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Asus Zenfone 10 im Test: Das beste kleine Android-Smartphone am Markt

Auf Asus können sich Fans kleiner Top-Smartphones verlassen: Das Zenfone 10 vereint ein kompaktes Format und Spitzen-Hardware zu einem interessanten Paket.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Zenfone 10 von Asus (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Der Markt an kleinen Smartphones mit Top-Ausstattung ist in den letzten Jahren überschaubar geworden: Sony hat seine ursprüngliche Compact-Reihe eingestellt, von Apple kommen kleine Smartphones nicht in verlässlicher Frequenz. Asus hingegen lässt sich davon nicht beeindrucken und hat mit dem Zenfone 10 ein neues kompaktes Premiumgerät präsentiert.

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Das Zenfone 10 hat wie sein Vorgänger ein 5,9 Zoll großes AMOLED-Display mit FHD+-Auflösung, das eine Bildrate von bis zu 120 Hz unterstützt. Möglich sind sogar 144 Hz, dies aber nur über den vorinstallierten Gaming-Hub Game Genie in Spielen. Der Bildschirm hat eine sehr gute Blickwinkelstabilität und gute Farben.

Dank der kompakten Ausmaße des Displays liegt das Zenfone 10 angenehm in der Hand: Es ist 145 x 68 x 9,5 mm groß und damit kleiner als andere kleine Modelle aktueller Smartphone-Serien, wie etwa das Galaxy S23 oder das Pixel 7. Allzu klein ist aber auch das Zenfone 10 nicht: Wenn wir mit dem Daumen der rechten Hand die linke obere Ecke des Display erreichen wollen, müssen wir die Position des Smartphones dennoch ändern.

Qualcomms stärkstes SoC und reichlich Arbeitsspeicher

Trotz der Größe müssen wir keine Abstriche bei der Leistung machen: Im Zenfone 10 steckt ein Snapdragon 8 Gen 2, das aktuell leistungsfähigste SoC von Qualcomm. In den Benchmarktests liegt das Zenfone wenig überraschend auf gleichem Niveau wie das ROG Phone 7 Pro, das das gleiche Chipset verwendet. Zusammen mit den maximalen 16 GByte Arbeitsspeicher läuft unser Testgerät in allen Situationen flüssig – die ebenfalls verfügbaren Modelle mit 8 GByte sollten ausreichen.

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Das Zenfone 10 hat eine Rückseite aus einem Verbundstoff, der sich rau und wie Pappe anfühlt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [1/16]

Das Zenfone 10 ist deutlich kompakter als die üblichen Smartphones mit vergleichbarer Leistung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [2/16]

Das Zenfone 10 hat ein Dualkamerasystem ohne Teleobjektiv. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [3/16]

Das Display ist 5,9 Zoll groß. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [4/16]

Im Einschalter ist der Fingerabdrucksensor untergebracht, der auch mit Wischbewegungen belegt werden kann. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [5/16]

Im Inneren des Zenfone 10 steckt Qualcomms Snapdragon 8 Gen 2. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [6/16]

Das Zenfone 10 liegt angenehm kompakt in der Hand. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [7/16]

Tageslichtaufnahmen mit der Hauptkamera sind ausreichend scharf, aber nicht so detailreich wie bei der Konkurrenz. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [8/16]

Auch bei Superweitwinkelaufnahmen fällt auf, dass die automatische Bildbearbeitung die Sättigung teilweise extrem erhöht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [9/16]

Ein optisches Tele hat das Zenfone 10 nicht - bei niedriger Vergrößerung sind die Ergebnisse aber noch gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [10/16]

Bei maximaler achtfacher Vergrößerung nimmt die Bildqualität ab. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [11/16]

Die Frontkamera macht gute Bilder. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [12/16]

Mit dem Nachmodus lassen sich auch bei schlechter Beleuchtung Aufnahmen machen, die allerdings keine besonders herausragende Schärfe haben. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [13/16]

Sehr dunkle Szenen hellt der Nachtmodus extrem auf, was zu Lasten der Artefakte geht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [14/16]

Auch das Superweitwinkelobjektiv lässt sich mit dem Nachtmodus verwenden. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [15/16]

Ein weiteres Beispiel für die hohe Dynamik des Nachtmodus (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de) [16/16]

Aufgrund der Platzverhältnisse hat auch das Zenfone 10 wie sein Vorgänger eine Dualkamera; ein Teleobjektiv fehlt dem Smartphone. Die Hauptkamera hat 50 Megapixel, die Superweitwinkelkamera 13 Megapixel. Auf der Vorderseite ist im Display eine Selfie-Kamera mit 32 Megapixeln eingebaut.

Grundsätzlich verwendet die Hauptkamera des Zenfone 10 Pixel-Binning und fasst Pixel zusammen, so dass Bilder mit 12,6 Megapixeln entstehen. Volle 50 Megapixel können wir verwenden, indem wir die Option in den Kameraeinstellungen auswählen. Die Schärfe der Standardbilder ist in Ordnung, im Vergleich zu anderen Top-Smartphones aber weniger gut.

Asus ist einer der wenigen Hersteller, der mit den KI-Bildverbesserungen des Snapdragon 8 Gen 2 wirbt: Während der Aufnahme analysiert das Smartphone verschiedene Bildbereiche und bearbeitet sie. Dabei hat es Asus unserer Meinung nach etwas übertrieben: Das Blau des Himmels und das Grün der Bäume werden für unseren Geschmack viel zu stark betont und sind übersättigt. Ausschalten können wir das nicht.

Gute Nachtaufnahmen ohne Verwackler

Für Nachtaufnahmen hat das Zenfone 10 einen Nachtmodus, der die Belichtungszeit automatisch verlängert. Aus der Hand gelingen dank Stabilisierung scharfe Aufnahmen, bei denen auch sehr dunkle Bereiche stark aufgehellt werden. Von der Belichtung her ist uns das teilweise schon etwas zu hell, Details sind dadurch aber sehr gut zu erkennen.

Allerdings leidet die sowieso nicht besonders hohe Schärfe unter sehr starker Aufhellung, auch die Artefakte sind bereits bei Aufnahmen mit der Hauptkamera deutlich sichtbar. Der Nachtmodus funktioniert auch mit der Superweitwinkelkamera, die Bilddynamik ist dort aber wesentlich schlechter und das Rauschen sehr stark.

  1. Eingebauter Gimbal bringt gute Stabilisierung
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