Asus: Nach CEO-Abgang wird Asus' Smartphonesparte umstrukturiert

Der Asus-CEO Jerry Shen verlässt nach 25 Jahren das Unternehmen. Gleichzeitig wird der Konzern viel Geld in seine Smartphone-Sparte stecken und diese umstrukturieren. Das werde erst einmal negative Zahlen zur Folge haben, soll sich aber letztlich lohnen.

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Produkte wie das ROG Phone könnten künftig häufiger werden.
Produkte wie das ROG Phone könnten künftig häufiger werden. (Bild: Asus)

Jerry Shen, der derzeitige CEO des Taiwaner Hardwareherstellers Asustek, in Deutschland bekannt als Asus, wird Ende Dezember 2018 zurücktreten und das Unternehmen verlassen. Ihm soll ein Duo aus zwei Geschäftsführern folgen: Sy Hsu und Samson Hu, die vorher für die Abteilungen PC und Customer Care zuständig waren. Das berichtet das IT-Magazin Digitimes.

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Asus wolle zudem den Fokus seiner Smartphone-Sparte ändern. Diese soll sich auf Gamer und andere Power-User richten. Gaming-Produkte wie das ROG Phone, das erstmals auf der Computex 2018 gezeigt wurde, werden in Zukunft also häufiger vorkommen. Es könnte aber auch bedeuten, dass Produkte wie das Zenphone seltener werden.

Asus wird wohl Verluste im vierten Quartal verzeichnen

Zum Zweck der Umstrukturierung will Asus umgerechnet 177 Millionen Euro investieren - auch um die Verluste im Mobilsektor auszugleichen, schreibt Digitimes. Das fehlende Geld wird wohl dazu beitragen, dass die Profitabilität des Unternehmens im Jahr 2018 einen neuen Tiefstand erreichen werde. Im vierten Quartal wird das Unternehmen insgesamt Verluste schreiben. Dabei seien alle Unternehmensteile außer der Smartphone-Sparte finanziell im Grünen.

Shen selbst wird Asus nach 25 Jahren Betriebszugehörigkeit verlassen, bleibe aber in engem Kontakt. Er wolle seine eigene Firma gründen, die sich auf den Aiot-Sektor konzentriert - von Machine Learning gestützte IoT-Anwendungen. Der ehemalige Arbeitgeber Asus will an dieser Firma 30 Prozent der Anteile erwerben.

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2019 werde laut Digitimes weiter investiert, trotzdem wolle das Unternehmen seinen Aktionären zufriedenstellende Dividenden ausgeben. Die finanzielle Verfassung sei stark genug, um in einem noch recht jungen Sektor wie dem geplanten Aiot zu investieren - und eventuelle weitere Verluste zu riskieren. Asus hat momentan einen Nettowert von etwa 4,85 Milliarden Euro.

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