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Atomkraft: Risse an Frankreichs Atomreaktoren entdeckt

Ein Riss wurde in einem Rohr im Atomkraftwerk in der französischen Gemeinde Penly entdeckt. Es soll sich um Abnutzungserscheinungen handeln.
/ Patrick Klapetz
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Das französische Kernkraftwerk Penly (Bild: Morpheus2309, Wikipedia)
Das französische Kernkraftwerk Penly Bild: Morpheus2309, Wikipedia / Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Auch an einem weiteren Reaktor in Cattenom in Ostfrankreich soll ein Riss gefunden worden sein. Beide Atomkraftwerke werden von dem Energieunternehmen Électricité de France SA (EDF) betrieben.

Die zusätzliche Spannungskorrosion im Reaktorblock 1 kam fünf Monaten nach intensiven Reparaturarbeiten am Standort Penly zustande. Nach Angaben der Aufsichtsbehörde trat sie in einem Teil des Reaktors auf, den EDF nicht als anfällig für Spannungskorrosionen betrachtet hatte. Laut der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) habe die französische Atomaufsichtsbehörde ANS das Unternehmen aufgefordert, "seine Strategie" für die Reparatur seiner Anlagen zu überarbeiten.

Penly - Ein Problemreaktor?

Der Reaktor soll Anfang Mai wieder in Betrieb genommen werden. Im Dezember musste EDF das Wiederanfahren mehrerer seiner von Spannungskorrosionen betroffenen Reaktoren, darunter auch des Reaktors Penly 2, weiter verschieben.

Die beiden Blöcke des Kernkraftwerks Penly wurden 1982 und 1992 in Betrieb genommen. Seitdem deckt das Atomkraftwerk 80 Prozent des Strombedarfs der Normandie ab. Das Kraftwerk soll weiter ausgebaut werden und sechs neue Atomreaktoren erhalten. Den Grundstein von zwei dieser neuen Reaktoren will der amtierende französische Präsident Emmanuel Macron noch in seiner Amtszeit legen.

Die alternden Reaktoren sind ein Problem, mit dem Frankreich derzeit zu kämpfen hat. Im vergangenen Jahr hat es so wenig Strom produziert wie seit drei Jahrzehnten nicht.

Brand in Cattenom erst vor wenigen Tagen

Erst am Freitagabend (3. März 2023) ist im Reaktorblock 1 des französischen Atomkraftwerks Cattenom ein Feuer ausgebrochen(öffnet im neuen Fenster) . "Das Kraftwerk Cattenom rief gegen 20 Uhr die Feuerwehr wegen eines Feuerausbruchs, der an einem Ventilator in einem Raum in der Nuklearzone des Produktionsblocks Nr. 1 ausgebrochen war" , heißt es auf der Internetseite der EDF. Der Brand konnte nach dem Eintreffen der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Die Probleme der alten Reaktoren reißen eben auch nicht ab.


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