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Der Algorithmus ist eine Black Box

Das macht den Algorithmus wissenschaftlich zur Black Box. Manche Fachkollegen seien daher schwer zu überzeugen, berichtet Polsterer. "Das ist aber auch eine Generationenfrage." Er sieht in seinen Analysemethoden ein großes Potenzial, denn im Prinzip kann man sie auf alle möglichen Datensätze anwenden.

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Seit einigen Monaten arbeitet er zum Beispiel daran, einen Algorithmus für kurzfristige Wetterprognosen zu trainieren. Er soll am Abend für die bevorstehende Nacht vorhersagen, ob an den Observatorien auf La Palma mit Nebel oder Wolken zu rechnen ist, damit die Astronomen ihre Arbeit besser planen können. Beim Training soll der Algorithmus die wichtigsten Zusammenhänge aus den Wetterdaten der vergangenen Jahre ermitteln.

Zudem leitet Polsterer eine Arbeitsgruppe des Virtuellen Observatoriums, einem weltweiten Zusammenschluss von astronomischen Archiven. "Unser Ziel ist, aus der Datenbank eine Forschungsplattform zu machen", sagt er. Dabei gehe es nicht nur um neue Analysemethoden, sondern auch um Fragen der Arbeitsorganisation. Die Datenmengen seien so groß, dass man sie nicht einfach über Glasfaserkabel von einem Rechenzentrum ins andere schicken könne. Manchmal müssten die Algorithmen zu den Daten kommen, sagt Polsterer.

Heute profitiere man davon, dass Astronomen schon in den 1970er Jahren begannen, sich auf international gültige Standards zu einigen. Und natürlich helfe es auch, dass mit astronomischen Daten keine kommerziellen Interessen verknüpft sind. Auch Länder wie Russland und China machen mit: "In diesem Feld kennen wir keine politischen Grenzen."

Aber von "Künstlicher Intelligenz" möchte Kai Polsterer nicht sprechen, er bevorzugt den Begriff der Automatisierung. Der Computer ist nur in dem Bereich gut, für den man ihn trainiert hat. Zum Spaß hat Polsterer dem Computer sein eigenes Porträtfoto zum Analysieren gegeben, und die Maschine machte, was sie sollte: Sie analysierte die Rotverschiebung und ermittelte das Alter. Wäre Kai Polsterer ein schwarzes Loch, wäre er zehn Milliarden Jahre alt.

 Astrophysik: Auf Schatzsuche im Archiv
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teenriot* 05. Feb 2018

Der Schritt, dass man sich zu 100% auf die Ergebnisse verlässt will ja noch gar keiner...


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