Abo
  • Services:
Anzeige
Asus Tinker-Board auf Asus-Motherboard
Asus Tinker-Board auf Asus-Motherboard (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Asus Tinker Board im Test: Buntes Lotterielos rechnet schnell

Asus Tinker-Board auf Asus-Motherboard
Asus Tinker-Board auf Asus-Motherboard (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mit 1,8 GHz und 2 GByte RAM bietet das Tinker Board von Asus ordentliche Hardware. Die würde auch Spaß machen, wenn ein merkwürdiges Verhalten das Arbeiten mit dem Rechner nicht zur Lotterie machen würde.
Ein Test von Alexander Merz

Nachtrag vom 13. März 2017

Am 10. März 2017 erschien die neue Version 1.4 von TinkerOS. Sie behebt das Netzwerkproblem. Abstürze des Window-Managers treten allerdings weiterhin auf, wenn anscheinend auch seltener. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst.

Anzeige

Lohnt sich ein Test oder lohnt er sich (noch) nicht? Diese Frage konnten wir nicht beantworten, bevor wir es getan hatten. Denn Asus hat den Raspberry-Pi-Klon Tinker Board heimlich, still und leise herausgebracht und hält sich immer noch mit Details zurück; eine Pressemitteilung zur Markteinführung steht weiterhin aus. Dabei ist das Board bereits bei ersten deutschen Händlern zu haben, andere haben es angekündigt. Als wir ein Board zum Testen von Asus erhielten, legten wir kurzentschlossen los. Und waren durchaus überrascht: Das Tinker Board taugt als Arbeitsrechner und Mediacenter - gäbe es da nicht eine sehr unangenehme Macke.

Das Tinker Board ist der erste Bastelrechner eines bekannten Hardwareherstellers. Allein das verleiht ihm eine Sonderstellung. Um so mehr ist es zu begrüßen, dass Asus nicht versucht, neue Standards zu definieren. Das Board entspricht hinsichtlich der Abmaße und Anschlüsse einem Raspberry Pi. Allerdings ist der Prozessor mit 1,8 GHz schneller getaktet, der RAM doppelt so groß und der Ethernet-Anschluss bietet Gigabit-Geschwindigkeit. Anders als bei vielen anderen Boards kann auch ohne Lötkolben das WLAN-Modul mit einer externen Antenne verbunden werden.

  • Asus Tinker Board auf Asus-Motherboard (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Prozessor des Tinker Boards (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Symbole auf dem Board sind eher eine Spielerei... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... die farblich markierten Pins hingegen praktisch. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Bei den Anschlüssen und den Abmaßen unterscheiden sich der Raspberry Pi 3 und das Asus Tinker Board nicht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Asus Tinker Board auf Asus-Motherboard (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Mehr Farben für einfache Benutzung

Der erste Eindruck beim Auspacken ist positiv. Das farbenfrohe, sauber verarbeitete Board hebt sich vom üblichen Platinen-Einerlei ab. Die farbig markierten Pins der GPIO-Leiste bieten einen echten Mehrwert, wir würden sie gerne auch beim Raspberry Pi haben. Kleine Symbole auf der Platine markieren auch die Funktion der Anschlüsse. Das ist zwar hübsch, sonderlich nützlich sind die Symbole aber nicht. Leider hat uns Asus das Tinker Board nicht in der Originalverpackung geschickt. Darin sollen sich auch ein Kühler für den Prozessor und eine kurze Anleitung befinden. Beides können wir deshalb nicht beurteilen.

Zum Zeitpunkt des Tests hat Asus die zugehörige Webseite für das Tinker Board noch nicht öffentlich bekanntgegeben. Per Suchmaschine ist sie aber zu finden. Dort laden wir das Betriebssystem-Image herunter und übertragen es auf eine Micro-SD-Karte.

Großer Strombedarf schon beim Booten

Asus empfiehlt ein Netzteil mit 5 Volt und 2 Ampere mit Micro-USB-Stecker. Als wir das Tinker Board starten, zeigt sich, dass die Empfehlung ernstzunehmen ist. Schon beim Booten benötigt es bis zu 1,24 Ampere, bei unseren späteren Benchmarks kratzen wir an der 1,5-Ampere-Marke. Auch im Leerlauf benötigt das Board noch gut 0,5 Ampere. Bereits jetzt wird der Rockchip-Prozessor auch merklich warm. Wir nutzen unseren Tischlüfter als erprobtes Kühlmittel.

