Abo
  • Services:
Anzeige
Vom Urknall bis heute: bestimmte Polarisation von Gravitationswellen
Vom Urknall bis heute: bestimmte Polarisation von Gravitationswellen (Bild: Nasa)

Astrophysik: Spuren des Urknalls entdeckt

Im Bruchteil seiner ersten Sekunde soll sich das Universum gigantisch ausgedehnt haben. Kosmische Inflation nennt sich der Vorgang, für den es bislang keinen Beweis gibt. Forscher haben jetzt aber einen Hinweis darauf entdeckt.

Anzeige

US-Forscher haben mutmaßlich einen Beleg für die kosmische Inflation gefunden. Mit dem Teleskop Bicep2 haben sie Muster in der kosmischen Hintergrundstrahlung gefunden, die das blitzartige Ausdehnen des Universums direkt nach dem Urknall hinterlassen hat.

Während der kosmischen Inflation soll sich das Weltall im Bruchteil einer Sekunde um das 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000fache (10 hoch 30) ausgedehnt haben. Erst dadurch soll es die Eigenschaften bekommen haben, die sich heute beobachten lassen. Einen direkten Beweis dafür gibt es bislang allerdings nicht.

Das Teleskop Bicep2 hat allerdings Hinweise darauf entdeckt: Es hat B-Modes in der kosmischen Hintergrundstrahlung festgestellt. B-Modes sind eine bestimmte Form der Polarisierung, die von den Gravitationswellen der kosmischen Inflation geprägt wurden. Sie durchwandern den Raum und stauchen und strecken ihn dabei.

Muster in der Hintergrundstrahlung

Dieses Stauchen hinterlässt ein eindeutiges Muster in der kosmischen Hintergrundstrahlung. Die Gravitationswellen haben wie Licht eine bestimmte Polarisation - entweder links- oder rechtshändig. "Das B-Mode-Wirbelmuster ist wegen der Händigkeit eine eindeutige Signatur von Gravitationswellen", erklärt Chao-Lin Kuo vom Stanford Linear Accelerator Center. "Das ist das erste direkte Bild von Gravitationswellen am Urhimmel."

Das Teleskop hat eine Momentaufnahme der Wellen aufgenommen, wie sie etwa 380.000 Jahre nach dem Urknall, als die kosmische Hintergrundstrahlung entstand, das Universum durchliefen. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Materie lediglich aus Plasma, und es hatten sich noch keine Sterne gebildet.

Teleskop am Südpol

Bicep2 ist ein Teleskop, mit dem die kosmische Hintergrundstrahlung beobachtet wird. Es befindet sich am Südpol, weil die Luft dort sehr klar und trocken ist. Das seien perfekte Bedingungen, um nach den schwachen Mikrowellen des Urknalls Ausschau zu halten, sagt John Kovac. Der Forscher vom Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik ist wissenschaftlicher Leiter des Teleskops am Südpol. "Der Südpol ist der Ort, wo man dem Weltraum auf dem Boden am nächsten kommt".

"Die Entdeckung dieses Signals ist eines der wichtigsten Ziele der heutigen Kosmologie", resümiert Kovac. Er ist wissenschaftlicher Leiter des Teleskops am Südpol. Er halte diese Entdeckung für Nobelpreis-würdig, sagte Alan Guth, theoretischer Physiker am Massachusetts Institute of Technology, der Fachzeitschrift Nature.


eye home zur Startseite
GodsBoss 18. Mär 2014

Die werden sicherlich analog zu den Plutonium-Messwerten gewonnen. Positiv polar...

DJCray 18. Mär 2014

Ok. Ich mach auch mit. i^100

JensM 18. Mär 2014

Ups, stimmt, wie komme ich denn aufs umgekehrte. :)

it-boy 18. Mär 2014

Auf jeden Fall können die Dinger die tragen nur Tröpfchen aufhalten und keine Abgase...

JensM 18. Mär 2014

So wie die komische Materie? Aus der bestehen glaub Clowns.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bechtle GmbH & Co. KG IT-Systemhaus, Mannheim
  2. Deutsche Telekom Technik GmbH, Stuttgart
  3. Bsys Mitteldeutsche Beratungs- und Systemhaus GmbH, Erfurt
  4. BVU Beratergruppe Verkehr + Umwelt GmbH, Freiburg


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. beim Kauf einer Geforce GTX 1070/1080
  2. (täglich neue Deals)

Folgen Sie uns
       


  1. Realface

    Apple kauft israelischen Gesichtserkennungsspezialisten

  2. Chevrolet Bolt

    GM plant Tests mit Tausenden von autonomen Elektroautos

  3. Konkurrenz zu Amazon Echo

    Hologramm-Barbie soll digitale Assistentin werden

  4. Royal Navy

    Hubschrauber mit USB-Stick sucht Netzwerkanschluss

  5. Class-Action-Lawsuit

    Hunderte Ex-Mitarbeiter verklagen Blackberry

  6. Rivatuner Statistics Server

    Afterburner unterstützt Vulkan und bald die UWP

  7. Onlinewerbung

    Youtube will nervige 30-Sekunden-Spots stoppen

  8. SpaceX

    Trägerrakete Falcon 9 erfolgreich gestartet

  9. Hawkeye

    ZTE bricht Crowdfunding-Kampagne ab

  10. FTTH per NG-PON2

    10 GBit/s für Endnutzer in Neuseeland erfolgreich getestet



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Prey angespielt: Das Monster aus der Kaffeetasse
Prey angespielt
Das Monster aus der Kaffeetasse
  1. Bethesda Softworks Prey bedroht die Welt im Mai 2017
  2. Ausblicke Abenteuer in Andromeda und Galaxy

Autonomes Fahren: Die Ära der Kooperitis
Autonomes Fahren
Die Ära der Kooperitis
  1. Neue Bedienungssysteme im Auto Es kribbelt in den Fingern
  2. Amazon Alexa im Auto, im Kinderzimmer und im Kühlschrank
  3. Focalcrest Mixtile Hub soll inkompatible Produkte in Homekit einbinden

Kernfusion: Angewandte Science-Fiction
Kernfusion
Angewandte Science-Fiction
  1. Kernfusion Wendelstein 7-X funktioniert nach Plan

  1. ad "kinetischer effekt"

    drsnuggles79 | 07:47

  2. Re: Immer die selbe Leier

    eXXogene | 07:36

  3. Re: Und wo liegt nun der Unterschied zu Alexa?

    M.P. | 07:18

  4. Re: was ist schlimmer

    longthinker | 07:16

  5. Re: Wie kann man auch so dumm sein?

    Dragon Of Blood | 07:15


  1. 07:41

  2. 07:22

  3. 14:00

  4. 12:11

  5. 11:29

  6. 11:09

  7. 10:47

  8. 18:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel