Ati Radeon HD 5870: Geburtstag der ersten DirectX-11-Grafikkarte
Am 23. September 2009 stellte Ati (später AMD) die Ati Radeon HD 5870 sowie die Radeon HD 5850 vor. Die darauf verbaute RV870-GPU (Cypress) unterstützte als erste GPU überhaupt die neue DirectX-11-Schnittstelle mit Shader Model 5, Hardware-Tesselation und verbesserter Thread-Unterstützung in der Rendering-Pipeline. Damit ist die mittlerweile 16 Jahre alte Grafikkarte bis heute wegweisend, denn DirectX 11 wird selbst von vielen aktuellen Spielen weiterhin genutzt.
Nvidia hatte im Jahr 2009 die Fermi-Architektur angekündigt, benannt nach dem italienischen Physiker Enrico Fermi. Den Launch der Grafikkarten musste der Hersteller allerdings ins Jahr 2010 verschieben, die Geforce GTX 480 und GTX 470 waren ab April 2010 bei den Händlern verfügbar. Schnell zeigte sich, dass Nvidias Fermi-Architektur neben sehr guter Performance vor allem durch hohe Leistungsaufnahme und Temperaturen auffiel, was ihr den Spitznamen "Thermi" einbrachte.
Die Ati-Grafikkarten konnte daher auch im Jahr nach ihrer Vorstellung durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und deutlich geringere Leistungsaufnahme bei geringer Last punkten. PC Games Hardware hat im Rahmen der Geburtstags-Serie die damaligen Tests zu Ati Radeon HD 5870(öffnet im neuen Fenster) sowie Nvidia Geforce RTX 480(öffnet im neuen Fenster) herausgesucht.
Gamer-Grafikkarten für die breite Masse
Schon im Oktober 2009 folgten von Ati die ersten DirectX-11-Grafikkarten für ein breiteres Publikum. Die Ati Radeon HD 5770(öffnet im neuen Fenster) lag etwas unterhalb des vorherigen Topmodels von Ati, der Radeon HD 4870, konnte diese aber in ausgewählten Titeln wie Crysis oder Stalker: Clear Sky sogar einholen oder übertreffen. Zum Launch kostete die Grafikkarte rund 140 Euro und stellte damit einen günstigen und durchaus performanten Einstieg zu DirectX 11 dar.
Eine echte Antwort von Nvidia gab es in diesem Preisbereich nicht. Die später vorgestellte Nvidia Geforce GTX 460(öffnet im neuen Fenster) war sowohl beim Preis als auch bei der Performance eher ein Konkurrent für die teurere und schnellere Ati Radeon HD 5830 und Radeon HD 5850. Im Gegensatz zu den Modellen GTX 470 und GTX 480 konnte Nvidia die Leistungsaufnahme deutlich reduzieren, was die GTX 460 zusammen mit der besseren Bildqualität gegenüber AMD in den meisten Tests zum klaren Favoriten für Gaming-PCs machte.
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