• IT-Karriere:
  • Services:

Astrophysik: Spuren des Urknalls entdeckt

Im Bruchteil seiner ersten Sekunde soll sich das Universum gigantisch ausgedehnt haben. Kosmische Inflation nennt sich der Vorgang, für den es bislang keinen Beweis gibt. Forscher haben jetzt aber einen Hinweis darauf entdeckt.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Vom Urknall bis heute: bestimmte Polarisation von Gravitationswellen
Vom Urknall bis heute: bestimmte Polarisation von Gravitationswellen (Bild: Nasa)

US-Forscher haben mutmaßlich einen Beleg für die kosmische Inflation gefunden. Mit dem Teleskop Bicep2 haben sie Muster in der kosmischen Hintergrundstrahlung gefunden, die das blitzartige Ausdehnen des Universums direkt nach dem Urknall hinterlassen hat.

Stellenmarkt
  1. Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln
  2. noris network AG, München, Aschheim (bei München), Nürnberg, Berlin

Während der kosmischen Inflation soll sich das Weltall im Bruchteil einer Sekunde um das 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000fache (10 hoch 30) ausgedehnt haben. Erst dadurch soll es die Eigenschaften bekommen haben, die sich heute beobachten lassen. Einen direkten Beweis dafür gibt es bislang allerdings nicht.

Das Teleskop Bicep2 hat allerdings Hinweise darauf entdeckt: Es hat B-Modes in der kosmischen Hintergrundstrahlung festgestellt. B-Modes sind eine bestimmte Form der Polarisierung, die von den Gravitationswellen der kosmischen Inflation geprägt wurden. Sie durchwandern den Raum und stauchen und strecken ihn dabei.

Muster in der Hintergrundstrahlung

Dieses Stauchen hinterlässt ein eindeutiges Muster in der kosmischen Hintergrundstrahlung. Die Gravitationswellen haben wie Licht eine bestimmte Polarisation - entweder links- oder rechtshändig. "Das B-Mode-Wirbelmuster ist wegen der Händigkeit eine eindeutige Signatur von Gravitationswellen", erklärt Chao-Lin Kuo vom Stanford Linear Accelerator Center. "Das ist das erste direkte Bild von Gravitationswellen am Urhimmel."

Das Teleskop hat eine Momentaufnahme der Wellen aufgenommen, wie sie etwa 380.000 Jahre nach dem Urknall, als die kosmische Hintergrundstrahlung entstand, das Universum durchliefen. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Materie lediglich aus Plasma, und es hatten sich noch keine Sterne gebildet.

Teleskop am Südpol

Bicep2 ist ein Teleskop, mit dem die kosmische Hintergrundstrahlung beobachtet wird. Es befindet sich am Südpol, weil die Luft dort sehr klar und trocken ist. Das seien perfekte Bedingungen, um nach den schwachen Mikrowellen des Urknalls Ausschau zu halten, sagt John Kovac. Der Forscher vom Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik ist wissenschaftlicher Leiter des Teleskops am Südpol. "Der Südpol ist der Ort, wo man dem Weltraum auf dem Boden am nächsten kommt".

"Die Entdeckung dieses Signals ist eines der wichtigsten Ziele der heutigen Kosmologie", resümiert Kovac. Er ist wissenschaftlicher Leiter des Teleskops am Südpol. Er halte diese Entdeckung für Nobelpreis-würdig, sagte Alan Guth, theoretischer Physiker am Massachusetts Institute of Technology, der Fachzeitschrift Nature.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 398,15€ (Bestpreis!)
  2. 798,36€ (Bestpreis!)
  3. 661€ (mit Rabattcode "YDE1NUMXRJSHH3QM" - Bestpreis!)
  4. (u. a. Huawei MateBook D 14 14 Zoll IPS Ryzen 5 256GB SSD für 539,65€, HP Desktop PC Ryzen 5...

GodsBoss 18. Mär 2014

Die werden sicherlich analog zu den Plutonium-Messwerten gewonnen. Positiv polar...

DJCray 18. Mär 2014

Ok. Ich mach auch mit. i^100

JensM 18. Mär 2014

Ups, stimmt, wie komme ich denn aufs umgekehrte. :)

it-boy 18. Mär 2014

Auf jeden Fall können die Dinger die tragen nur Tröpfchen aufhalten und keine Abgase...

JensM 18. Mär 2014

So wie die komische Materie? Aus der bestehen glaub Clowns.


Folgen Sie uns
       


Dell Latitude 7220 - Test

Das Latitude 7220 ist so stabil wie es aussieht: Es hält Wasser, Blumenerde und sogar mehrere Stürze hintereinander aus.

Dell Latitude 7220 - Test Video aufrufen
Zero SR/S: Brutale Beschleunigung, lange Ladezeiten
Zero SR/S
Brutale Beschleunigung, lange Ladezeiten

Motorradfahrern drohen Fahrverbote mit lärmenden Maschinen. Ist ein Elektromotorrad wie die Zero SR/S eine leise Alternative zum Verbrenner?
Ein Erfahrungsbericht von Peter Ilg

  1. Blacktea Elektro-Moped mit 70 km Reichweite ab 2.300 Euro
  2. Akzeptable Reichweite Pursang E-Track als leichtes Elektromotorrad für Pendler
  3. Zero Motorcycles Elektrischer Sporttourer Zero SR/S mit 14,4-kWh-Akku

Kontaktlos: Eine deutsche Miniserie unter Pandemie-Bedingungen
Kontaktlos
Eine deutsche Miniserie unter Pandemie-Bedingungen

Weltweit haben Künstler unter Corona-Bedingungen neue Projekte angestoßen. Nun kommt mit Kontaktlos auch eine interessante sechsteilige Serie aus Deutschland.
Eine Rezension von Peter Osteried

  1. Corona Telekom und SAP sollen europaweite Warn-Plattform bauen
  2. Universal Kinofilme kommen früher ins Netz
  3. Messe nur digital Die Corona-Realität holt die CES ein

Oneplus Nord im Test: Oneplus' starker Vorstoß in mittlere Preisregionen
Oneplus Nord im Test
Oneplus' starker Vorstoß in mittlere Preisregionen

Das Oneplus Nord ist kein Mittelklasse-Smartphone - dafür ist es zu gut. Für 400 Euro gibt es aktuell kaum ein Gerät mit vergleichbar gutem Ausstattungsmix.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Oneplus Nord kostet ab 400 Euro
  2. Smartphone Oneplus bestätigt Details zum neuen Nord

    •  /