Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Asus Zenbook Flip S im Hands On: Schön leicht für ein Umklapp-Tablet

Computex 2017
Die Zenbook-Familie bekommt Zuwachs. Das schicke Convertible Flip S ist vor allem für Notizschreiber interessant, die nicht auf die typische Gewichtsbalance eines Notebooks verzichten wollen. In Deutschland wird das Gerät aber teuer.
/ Andreas Sebayang
1 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Das Zenbook Flip S ist trotz Gelenk schön dünn. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
Das Zenbook Flip S ist trotz Gelenk schön dünn. Bild: Andreas Sebayang/Golem.de

Das leichte Zenbook Flip S gehört zu den angenehmen Umklapp-Convertibles. In der Handhabung macht sich das geringe Gewicht von 1,1 kg positiv bemerkbar. Wir können uns vorstellen, vor allem im Tablet-Modus damit gut zu arbeiten. Das Gerät ist mit seinem 13,3-Zoll-Display allerdings auch ziemlich groß. Das ist zwar im Notebook-Betrieb angenehm, für ein Tablet aber etwas unhandlich. Dafür entschädigt das große Schreibareal, das mit einem druckempfindlichen Stift funktionieren soll.

Asus Zenbook Flip S – Hands on
Asus Zenbook Flip S – Hands on (01:03)

Im Hands on hatte unser Demogerät mit dem Stift aber noch Probleme, offenbar waren einige Treiber noch nicht final und ab und an musste Asus das Gerät auf dem Messestand auf der Computex 2017 neu starten. Solche Probleme sind aber nicht ungewöhnlich in dieser Entwicklungsphase; noch werden die Convertibles nicht produziert.

Einen typischen Nachteil der Gerätegattung wird Asus aber auch in Zukunft nicht lösen können: Die Tastatur, die nicht eingezogen wird, bleibt offen und wird dadurch beim Einsatz unterwegs auch schmutzig. Beim Greifen werden außerdem nachgebende Tastenelemente getroffen. In der Tablet-Position bleibt das Zenbook Flip bei unserem kurzen Test stabil.

Auch das Gehäuse macht einen guten Eindruck. Es gibt zwar eine gewisse Flexibilität, aber die stört nicht und dämpft grobe Handhabung etwas ab. Im normalen Betrieb fällt sie nicht auf. Insgesamt gefällt uns die Qualität des Prototyps, auch in den Details. So sind die sehr kleinen Logos neben Fingerabdrucksensor und USB-Anschlüssen nicht aufgedruckt, sondern Teil der Gehäuseform. Dadurch dürfte sich zwar etwas Schmutz ansammeln, dafür sind solche Logos dauerhaft beständig. Zudem sind die USB-Buchsen vorbildlich beschriftet.

Anschlüsse gibt es erwartungsgemäß nicht viele. Ein Headset-Anschluss und zwei USB-C-Buchsen verlangen nach einer Adaptersammlung, die der Anwender mit sich führen muss. Schade, dass es nicht für einen Kartenleser gereicht hat! Der Konstruktion geschuldet ist zudem die fehlende Möglichkeit, den Stift irgendwo im Gehäuse zu versenken. Der Stift selbst ist immerhin angenehm groß.

Schon das Full-HD-Panel ist angenehm

Nur begrenzt können wir Display und Ton beurteilen. Das Muster, das uns zur Verfügung stand, hatte kein 4K-UHD-Panel, sondern bot nur 1.920 x 1.080 Pixel. Wir empfanden das aber als ausreichend. Selbiges gilt für die Panel-Helligkeit, die selbst unter den Präsentationsscheinwerfern ordentlich war. Dass das Display spiegelt, nervte ein bisschen, insbesondere da keine fettabweisende Schicht zu erkennen war.

Asus hat nach eigenen Angaben die Lautstärke erheblich verbessert, wir können das nicht bestätigen. Wir empfanden die Lautstärke als halb so hoch wie beim Macbook 2015, das wir zum Vergleich in der nicht gerade leisen Halle einen Trailer abspielen ließen. Der Klang des Asus war dafür verzerrungsfrei. Bei unserem Test des Zenbook 3 war das noch anders .

Potenziell leises, aber auch teures Gerät

Leise ist erfreulicherweise offenbar auch das Gerät selbst, soweit wir das im Präsentationsraum beurteilen konnten. Unter Last hörten wir erst etwas, wenn wir unser Ohr direkt an den Luftauslass hielten. Die Wärmeverteilung scheint auch gut zu funktionieren, allerdings wird nur der linke Bereich warm.

Das Gerät kommt zu einem stolzen Preis in den Handel. Uns sagte Asus, dass der Einstiegspreis wohl bei 1.400 Euro liegen wird. Damit dürften die in den USA nicht unüblichen Sparkonfigurationen von High-End-Notebooks in Deutschland nicht angeboten werden, denn die kosten rund 1.100 US-Dollar (vor Steuern) für das Zenbook Flip S . Noch ist uns die exakte Ausstattung jedoch nicht bekannt. Preislich liegt das neue Zenbook-Convertible hierzulande damit im Bereich gut ausgestatteter Business-Notebooks, bei denen Preise um die 1.500 Euro normal sind. Dafür gibt es dann allerdings auch gute Garantien und Wartbarkeit über einen langen Zeitraum.


Relevante Themen