Abo
  • IT-Karriere:

At Commands: Android-Smartphones durch Modem-Befehle verwundbar

Die Modems in Smartphones lassen sich über sogenannte At-Befehle steuern. Forscher untersuchen in einer ausführlichen Studie nun systematisch die verfügbare Befehle, über die sich auch Android-Systeme manipulieren, die Display-Sperre umgehen oder Daten herausleiten lassen.

Artikel veröffentlicht am ,
Forscher habem in Samsung Galaxy S8+ (r.) einen Fehler entdeckt, der im Vorgängermodell bereits behoben worden ist.
Forscher habem in Samsung Galaxy S8+ (r.) einen Fehler entdeckt, der im Vorgängermodell bereits behoben worden ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit Hilfe des At-Befehlssatzes, der bereits Anfang der 80er Jahre erstmals genutzt worden ist, lassen sich Modems in Telefonen konfigurieren. Die mittlerweile als Industriestandard benutzte Technik wird auch weiterhin in Smartphones genutzt und führte hier auch schon in der Vergangenheit zu Sicherheitslücken. Ein Forscherteam der Universität Florida hat gemeinsam mit der Forschungsabteilung von Samsung nun systematisch nach At-Befehlen in Smartphones gesucht und auch einige Sicherheitslücken gefunden.

Stellenmarkt
  1. Institut Franco-Allemand de Recherches Saint-Louis, Weil am Rhein
  2. NETZSCH-Gerätebau GmbH, Selb (Raum Hof)

Für seine Untersuchung hat das Team mehr als 2.000 Firmware-Abbilder für Geräte von elf Herstellern überprüft und konnte so ungefähr 3.500 verschiedene At-Befehle erhalten. Die meisten dieser Befehle wurden jedoch weder standardisiert noch von den Herstellern dokumentiert. Vorgestellt haben die Forscher ihre Arbeit auf der Usenix-Security-Konferenz und sie in einem dazugehörigen Paper dargelegt.

At-Befehle werden zu Sicherheitslücken

Zusätzlich zu der umfassenden Analyse zum Bestehen bisher teils auch weitgehend unbekannter At-Befehle haben die Forscher diesen Korpus als Ausgangslage für weitere Untersuchungen an einigen bestimmten Smartphones genutzt. Denn viele der At-Befehle lassen sich je nach Gerät und Hersteller problemlos über die USB-Schnittstelle der Smartphones verwenden, wobei unter Umständen auch das Android-System sowie dessen Sicherheitsvorkehrungen umgangen werden. In den Tests des Teams galt das standardmäßig für Geräte von LG und Samsung.

Angreifer könnten darüber leicht Anrufe tätigen, Datenverbindungen aufbauen, die Firmware der Geräte zurücksetzen oder auch mit neuen Abbildern flashen. Ebenso können über die Befehle Daten ausgelesen werden sowie Information wie Seriennummer oder IMEI der Geräte. Ebenso könnten IMEI oder auch die SIM-PIN geändert werden. In einem Fall gelang es dem Team sogar, den USB-Debug-Modus zu aktivieren und gemeinsam mit einem At-Befehl die Display-Sperre eines Gerätes zu deaktivieren.

Das Team hat die aufgefundenen Sicherheitslücken an die Hersteller gemeldet, die diese bereits auch behoben haben. Die Forscher weisen aber ebenso darauf hin, dass einer der Fehler bereits vor rund zwei Jahren an Samsung gemeldet und für das S7 Edge auch behoben worden ist. In Samsung S8+ trat der Fehler aber erneut auf.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 5,99€
  2. 2,49€
  3. 38,99€

Phantom 28. Aug 2018

S7 ist nicht S7 Edge

Eierspeise 28. Aug 2018

23 Kommentare in 20 Stunden. Mit Apple/iPhone/iOS als Aufhänger haste das in einer.

M.P. 28. Aug 2018

Damals hat man auch nicht sorglos einen beliebiges Netzteil mit einem mechanisch...

Mr_X 27. Aug 2018

Hallo Leute! Ich hab den Code mal bei mir kompiliert. Code ist zu finden hier: https...


Folgen Sie uns
       


Motorola One Vision - Hands on

Das zweite Android-One-Smartphone von Motorola heißt One Vision. Es hat eine 48-Megapixel-Kamera von Samsung, die vor allem auf gute Aufnahmen bei schwachem Licht optimiert wurde. Das Smartphone mit dem 7:3-Display kommt Ende Mai 2019 für 300 Euro auf den Markt.

Motorola One Vision - Hands on Video aufrufen
Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren US-Post testet Überlandfahrten ohne Fahrer
  2. Mercedes-Sicherheitsstudie Wenn das Warndreieck autonom aus dem Auto fährt
  3. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus

LTE-V2X vs. WLAN 802.11p: Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?
LTE-V2X vs. WLAN 802.11p
Wer hat Recht im Streit ums Auto-WLAN?

Trotz langjähriger Verhandlungen haben die EU-Mitgliedstaaten die Pläne für ein vernetztes Fahren auf EU-Ebene vorläufig gestoppt. Golem.de hat nachgefragt, ob LTE-V2X bei direkter Kommunikation wirklich besser und billiger als WLAN sei.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Vernetztes Fahren Lobbyschlacht um WLAN und 5G in Europa
  2. Gefahrenwarnungen EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

    •  /