Atari 2600: Rund 700 E.T. werden verkauft

Ende April 2014 sind auf einer Müllkippe nahe der US-Kleinstadt Alamogordo (New Mexico) tatsächlich die verschollenen Versionen des Atari-Spiels E.T. aufgetaucht. Nun steht zumindest ungefähr fest, dass 600 bis 700 Cartridges zusammen mit einem Echtheitszertifikat an Spieler und Sammler verkauft werden. Das hat ein Sprecher der Aktion unter anderem laut der Lokalzeitung Alamogordo News(öffnet im neuen Fenster) gesagt. Nebenbei hat er bestätigt, dass neben E.T. auch Speichermodule anderer Klassiker gefunden wurden, darunter Missile Command und Asteroids.
Details über den geplanten Verkauf liegen noch nicht vor. Eine Reihe von Exemplaren des Spiels gehen an die beteiligten Filmunternehmen, die im Auftrag von Microsoft nach E.T. gesucht haben, sowie an Museen. Falls es weiteren Bedarf gebe, so sei der einfach zu decken: Schätzungen zufolge liegen noch knapp 800.000 weitere Exemplare von E.T. auf der Müllkippe.
Der Dokumentarfilm, der bei den über 50.000 US-Dollar teuren Ausgrabungen entstanden ist, soll bei der US-Messe Comic Con im Juli 2014 Premiere haben. Wann er dann über Xbox Live zu sehen ist, ist noch nicht bekannt – vermutlich erst Ende 2014.
Das Spiel gilt bei einigen Kritikern als das bislang schlechteste der Videospielgeschichte und als ein Auslöser für den sogenannten Videogame-Crash von 1983 und 1984, wie die massiven Umsatzrückgänge in der damals noch jungen Branche heute genannt werden.
Beides ist vermutlich nicht ganz richtig: E.T. bekam nach seiner Veröffentlichung zwar keine guten, aber auch keine durchgehend vernichtenden Tests; eine im Browser spielbare Version gibt es hier(öffnet im neuen Fenster) . Für den Crash gab es mehrere Ursachen – wenn überhaupt, war der arme Außerirdische bestenfalls eine kleine.