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Asus Padfone Station: Telefonieren mit Stylus oder Android-Smartphone

MWC2012
Asus' Padfone ist ein Android-Smartphone, das ein eigenständiges Notebook überflüssig machen soll. Die 3-in-1-Lösung besteht aus einem Dock, einem Tablet und dem Padfone, das hinten in das Tablet gesteckt wird. Zudem kann der Stift als Bluetooth-Headset verwendet werden.
/ Andreas Sebayang
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Padphone und Padphone Station (Bild: Asus)
Padphone und Padphone Station Bild: Asus

Asus' Padfone ist ein Android-Smartphone, das sich in wenigen Schritten zu einem Notebookersatz ausbauen lässt. Padfone und Padfone Station sollen nach Asus' Willen Smartphone, Tablet und Notebook als eigenständige Geräte überflüssig machen. Stattdessen hat der Nutzer eine zusammensteckbare Kombination. Für unterwegs ist das Padfone als Mobiltelefon gedacht: ein Smartphone mit Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich, einem 4,3-Zoll-Bildschirm mit Amoled-Panel – geschützt von Gorilla-Glas – und mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln sowie einer 8-Megapixel-Hauptkamera für Fotos. Das Smartphone misst 128 x 65,4 x 9,2 mm.

Als Hauptprozessor kommt ein Qualcomm Snapdragon S4 (MSM8260A Krait) zum Einsatz. Der Speicher ist entweder 16, 32 oder 64 GByte groß, der Hauptspeicher 1 GByte. Die weiteren technischen Daten: Bluetooth 4.0, WLAN 802.11b/g/n (2,4 GHz), GPS und Micro-SDHC für Speicherkarten, GSM-Quadband und HSPA+ (900 und 2.100 MHz, 21 MBit/s Download, 5,76 MBit/s Upload). Damit ist das 129 Gramm schwere Padfone der Kern des ganzen Systems, das sich zu einem kleinen Notebook ausbauen lässt.

Asus Padfone Station – Hands on (MWC 2012)
Asus Padfone Station – Hands on (MWC 2012) (02:20)

Vom Smartphone zum Tablet...

Als Zwischenschritt muss das Padfone zu einem Tablet mit den Maßen 273 x 176,9 x 13,6 mm werden. In die Padfone Station lässt sich hinten das Smartphone einsetzen und unter einer Klappe verstecken. Das Tablet hat einen Akku, der damit die Kapazität auf das Fünffache erhöht. Das bedeutet aber vermutlich nicht, dass sich die Laufzeit dementsprechend erhöht, denn das Display des Tablets muss von dem 24,4-Wattstunden-Akku versorgt werden. Das Display hat 10 Zoll in der Diagonalen, wird von Gorilla-Glas geschützt und bietet eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Das Tablet besitzt wie das Padfone eine Frontkamera. Die rückwärtige Kamera hingegen fehlt, denn hier wird die des Padfones genutzt.

Die Padfone Station hat zudem externe Antennen für GPS und Mobilfunk sowie Micro-USB und Micro-HDMI. Über einen Dockconnector kann das 716 Gramm schwere Tablet weiter transformiert werden.

... und vom Tablet zum Notebook

Mit einem optionalen Dock wird das System zu einem zusammenklappbaren Notebook. Der Mechanismus ist identisch mit dem des Asus Transformer, das wir getestet haben. Technische Daten fehlen allerdings. So ist derzeit unklar, ob die bisherigen Docks kompatibel sind und welche Akkukapazität in der Tastatur steckt.

Mit der zusammengesteckten Kombination ist das Telefonieren natürlich schwer. Der Anwender wird bei einem Anruf nicht das Padfone auseinandernehmen, um ihn entgegenzunehmen. Außerdem telefoniert es sich beim Herumlaufen schlecht mit dem Notebook in der Hand.

Stift mit Mikrofon und Lautsprecher

Asus hat sich daher dafür entschieden, den Stift des Systems zu einem Headset zu machen. Der Anruf wird über das integrierte Bluetooth-Headset entgegengenommen und so kann der Anwender sich beim Telefonieren relativ frei bewegen. Zur Reichweite des Headsets gibt es leider keine Informationen.

Einen ähnlichen Ansatz hat Motorola mit seinem Atrix probiert. Den Zwischenschritt eines Tablets gibt es beim Atrix aber nicht, das Smartphone wird in ein Laptop-Dock eingesteckt.

Das Padfone samt Zubehör soll es ab April 2012 im Handel geben. Im dritten Quartal 2012 soll eine LTE-Version folgen. Der Asus-Chef gab zwar zu, dass diese weniger Akkulaufzeit bieten wird als das Standardmodell, aber er sieht sein Padfone im Vorteil aufgrund der drei Akkus im System.

Einen Preis hat das Unternehmen noch nicht verraten. Es ist aber sicher, dass die Kombination nicht billig wird – schließlich gibt es dafür neben dem Smartphone auch ein Tablet, ein Tastaturdock mit Akku und ein Headset in Stiftform.


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