind kostenpflichtiger Rundfunk"

  10. Apache-Lizenz 2.0

    OpenSSL plant Lizenzwechsel an der Community vorbei



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mobile-Games-Auslese: Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler

Hannover: Die Sommer-Cebit wird teuer
Hannover
Die Sommer-Cebit wird teuer
  1. Hannover Pavillons für die Sommer-Cebit sind schon ausgebucht
  2. Ab 2018 Cebit findet künftig im Sommer statt
  3. Modell 32UD99 LGs erster HDR-Monitor mit USB-C kommt nach Deutschland

Live-Linux: Knoppix 8.0 bringt moderne Technik für neue Hardware
Live-Linux
Knoppix 8.0 bringt moderne Technik für neue Hardware

  1. Re: Online Gängelung

    css_profit | 20:34

  2. Re: Inbesondere Verweis auf Teil 7 TKG interessant...

    narfomat | 20:29

  3. Re: Eigentlich doch genial

    crazypsycho | 20:27

  4. Re: "offensichtlich strafbare Inhalte"

    btrbtr | 20:20

  5. Beschwert Euch nicht!

    cicero | 20:19


  1. 15:20

  2. 14:13

  3. 12:52

  4. 12:39

  5. 09:03

  6. 17:45

  7. 17:32

  8. 17:11


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel