Atomic Heart: Spieler finden anti-ukrainische Easter Eggs

Fleischdosen, Landkarten: In Atomic Heart tauchen immer mehr geschmacklose Easter Eggs auf. Die Ukraine fordert einen Verkaufsstopp.

Artikel veröffentlicht am ,
Szene aus Atomic Heart
Szene aus Atomic Heart (Bild: Focus Entertainment)

In sozialen Netzwerken gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass das Entwicklerstudio Mundfish in seinem gerade veröffentlichten Actionspiel Atomic Heart zahlreiche Easter Eggs mit verletzenden Anspielungen auf die Ukraine und auf den russischen Angriffskrieg gegen das Land eingebaut hat.

So gibt es Dosen mit Schweinefleisch, die in den Nationalfarben der Ukraine gehalten sind - was sicherlich kein Zufall ist. Ein anderes Detail im Spiel sind Drohnen, an denen Blumentöpfe mit Geranien befestigt sind.

Das Wort für "Geranien" ist auch die Bezeichnung der iranischen Drohnen, die von der russischen Armee für den Kampf gegen zivile ukrainische Infrastruktur verwendet werden.

Es finden sich noch weitere Beispiele, etwa Postkarten für das als Urlaubsziel dargestellte ukrainische Donezk oder Landkarten, in denen die Krim unabhängig von der alternativen Zeitlinie in Atomic Heart als Teil der Sowjetunion dargestellt wird.

Schon vor dem Entdecken dieser Easter Eggs hatte der stellvertretende Digitalminister der Ukraine gefordert, das Spiel nicht mehr zu verkaufen. Der Politiker will in Briefen an Sony, Microsoft und Valve (Steam) darum bitten, es aus den Shops zu entfernen. Bislang hat sich keines der Unternehmen öffentlich zu dem Thema geäußert, auch der französische Publisher Focus Entertainment nicht.

Dem Digitalminister geht es primär darum, dass durch den Verkauf von Atomic Heart auch aus Russland stammende Anteilseigner an Mundfish Geld verdienen können, das dann wiederum für den Krieg investiert werden könnte.

Die Gründer von Mundfish stammen aus Russland, das Studio hat seinen Sitz allerdings auf Zypern. Bislang hat sich das Team in der Öffentlichkeit nicht klar zum Krieg gegen die Ukraine geäußert.

Auch versteckte Easter Eggs fallen auf

Im Spiel (Test auf Golem.de) kämpft man als ehemaliger KGB-Agent auf Seiten der Sowjetunion. Staat und Regierung entpuppen sich nach und nach als die Bösen, was man mit gutem Willen auch als Kritik an Russland verstehen kann.

Easter Eggs werden zwar oft von einzelnen Entwicklern eingebaut. Es ist aber praktisch unvorstellbar, dass die genannten Beispiele nicht spätestens in der finalen Produktionsphase, bei der es um Fehlerkorrekturen geht, sehr viel mehr Mitarbeitern inklusive den leitenden Managern aufgefallen ist.

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ap (Golem.de) 28. Feb 2023

Wir mussten uns leider entscheiden, das Forum zu schließen. Die Argumente sind inzwischen...

Emulex 28. Feb 2023

Was mich nach wie vor brennend interessiert, aber mir keiner beantwortet: Ist es denn die...

Hamsterrer 27. Feb 2023

Schön. Da ist jemand IMMER noch von der Killerspiel-Debatte getriGGert? Herzlichen...

Achranon 27. Feb 2023

Also irgend ein Grafiker hat diese Dose modelliert soviel steht fest. Wenn ein Grafiker...



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