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Asus: 3-in1-PC, Tegra-4-Tablet und Fonepad Note

Eine Fülle neuer Geräte hat Asus in Taipeh angekündigt. Besonders stechen daraus eine Kombination aus Android-Tablet und Windows-Notebook hervor, ein günstiges 7-Zoll-Tablet und eine Alternative zum Galaxy Note.
/ Nico Ernst
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Asus-Chef Jonney Shih stellt das Transformer Book Trio vor. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
Asus-Chef Jonney Shih stellt das Transformer Book Trio vor. Bild: Nico Ernst/Golem.de

Am Vortag der Computex hat Asus im Rahmen einer Presseveranstaltung viele neue mobile Geräte sowohl für Android als auch für Windows vorgestellt. In bewährter Manier führte dabei Asus-Chairman Jonney Shih allein durch das Programm mit dem Motto "Transformation" .

Damit spielte Shih nicht allein auf den Markennamen an, unter dem die Tablets mit Tastaturdock seines Unternehmens verkauft werden. Er zeigte mit dem Tranformer Book Trio auch ein völlig neuartiges Gerät: Es ist auf den ersten Blick ein Notebook für Windows 8 mit Touchscreen. Im Display steckt aber noch ein vollwertiges Android-Tablet.

Das Tablet lässt sich abnehmen, auch während der PC - dessen Hardware steckt im Rumpf - in Betrieb ist. Dann startet automatisch der Android-Modus des Tablets. Der PC lässt sich auch ohne das Tablet weiterverwenden, es handelt sich um zwei eigenständige Geräte. Daher bezeichnet Asus das Trio auch als den ersten 3-in-1-PC, denn er hat drei Betriebsmodi: als Android-Tablet, Windows-Notebook und Desktop-PC. Für Letzteren gibt es ein Dock mit großem Bildschirm, in das der Rumpf eingeklinkt werden kann.

Eigentlich gibt es sogar noch einen vierten Modus, denn das Tablet lässt sich wie auch die Transformer Pads mit der Tastatur bedienen. Dann, so Shih, sollen sich 15 Stunden Akkulaufzeit ergeben. Wie lange das Gerät als Windows-Notebook durchhält, erwähnte der Asus-Chef nicht, und auch sonst gab es wie bei Computex-Ankündigungen üblich nur wenige Details zu Ausstattung, Verfügbarkeit und Preis. Die vorhandenen Daten finden sich in der Bildergalerie.

Da Jonney Shih mit Intel-Vize Tom Kilroy nur einen einzigen anderen Redner auf die Bühne bat, blieb es natürlich nicht aus, auch die Prozessoren im Trio zu erwähnen. Der Android-Teil wird von einem Atom Z2580 (Clover Trail) angetrieben, das Windows-Notebook von Intels neuem Haswell als Modell Core i7-4500U. Eigentlich wollte Intel die CPU, die mit zwei Kernen und einem Basistakt von 2,0 GHz arbeitet, erst am 4. Juni 2013 selbst ankündigen, für Asus machte man aber offenbar eine Ausnahme.

7-Zoll-Tablet ab 129 US-Dollar

Einen Preis nannte der Asus-Chef nur für ein Gerät, und er gab den Journalisten nicht ohne Grund den Tipp: "Halten Sie Ihre Kameras bereit." Denn was Asus für sein 7-Zoll-Tablet Memo Pad HD7 verlangt, ist schon eine deutliche Ansage in Richtung Apple und Google. 129 US-Dollar kostet die Variante mit 8 GByte, 149 US-Dollar diejenige mit 16 GByte.

Asus verbaut im HD7 einen nicht näher beschriebenen Quad-Core von Mediatek (MT8125) und ein IPS-Display mit 1.280 x 800 Pixeln. Eine UMTS-Variante ist nicht vorgesehen, auch einen Slot für Speicherkarten gibt es nicht. Der 15-Wattstunden-Akku soll zehn Stunden durchhalten. Das Tablet wird in vier verschiedenen Farben erhältlich sein: Schwarz, Weiß sowie in knalligem Gelb oder Rosa. Einen kleinen Seitenhieb auf Apple konnte sich Shih nicht verkneifen: "Leichter als das iPad Mini" , sagte er angesichts der 302 Gramm des HD7, Apples Vergleichsgerät wiegt in der Wifi-Version allerdings nur ganze sechs Gramm mehr.

Nur in Weiß zeigte Shih seine Alternative zu den Galaxy-Note-Smartphones von Samsung. Das hauseigene Produkt heißt Fonepad Note FHD6 und wird als "6-Zoll-Tablet mit 3G-Telefon" beworben. Das Kunstwort "Phablet" vermeidet Asus, ebenso soll das für ein Smartphone sehr große Gerät nicht direkt als Telefon verstanden werden. Für ein aktuelles High-End-Smartphone fehlt ihm zum Beispiel auch LTE oder ein schnellerer Prozessor als der Atom Z2560 mit 1,6 GHz.

Eine schnellere CPU, nämlich Nvidias Tegra 4 mit gleich 1,9 GHz, setzt Asus in seinem neuen Spitzentablet ein, dem Transformer Pad Infinity. Dessen 10-Zoll-Display zeigt 2.560 x 1.600 Pixel, genau wie das Nexus 10 von Google. Der Speicher ist 16 oder 32 GByte groß. Ob es auch einen Steckplatz für Micro-SD-Karten gibt, gab Asus nicht an. Im bei den Transformer-Pads üblichen Tastaturdock gibt es aber einen Slot für SD-Karten sowie eine Buchse für USB 3.0. Ob der bisher noch nicht verfügbare Tegra 4 auch schnell genug ist, um besonders fixe USB-3.0-Geräte auszureizen, die schon über 200 MByte/s erreichen, muss sich aber erst noch erweisen. Das Transformer Pad Infinity erscheint mit Android 4.2 alias Jelly Bean.

Ans Ende seines Vortrages stellte Jonney Shih ein Gerät, das sehr dem Mac Mini ähnelt - aber im Unterschied zu diesem sehr leicht erweiterbar sein soll. Das Oberteil des Vivo PC, der als HTPC ausgelegt ist, lässt sich laut Asus einfach abnehmen, um dann Festplatte oder SSD sowie Speichermodule wechseln zu können. Anders als bei vielen ähnlich kompakten PCs - das Gehäuse ist quadratisch mit 19 cm Kantenlänge - passt auch eine 3,5-Zoll-Festplatte in den Vivo PC. Sonst blieb Asus noch viele Daten schuldig, nur die Intel-CPU mit integrierter Grafik - vermutlich Haswell - im Vivo PC und ein 802.11ac-Funkmodul stehen fest. Für den aktuellen WLAN-Standard gibt es auch einen entsprechenden Router, der mit 4x4 MIMO bis zu 1,9 GBit/s übertragen kann.

Mit dem Vivo PC wird auch eine neuartige Maus geliefert, die den Innovationspreis der Computex-Veranstalter erhielt. Dieses Vivomouse genannte Gerät hat anstelle der Tasten einer herkömmlichen Maus ein rundes Touchpad. Es soll mit Asus-eigener Software für Windows 8 auch wie eine Fernbedienung mit Soft-Tasten genutzt werden können. Alle bekannten Mausgesten eines Touchpads werden ebenfalls unterstützt, ebenso wie die übliche Bedienweise einer normalen Maus über Bewegung.


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