Atari VCS: Alter Name soll neues Leben in Ataribox bringen
Ein "brandneues Videospielsystem" verspricht Atari Interactive in seiner jüngsten Pressemitteilung, welche die Mitte 2017 vorgestellte Ataribox zurück ins Rampenlicht hieven soll. Allerdings vertraut das Unternehmen dabei nicht nur in puncto Optik auf eine über 40 Jahre alte Konsole, sondern auch beim Namen: Atari VCS(öffnet im neuen Fenster) heißt die kommende Hardware ab sofort – so wie das erste modulbasierte Atari-System, das ab September 1977 Videospiele in (gefühlter) Arcade-Qualität ins Wohnzimmer brachte.

Dass das neue Atari VCS eine ähnliche Bedeutung wie sein legendärer Namensvetter haben wird, ist anzuzweifeln. An Optimismus mangelt es dem Atari der Moderne jedoch nicht. Das neue Videospielsystem soll "die Art verändern, wie man mit seinem Fernseher interagiert, so wie dies das originale Atari 2600 Video Computer System vor mehr als 40 Jahren getan hat", heißt es vom Unternehmen.
Welche Komponenten genau in dem schlanken Gerät, das mit Holzmaserung, schwarzen Plastikrillen und dem Fuji-Logo auf charmante Weise mit dem ikonischen Design des Vorbilds spielt, ihren Dienst tun und welche Funktionalität in ihm steckt, wurde hingegen immer noch nicht gesagt. Im vergangenen Jahr sprachen die Verantwortlichen von der Leistungsfähigkeit eines Mittelklasse-PCs und einem Linux-Betriebssystem.
Zumindest hat Atari einen Prototyp im GDC-2018-Gepäck, zudem zeigt man diese Woche in San Francisco auch zwei geplante Controller-Varianten: ein eher gewöhnliches Gamepad sowie eine moderne Version des klassischen VCS-Ein-Button-Sticks. Und im April werden die Retrofans wohl endlich erfahren, wie es mit der Konsole weitergeht. Dann nämlich soll ein finaler Termin bekanntgegeben werden. Allerdings nicht für die Veröffentlichung, sondern nur für den Vorverkauf.
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