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Asus Tinker-Board auf Asus-Motherboard
Asus Tinker-Board auf Asus-Motherboard (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Rechner sucht Verbindung

Nachdem das Ethernet-Kabel eingesteckt ist, scheitern die Verbindungen zunächst. Erst als wir auch das WLAN konfiguriert haben, klappt es merkwürdigerweise auch mit dem Ethernet. Auch später hakt der Aufbau der Ethernet-Verbindung, Ab- und Anschalten der Verbindung hilft aber stets. Wenn wir die neue Version 1.4 von TinkerOS einspielen, tritt das Problem nicht mehr auf.

Schließlich landen Libreoffice, VLC, Kodi und qpdfview auf dem Rechner. Die Installation von Mplayer scheitert, da dafür einige Bibliotheken in der Distribution zu alt sind, ein apt-get update apt-get upgrade behebt das Problem nicht.

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Multitasking macht Spaß

Wir können tatsächlich problemlos im Internet surfen, PDFs anschauen und nebenbei einen Artikel schreiben. Die Start- und Ladezeiten fühlen sich bei allen Programmen deutlich besser an als beim Raspberry Pi. Über die Bluetooth-Verbindung tauschen wir Dateien mit einem Smartphone aus und verwenden unseren Fernseher über das Tinker Board als Smartphone-Lautsprecher. Wir können uns ernsthaft vorstellen, das Tinker Board als produktive Arbeitsumgebung zu nutzen.

Sowohl VLC und Kodi spielen Videos problemlos ab, 4K-Videos nach h.264 bereiten keine Probleme. Allerdings steigt dabei die Prozessorleistung deutlich, wie es auch Asus dokumentiert. Eine native Unterstützung für die Videodekodierung soll nur der Rockchip-Videoplayer bereithalten. Den gibt es aber bislang anscheinend nur als Teil der Rockchip-Linux-Distribution und als Android-App.

Das Passwort bitte

Gerüchten zufolge hält sich Asus beim Tinker Board aufgrund von Qualitätsproblemen bei der TinkerOS-Distribution noch bedeckt. Wir fragen uns nach den ersten Minuten: Welche Probleme? Mit Ausnahme des Ethernet-Problems sind wir noch auf keinen Showstopper gestoßen.

Doch da passiert es: Ohne Vorwarnung oder Neustart sehen wir vor uns nur noch den Login-Bildschirm des Desktops. Wir loggen uns wieder ein (Nutzer: linaro, Passwort: linaro), alle Programme sind geschlossen. Libreoffice erlaubt uns beim erneuten Start wenigstens, den alten Inhalt eines Dokuments wiederherzustellen. Wir glauben zuerst, wir hätten eine falsche Tastenkombination erwischt.

Doch es passiert immer wieder. Wir prüfen die Temperatur des Chips, doch der ist kühl. Auch die Stromversorgung schließen wir aufgrund des 2-Ampere-Netzteils aus. Außerdem tritt das Problem unabhängig von der tatsächlichen Last, von den laufenden Programmen und ihrer Anzahl auf. Uns gelingt es nicht, das Problem gezielt auszulösen. Wir wissen nur, dass es früher oder später passiert, wenn wir auf dem Desktop, aber auch in Kodi hantieren. Es ist das reinste Lotteriespiel.

Nach dem Update von TinkerOS läuft der Window-Manager besser, Abstürze treten aber immer noch auf, wenn auch seltener. Kodi läuft hingegen mittlerweile stabil.

Keine Überraschung bei den Benchmarks

Wir fragen uns, wie wir unter diesen Bedingungen die Benchmarks durchführen sollen. Gewohnheitsmäßig verbinden wir uns per SSH mit dem Rechner zur Durchführung der Tests. Und stellen fest, dass das Login-Syndrom eben nur den Desktop betrifft. Aktionen auf der Kommandozeile führen nicht zum Login-Bildschirm auf dem Desktop.

Per Iperf testen wir die Netzwerkgeschwindigkeit. Das WLAN nach 802.11 b/g/n ist mit rund 26 Mbit/s bemerkenswert lahm, der Raspberry Pi 3 kommt auf 45 Mbit/s. Die Gigabit-Ethernet-Verbindung wird hingegen mit 936 Mbit/s ausgereizt.

Beim Sysbench-Test schlägt sich das Tinker Board erwartungsgemäß gut. Beim Single-Thread-Test erledigt er die Aufgabe in 122 Sekunden. Damit schlägt er nicht nur den Raspberry Pi 3, sondern auch den Banana Pi M3, der ebenfalls mit 1,8 GHz pro Kern getaktet wird. Beim Test mit 4 Threads ergibt sich ein ähnliches Bild.

Asus Tinker BoardRaspberry Pi 3Banana Pi M3
1 Thread123 Sekunden182 Sekunden159 Sekunden
4 Threads31 Sekunden45 Sekunden40 Sekunden
CPU-Test Sysbench Asus Tinker Board

Unter Unixbench kann das Tinker Board sogar teilweise mit dem Odroid C2 mit 64 Bit mithalten. Der Raspberry Pi 3 ist auch hier abgeschlagen.

Asus Tinker BoardRaspberry Pi 3Odriod C2
Gesamtindex954,0788,91270,7
Dhrystone-Index2737,01462,82760,9
Whetstone-Index783,9537,51029,3
Unixbench, 4 Threads - Asus Tinker Board
 Asus Tinker Board im Test: Buntes Lotterielos rechnet schnellVerfügbarkeit und Fazit 

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gema_k@cken 13. Mär 2017

Ich streame gelegentlich (RPi3 ist momentan nur der Backup-Plex-Server) von meiner NAS...

linmob 23. Feb 2017

Guck mal hier, ich habe einfach Pakete installiert: https://archlinuxarm.org/packages...

nille02 23. Feb 2017

Custom ROMs gibt es nur für einen kleinen Teil der Android Geräte. Und auf Kernelseite...

lc 23. Feb 2017

Ja, ich habe auch ein Raspi3 fuer Kodi. Ich will aber etwas mit mehr power fuer Backups...



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