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Astronomie: Zweites Kabel von Arecibo-Radioteleskop kaputt

Eines der Hauptträgerkabel des zweitgrößten Radioteleskops der Welt ist durch Überlastung geplatzt. Ein Expertenteam soll nun Arecibo retten.
/ Frank Wunderlich-Pfeiffer
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Zu den Schäden von August, im Bild, sollen nun noch weitere hinzugekommen sein. (Bild: University of Central Florida)
Zu den Schäden von August, im Bild, sollen nun noch weitere hinzugekommen sein. Bild: University of Central Florida

Am 6. November 2020 ist am Arecibo-Radioteleskop ein zweites Stahlkabel geplatzt, mit dem die Gondel des Radioempfängers über der 300 Meter großen Schüssel gehalten wird. Es ist wohl ein Folgeschaden vom August, als eines der Stabilisierungskabel aus der Verankerung rutschte und ein 30 Meter langes Loch in die Schüssel des zweitgrößten Radioteleskops der Welt schlug. Glücklicherweise ist auch beim zweiten Unfall kein Mensch zu Schaden gekommen.

Ein Expertenteam für Reparaturen an dem Radioteleskop ist zufällig bereits vor Ort. Das Team hätte in dieser Woche mit Notreparaturen der Schäden vom August beginnen sollen. Pläne dafür wurden seitdem ausgearbeitet, ebenso wie Pläne für eine anschließende dauerhafte Reparatur. Diese Aufgabe wird nun erheblich schwieriger und größer ausfallen. Dennoch gab sich der Direktor von Arecibo in einer Pressemeldung(öffnet im neuen Fenster) entschlossen, das Radioteleskop wieder funktionstüchtig zu machen, obwohl "das sicher nicht das ist, was wir sehen wollten.

Neue Kabel sind schon bestellt

Dieses Mal soll es sich um eines der Trägerkabel der Empfängergondel handeln, das wohl in Folge von Überlastung durch das fehlende Stabilisierungskabel platzte. Dabei kam es auch zu weiteren Schäden an der Radioschüssel und auch andere Stahlkabel sollen betroffen sein. Seitdem wird versucht, die Spannung der verbleibenden Kabel möglichst zu reduzieren, um weitere Schäden zu vermeiden.

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Die Nasa erklärt Arecibo (07:42)

Eine vollständige Einschätzung der Schäden liegt noch nicht vor. Aber beide nun fehlende Kabel waren am gleichen Trägerturm befestigt und das geplatzte Trägerkabel stand auch schon zuvor mit Kameras und Drohnen unter Beobachtung, weil es einige Schäden und geplatzte Stahldrähte aufwies. Eine Bestellung für zwei Stahlkabel gab es schon vor dem neuen Zwischenfall, ihre Lieferung soll nun beschleunigt werden.


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