Der Desktop der TinkerOS genannten Linux-Distribution ist spartanisch. Lediglich Chromium und ein Musikplayer sind installiert, neben den einschlägigen Konfigurationsprogrammen.

Wir werfen einen Blick auf die OS-Details. TinkerOS basiert auf Linaro, das seinerseits auf Debian basiert. Linaro ist ein Zusammenschluss verschiedener Unternehmen, um eine einheitliche Linux-Distribution für ARM-Rechner bereitzustellen. Der Fokus liegt dabei eher auf industriellen Anwendungen. Es kommt ein 32-Bit-Kernel 4.4 (ARMv7l) zum Einsatz.

Um ein paar Programme zu installieren, stecken wir ein Ethernetkabel ein.

Rechner sucht Verbindung 

eye home zur Startseite
gema_k@cken 13. Mär 2017

Ich streame gelegentlich (RPi3 ist momentan nur der Backup-Plex-Server) von meiner NAS...

linmob 23. Feb 2017

Guck mal hier, ich habe einfach Pakete installiert: https://archlinuxarm.org/packages...

nille02 23. Feb 2017

Custom ROMs gibt es nur für einen kleinen Teil der Android Geräte. Und auf Kernelseite...

lc 23. Feb 2017

Ja, ich habe auch ein Raspi3 fuer Kodi. Ich will aber etwas mit mehr power fuer Backups...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Vaihingen
  2. GK Software AG, Schöneck, Pilsen (Tschechische Republik)
  3. Deutsche Schillergesellschaft e. V., Marbach am Neckar
  4. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach


Anzeige
Top-Angebote
  1. 15,51€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf + 3 Versand)
  2. 25,84€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf + 3 Versand)
  3. (u. a. Underworld Awakening 9,99€, Der Hobbit 3 9,99€ und Predestination 6,97€)

Folgen Sie uns
       


  1. Wahlprogramm

    SPD will 90 Prozent der Gebäude mit Gigabit-Netzen versorgen

  2. Erziehung

    Erst schriftliche Einwilligung, dann Whatsapp für Kinder

  3. Grafikkarte

    Sapphire bringt Radeon RX 470 für Mining

  4. Betrug

    FTTH-Betreiber wehren sich gegen Glasfaser-Werbelügen

  5. Gamescom

    Mehr Fläche, mehr Merkel und mehr Andrang

  6. Anki Cozmo ausprobiert

    Niedlicher Programmieren lernen und spielen

  7. Hyperkonvergenz

    Red Hat präsentiert freie hyperkonvergente Infrastruktur

  8. Deutsche Telekom

    Narrowband-IoT-Servicepakete ab 200 Euro

  9. Malware

    Der unvollständige Ransomware-Schutz von Windows 10 S

  10. Skylake und Kaby Lake

    Debian warnt vor "Alptraum-Bug" in Intel-CPUs



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Panasonic Lumix GH5 im Test: Die Kamera, auf die wir gewartet haben
Panasonic Lumix GH5 im Test
Die Kamera, auf die wir gewartet haben
  1. Die Woche im Video Scharfes Video, spartanisches Windows, spaßige Switch

Stehpult ausprobiert: Aufstehen gegen Rückenschmerzen
Stehpult ausprobiert
Aufstehen gegen Rückenschmerzen
  1. Stellenmarkt Softwareentwickler haben nicht die bestbezahlten IT-Jobs
  2. Looksee Wellington Neuseeland zieht mehr IT-Experten an
  3. Jobs Deutschland kann seinen IT-Fachkräftemangel selbst lösen

Assassin's Creed Origins angespielt: Ubisoft verschafft den Auftragskillern Ruhepausen
Assassin's Creed Origins angespielt
Ubisoft verschafft den Auftragskillern Ruhepausen
  1. Xbox One X Probefahrt mit der X-Klasse
  2. Ubisoft Chaoshasen, Weltraumaffen und die alten Ägypter
  3. Xbox One Supersampling im Zeichen des X

  1. Re: Hat erschreckender Weise recht

    rldml | 19:14

  2. Also eine Anschlußpflicht für Hausbesitzer

    barforbarfoo | 19:14

  3. Auch per Kabelverbindung nutzbar?

    Grummelbart | 19:11

  4. Sigfox ist günstiger

    mimimimi | 19:09

  5. Sänger

    mawa | 19:08


  1. 18:32

  2. 18:15

  3. 18:03

  4. 17:47

  5. 17:29

  6. 17:00

  7. 16:23

  8. 15:42


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel