• IT-Karriere:
  • Services:

Fazit

Der Autor dieses Textes wusste spätestens seit Terminator 2: Tag der Abrechnung, dass er einen Portfolio haben wollte. Als der aufmüpfige John Connor mit seinem Vokuhila-Kumpel in Rekordzeit einen Geldautomaten hackte, verwendete er den Atari-Rechner. Wenngleich die Szene im Film natürlich durchaus unrealistisch war, sollte das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Portfolio ein außergewöhnliches Gerät war und ist.

Stellenmarkt
  1. Bechtle GmbH, Köln
  2. Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Koblenz

Als erster Palmtop-Computer brachte der Portfolio viele Nutzungsszenarien eines großen PCs in ein für die damalige Zeit unglaublich kleines Format. Sicher, dafür mussten Nutzer Abstriche machen, etwa bei der Tastatur und dem Display. Aber sie hatten einen DOS-kompatiblen Kleincomputer vor sich, der sogar in die Innentasche eines Mantels passte. Und tatsächlich lassen sich einige Funktionen des Portfolio auch heute nutzen - durchaus auch im Alltag, der Kalender beispielsweise.

Wirklich interessant wird der Portfolio aber erst, wenn man ihn mit zusätzlicher Software bestückt, die im Internet leicht zu finden ist. Wer allerdings zusätzliche Programme auf den kleinen Computer spielen möchte, braucht zusätzliche Hardware - beispielsweise das Parallel-Interface und einen passenden DOS-PC. Etwas Nerdtum ist entsprechend Voraussetzung, wenn man etwas mehr mit dem Portfolio anfangen möchte.

Geschichtlich gesehen bedeutete der Portfolio keinen langfristigen Erfolg für Atari: Das Unternehmen hatte keinen Nachfolger veröffentlicht, stattdessen verschwand das Gerät nach der Fusion mit JTS im Jahr 1996. Im Jahr 1998, also nicht einmal zehn Jahre nach der Veröffentlichung des Portfolio, gelangten die Markenrechte an Hasbro.

  • Atari hat den Portfolio im Jahr 1989 vorgestellt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Portfolio war einer der ersten Palmtop-PCs, also ein vollwertiger Computer mit Tastatur in kleinem Format. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Als Betriebssystem wird DIP-DOS verwendet, das mit MS DOS 2.11 kompatibel ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zu den vorinstallierten Anwendungen gehört ein nützlicher und übersichtlicher Kalender. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der interne Speicher ist limitiert, daher ist die Verwendung einer Speicherkarte eigentlich Pflicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Zusammengeklappt erinnert der Portfolio auf den ersten Blick an eine VHS-Kassette. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Klappgelenk quietscht mittlerweile bei den meisten Portfolios. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • An den Portfolio kann ein Parallel-Interface angeschlossen werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Interface ermöglicht es, Daten zwischen dem Portfolio und einem PC auszutauschen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die vorinstallierten Anwendungen und Einstellungen lassen sich über ein Pop-up-Menü aufrufen - oder über Shortcuts auf der Tastatur. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Portfolio wird wahlweise mit Batterien oder einem externen Netzteil betrieben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hersteller des Portfolio war die Atari Corporation, die es seit spätestens 1998 in dieser Form nicht mehr gibt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Unsere Memory Card hat 64 KByte Speicher. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Portfolio kann auch gespielt werden - beispielsweise ein Tetris-Klon. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Auf dem Portfolio kann auch gespielt werden - beispielsweise ein Tetris-Klon. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

So sehr der Portfolio ein Ausreißer im damaligen PC-Markt war, so wegweisend war das Gerät im Nachhinein: Als erster Palmtop war der Portfolio der erste Vertreter einer langen Reihe an kleinen, produktiven Rechnern, wie sie später als Palm- oder Compaq-Handhelds oder auch Geräte wie der Nokia Communicator existierten.

Wer sich heute einen Portfolio kaufen möchte, findet beispielsweise auf Ebay zahlreiche Angebote. Ein gutes, funktionsfähiges Exemplar kostet - je nach Zubehör - zwischen 50 und 150 Euro. Manchmal findet sich das Gerät auch auf Flohmärkten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Datenübertragung per parallelem Interface
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. ASUS Radeon RX 6900 XT TUF GAMING OC 16GB für 1.729€)

1st1 16. Okt 2019

Naja, ich hoffte, du hast das schonmal gemacht, die Positionen aller Kondensatoren und...

nuffy 14. Okt 2019

@Golem, kein Wunder, dass Seehofer glaubt, alle Gamer (und wahrscheinlich IT-ler) wären...

yumiko 11. Okt 2019

Naja, bei meinem Athlon ging das mit der Karte ja noch (Board hatte ISA, PCI, AGP...

hl_1001 11. Okt 2019

Danke für die Info!

ConiKost 11. Okt 2019

Nein, das ist korrekt. Der PofoClub hatte sich 2005 aufgelöst.


Folgen Sie uns
       


Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit

Im Testvideo stellt Golem.de das Remake des epischen Fantasy-Rollenspiels Demon's Souls für die Playstation 5 vor.

Demon's Souls Remake (PS5) - Fazit Video aufrufen
Chaos Computer Club: Was eine Smoking Gun von Huawei anrichten könnte
Chaos Computer Club
Was eine Smoking Gun von Huawei anrichten könnte

Der Chaos Computer Club hat einmal durchgespielt, welche Möglichkeiten ein böswilliger Ausrüster im 5G-Netz wirklich hätte. Dies wird vom IT-Sicherheitsgesetz aber ignoriert.
Ein Bericht von Achim Sawall

  1. Wochenrückblick Durch die Hintertür
  2. Kritische Infrastruktur Massive Probleme im europäischen Stromnetz
  3. rC3 Neue Tickets für den CCC

Logitech vs. Cherry: Leise klackert es im Büro (oder auch nicht)
Logitech vs. Cherry
Leise klackert es im Büro (oder auch nicht)

Tastaturen für die Büroarbeit brauchen keine Beleuchtung - gut tippen muss man auf ihnen können. Glücklich wird man sowohl mit der Logitech K835 TKL als auch mit der Cherry Stream Desktop.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Razer Huntsman V2 Analog im Test Die Gamepad-Tastatur
  2. SPC Gear Mechanische TKL-Tastatur mit RGB kostet 55 Euro
  3. Launch Neue Details zur Open-Source-Tastatur von System76

IBM: Von der Lochkarte zum Quantencomputer
IBM
Von der Lochkarte zum Quantencomputer

Weiße Hemden, aber nicht immer eine weiße Weste - wir blicken zurück auf 110 Jahre IBM-Firmengeschichte.
Von Martin Wolf

  1. IBM Deutschland IBM-Beschäftigte wehren sich in Webex gegen Kündigungen
  2. IBM spart "Die meisten Blockchain-Leute bei IBM sind gegangen"
  3. Skills IBM Deutschland plant fast 1.000 Kündigungen

    •  /