Asus und Philips: EU verhängt Strafen wegen Preistreiberei im Onlinehandel

Asus, Philips, Denon & Marantz und Pioneer haben Onlinehändler bedroht, die ihre Produkte zu günstig anboten. Sie zahlen jetzt 111 Millionen Euro Strafe, das Geld geht an die EU-Kommission.

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EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager
EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager (Bild: EU-Kommission)

Die EU-Kommission hat gegen mehrere Elektronikhersteller eine Geldstrafe von insgesamt 111 Millionen Euro wegen Preisverzerrungen im Onlinehandel verhängt. Das gab die Wettbewerbsbehörde am 24. Juli 2018 bekannt. Asus, Philips, Denon & Marantz und Pioneer hätten Onlinehändlern Fest- oder Mindestpreise für Produkte vorgegeben. Die größte Einzelstrafe zahlt Asus mit rund 64 Millionen Euro.

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Die vier Hersteller schalteten sich besonders bei Onlinehändlern ein, die ihre Produkte zu niedrigen Preisen anboten. Wenn sie sich nicht an die verlangten Preise hielten, gab es Drohungen oder Sanktionen wie Belieferungsstopp.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager: Höhere Preise für Millionen Verbraucher

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte: "Mehr als die Hälfte der Europäer kaufen jetzt auch über das Internet ein. Die Maßnahmen der vier Unternehmen haben für Millionen von Verbrauchern in Europa zu höheren Preisen für Küchengeräte, Haartrockner, Notebooks, Kopfhörer und viele andere Produkte geführt. Das verstößt gegen das EU-Kartellrecht und ist somit rechtswidrig."

Alle vier Unternehmen arbeiteten mit der EU-Kommission zusammen, indem sie Beweismittel vorlegten und den Sachverhalt anerkannten. Daher wurden die Geldbußen für Asus, Denon & Marantz und Philips um 40 Prozent und für Pioneer um 50 Prozent ermäßigt.

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Personen und Unternehmen, die von dem Verhalten betroffen sind, können vor den Gerichten der Mitgliedstaaten auf Schadensersatz klagen. Doch geschädigt wurden die Konsumenten, die abermals nichts erhalten.

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