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Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.

Ein Test von veröffentlicht am
Genau das Richtige für den Geschäftsmann der 80er und 90er Jahre: der Atari Portfolio (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Vielreisende Geschäftsleute mussten in den 1980er Jahren ganz schön was mit sich herumschleppen, wenn sie mit einem PC unterwegs waren: Es gab zwar schon Notebooks, so richtig handlich waren sie allerdings nicht. Ataris Portfolio sollte dieses Problem beseitigen: Das Gerät gilt als erster Palmtop-Computer und passt entsprechend tatsächlich in die Handinnenfläche.

Inhalt:
  1. Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
  2. Tastatur mit Minitasten
  3. Datenübertragung per parallelem Interface
  4. Fazit

In seiner Werbung schwärmte Atari seinerzeit von den Möglichkeiten, die dieser kleine Formfaktor bieten sollte: Geschäftsleute konnten Kalkulationen auf dem Weg zu Terminen erledigen, die Termine selbst standen natürlich im Kalender des Portfolio, genauso wie die Adressen und Telefonnummern der Geschäftspartner. Trotz der im Vergleich zu damals üblichen Geräten winzigen Maße war der Portfolio kein Spielzeug - mit 800 DM jedoch um einiges günstiger als ein Computer von IBM oder ein IBM-kompatibler PC.

Das Handheld ist DOS-kompatibel, es hat einen fast 5 MHz schnellen Chip sowie eine Reihe von Programmen vorinstalliert. Diese sollen im Zusammenspiel mit der eingebauten vollwertigen QWERTZ-Tastatur Aufgaben wie Tabellenkalkulationen oder Terminplanungen möglich machen. Wir haben uns im Retrotest angeschaut, wie es war, mit dem Portfolio zu arbeiten und was der Palmtop dank Zubehör alles leisten konnte. Dabei waren wir überrascht, wie vergleichsweise einfach auch heute noch die Datenübertragung ist - wenn man die richtige Ausstattung zur Verfügung hat.

Kleiner schwarzer Kasten

Auf den ersten Blick erinnert der Portfolio an eine VHS-Kassette: Das Gerät ist aus schwarzem Kunststoff, der eine leicht raue Oberfläche hat; glücklicherweise hat Atari das Gehäuse nicht mit einer rutschfesten Schicht überzogen, wie es beispielsweise IBM bei seinen Thinkpads gemacht hat. Diese Schicht hat sich bei den meisten Geräten im Laufe der Jahrzehnte in eine klebrige Masse verwandelt, die das Handling der Geräte unangenehm macht.

  • Atari hat den Portfolio im Jahr 1989 vorgestellt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Portfolio war einer der ersten Palmtop-PCs, also ein vollwertiger Computer mit Tastatur in kleinem Format. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Als Betriebssystem wird DIP-DOS verwendet, das mit MS DOS 2.11 kompatibel ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zu den vorinstallierten Anwendungen gehört ein nützlicher und übersichtlicher Kalender. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der interne Speicher ist limitiert, daher ist die Verwendung einer Speicherkarte eigentlich Pflicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zusammengeklappt erinnert der Portfolio auf den ersten Blick an eine VHS-Kassette. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Klappgelenk quietscht mittlerweile bei den meisten Portfolios. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An den Portfolio kann ein Parallel-Interface angeschlossen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Interface ermöglicht es, Daten zwischen dem Portfolio und einem PC auszutauschen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die vorinstallierten Anwendungen und Einstellungen lassen sich über ein Pop-up-Menü aufrufen - oder über Shortcuts auf der Tastatur. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Portfolio wird wahlweise mit Batterien oder einem externen Netzteil betrieben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hersteller des Portfolio war die Atari Corporation, die es seit spätestens 1998 in dieser Form nicht mehr gibt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unsere Memory Card hat 64 KByte Speicher. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Portfolio kann auch gespielt werden - beispielsweise ein Tetris-Klon. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Atari hat den Portfolio im Jahr 1989 vorgestellt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Nicht so der Portfolio: Unsere zwei Exemplare sind zwar leicht zerkratzt, können sich insgesamt aber noch sehen lassen und funktionieren vor allem problemlos. Klappen wir den Portfolio auf, werden wir von einem quietschenden Geräusch begrüßt, das aus einem Gruselfilm stammen könnte. Ein Tropfen leichtflüssiges Waffenöl auf jeder Seite behebt dieses Problem allerdings.

Nach dem Aufklappen schauen wir auf den gut 4,5 Zoll großen monochromen LC-Bildschirm, der mit einer Auflösung von 240 x 64 Pixeln 40 Zeichen in acht Zeilen anzeigen kann. Zwei erweiterte Modi ermöglichen es uns auch, insgesamt 80 Zeichen in 25 Zeilen zu verwenden; der Bildschirm zeigt dann immer einen Ausschnitt des größeren, virtuellen Displays. Eine Hintergrundbeleuchtung hat der Bildschirm des Portfolio nicht - ein Umstand, den Atari in seiner Werbung teilweise zu kaschieren versuchte, indem das Display unter starker Lichteinstrahlung aufgenommen wurde. Wird es etwas dunkler, ist auf dem Portfolio nicht mehr viel zu erkennen.

Der Portfolio hat einen Grafikmodus mit 240 x 64 Pixeln. Zahlreiche Programmierer haben eine Reihe teilweise beachtlicher Spiele für den Portfolio entwickelt - dazu später aber mehr.

Tastatur mit Minitasten 
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1st1 16. Okt 2019 / Themenstart

Naja, ich hoffte, du hast das schonmal gemacht, die Positionen aller Kondensatoren und...

nuffy 14. Okt 2019 / Themenstart

@Golem, kein Wunder, dass Seehofer glaubt, alle Gamer (und wahrscheinlich IT-ler) wären...

yumiko 11. Okt 2019 / Themenstart

Naja, bei meinem Athlon ging das mit der Karte ja noch (Board hatte ISA, PCI, AGP...

hl_1001 11. Okt 2019 / Themenstart

Danke für die Info!

ConiKost 11. Okt 2019 / Themenstart

Nein, das ist korrekt. Der PofoClub hatte sich 2005 aufgelöst.

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Rund 20 Jahre Erfahrung als Manager und Mitglied der Geschäftsleitung im internationalen Kontext sowie als Berater sind die Basis seiner Trainings. Der Diplom-Ingenieur Stefan Bayer hat als Mitarbeiter der ersten Stunde bei Amazon.de den Servicegedanken in der kompletten Supply Chain in Deutschland entscheidend mitgeprägt und bis zu 4.500 Menschen geführt. Er ist als Trainer und Coach spezialisiert auf die Begleitung von Führungskräften und Management-Teams sowie auf prozessorientierte Trainings.

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