Einfach strukturierte Oberfläche mit Schwächen

Nach der Installation, die etwas weniger aufwendig sein könnte, landen Entwickler auf einer grafischen Oberfläche. Sie besteht aus verschiedenen Bereichen, die als Panes bezeichnet und flexibel vergrößert und verkleinert, auf Wunsch auch neu anordnet werden können. Eine einzelne Datei, an der gerade gearbeitet wird, heißt im Atom-Jargon Buffer.

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Im linken Bereich befindet sich der Verzeichnisbaum für das aktuelle Projekt, in dem großen Feld in der Mitte steht der Code. Über F11 wird der Vollbildmodus aktiviert, die Einstellungen öffnet Atom als zusätzlichen Reiter. Dazu können Anwender die Tastenkombination Strg+, benutzen oder schlicht über das Menu Edit | Preferences aufrufen.

  • Atom besteht aus mehreren flexibel verschiebbaren Bereichen, den sogenannten Panes. (Bild: Kristian Kißling - Linux Magazin)
  • Das Hello-world-Paket holt ein unspektakuläres Fenster mit den entsprechenden Worten in den Editor.  (Bild: Kristian Kißling - Linux Magazin)
  • In der Tree-View links lässt sich die Struktur des automatisch erzeugten Pakets betrachten. Rechts zu sehen ist der Code, der sich um die Programmlogik kümmert.  (Bild: Kristian Kißling - Linux Magazin)
  • Die Datei package.json liegt im Wurzelverzeichnis eines Pakets und enthält Metadaten wie den Pfad zur ausführbaren Datei und die Versionsnummer.  (Bild: Kristian Kißling - Linux Magazin)
Atom besteht aus mehreren flexibel verschiebbaren Bereichen, den sogenannten Panes. (Bild: Kristian Kißling - Linux Magazin)

Als Hilfe, insbesondere für Einsteiger, lassen sich sämtliche verfügbaren Befehle des Editors über das Kürzel Strg+Shift+P anzeigen. In der Web-Dokumentation gibt es auch ein hilfreiches sogenanntes Flight Manual, das bislang aber nur auf Englisch vorliegt.

Im Reaktor

Obwohl der Editor noch ein recht junges Projekt ist, bringt er bereits einige hilfreiche Funktionen mit. Eine oder mehrere Codezeilen lassen sich bequem nach rechts einrücken, indem der Code markiert und die Tab-Taste gedrückt wird. Über Shift+Tab wandert der Codeblock nach links.

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Auch eine Autovervollständigung ist implementiert, hier versprechen die Entwickler künftig noch mehr Fähigkeiten. Aktuell lässt sie sich über Strg+Space aktivieren und zeigt Alternativen zu dem Element an, über dem sich der Mauszeiger im Augenblick befindet.

In den Editor-Einstellungen kann ein Soft Wrap per Häkchen aktiviert werden, dabei wechselt der Editor am Bildschirmrand die Zeile. Ein weiteres Häkchen bei Soft Wrap At Preferred Line Length bricht den Code nach n Zeichen um. Eine sichtbare Linie markiert dann die Umbruchgrenze, die im Standard bei den typischen 80 Zeichen liegt. Geändert wird dies in der Zeile Preferred Line Length. Mit der Option Soft Tabs, wandelt der Editor Tabs automatisch in Leerzeichen um, deren Anzahl sich ebenfalls in den Optionen festlegen lässt.

Um die Struktur von Code besser sichtbar zu machen, indem er unterhalb einer Methode, Anweisung oder Funktion einklappt, kann Folding genutzt werden. Bei Atom ließe sich das aber besser lösen, denn die kleinen Dreiecke links neben den Faltstellen sind mitunter schwer zu treffen und der Editor springt dann plötzlich in andere Codepassagen.

Schwächen und Stärken

Das junge Werkzeug weist auch noch ein paar Mankos auf. Das Auffälligste: Atom verschluckt sich an Dateien, die 2 MByte überschreiten, die Entwickler arbeiten an einer Lösung. Permanent feilen sie auch daran, den eher gemächlichen Start des Editors und die Reaktionsgeschwindigkeit des GUI zu beschleunigen. Es reagierte im Test einen Tick zu träge, was aber möglicherweise an der sie umgebenden virtuellen Maschine lag.

Besser klappt hingegen - wen wundert's? - die integrierte Versionsverwaltung mit Git und Github. So stellt Strg+Alt+Z die letzte gute Version einer Datei wieder her, das Kommando dazu entspricht:

git checkout HEAD -- /Pfad
git reset HEAD -- /Pfad

Möchte ein Entwickler zum Beispiel wissen, welche seiner Dateien Git nicht verfolgt, geschieht das mittels Strg+Shift+B, was einem git status gleichkommt. Mit Hilfe des Pakets language-git können die Commit-, Merge- und Rebase-Messages für Git optisch hervorgehoben werden. Über das Paket git-diff erhält der Editor die Fähigkeit, veränderte Zeilen visuell zu betonen.

Bei der Suche auf Github nach Informationen zu einer Datei, die aktuell bearbeitet wird, helfen ebenfalls eine Reihe von Tastaturkürzeln, die die folgende Tabelle auflistet:

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KürzelAktion
Alt+G+ODatei auf Github öffnen
Alt+G+BGithub-Infos zu den letzten Änderungen für eine Datei anzeigen
Alt+G+HGithub-Historie einer Datei betrachten
Alt+G+CGithub-URL der aktuellen Datei kopieren
Alt+G+RBranch-Vergleich mit Github
Github Kürzel für Atom
 Die Installation ist nicht ganz einfachHackbar bis zum Kern und Fazit 
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nw42 08. Jul 2015

vor der version 1.0 schon aufgegeben? Man kann auch unrealistische Erwartungen haben...

nw42 08. Jul 2015

Texteditoren werden auch nur von Entwicklern eingesetzt... Ich muß ständig auf...

flow77 08. Jul 2015

Danke für die ausführliche Erklärung! Jetzt sind wir aber genau da angekommen wo ich...

sehr_interessant 08. Jul 2015

In vielen Kommentaren wird hier sehr offensichtlich für Int*** von Je*** geworben. Die...

d0p3fish 08. Jul 2015

Haha. Weiter,weiter,weiter, ja, weiter, ok, weiter,weiter akzeptieren, neustarten



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