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Atari VCS: Linux-basierte Konsole vorbestellbar

Ältere Hardware von AMD und Linux für 200 US-Dollar: Atari bietet Vorbestellern ab sofort seine VCS-Heimkonsole an. Innerhalb weniger Stunden haben fast 8.000 Spieler das Gerät geordert.
/ Peter Steinlechner
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Die Atari VCS ist auf Indiegogo vorbestellbar. (Bild: Atari)
Die Atari VCS ist auf Indiegogo vorbestellbar. Bild: Atari

Nach langem Vorlauf ist seit dem 30. Mai 2018 auf Indiegogo die Heimkonsole Atari VCS(öffnet im neuen Fenster) vorbestellbar. Das Gerät ist ohne Eingabegerät für rund 200 US-Dollar erhältlich, die günstigste Version mit einem Controller kostet 230 Euro; der Versand nach Europa und sonstige Nebenkosten sind nicht enthalten. Für ungefähr die gleiche Summe gibt es im Handel schon jetzt etwa eine Xbox One oder eine Playstation 4.

Atari verspricht die Auslieferung seiner Konsole für Juli 2019. In den ersten Stunden haben rund 8.000 Spieler das Gerät bestellt, insgesamt hat das Projekt mit einem Umsatz von etwas mehr als 2 Millionen US-Dollar das ursprüngliche Finanzierungsziel von 100.000 US-Dollar weit übertroffen. Die Konsole trägt den Namen von Ataris Klassiker VCS aus dem Jahr 1977. Mit dem ursprünglichen Gerät hat der Computer aber bis auf einige Designanleihen nichts zu tun. Statt grobpixeliger Grafik soll der neue Atari VCS auch moderne Spiele darstellen können.

Atari VCS – Trailer
Atari VCS – Trailer (03:20)

Allzu hohe Hardwareanforderungen sollten die aber nicht haben: Im Inneren arbeitet eine A10-CPU (Bristol Ridge), als GPU ist eine Radeon R7 verbaut. Der interne Speicher fasst 32 GByte. Für aktuelle Games reicht das nicht aus. Allerdings ist die VCS in erster Linie für Casualgames und Klassiker gedacht. Der Hersteller will eine Reihe seiner eigenen, entsprechend angepassten Arcadeklassiker mitliefern.

Als Betriebssystem kommt Linux (Ubuntu mit Linux Kernel 4.10) zum Einsatz. Atari schreibt, dass Spiele auf Basis von Steam OS auch auf der VCS laufen sollten, sofern sie die Hardwareanforderungen der Konsole erfüllen. Die Benutzeroberfläche programmiert Atari selbst, sie soll einen Browser enthalten und so per Web auch Zugriff auf Music- und Streamingdienste wie Netflix und Spotify erlauben. Das Gerät ist ausdrücklich als "offen" konzipiert, so dass das Installieren und Ausführen von Homebrew-Anwendungen oder selbst entwickelten Games möglich und erlaubt ist.


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