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Astronomie: Weltraumteleskop James Webb fotografiert die Saturnringe

Die Nasa hat neue Bilder vom Saturn veröffentlicht, aufgenommen vom JWST , das den Ringplaneten das nächste Jahrzehnt immer wieder beobachten wird.
/ Patrick Klapetz
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Bild des Saturn und einiger seiner Monde, aufgenommen mit dem NIRCam-Instrument des James Webb Space Telescope am 25. Juni 2023. (Bild: NASA, ESA, CSA, M. Tiscareno, M. Hedman, M. El Moutamid, et al.)
Bild des Saturn und einiger seiner Monde, aufgenommen mit dem NIRCam-Instrument des James Webb Space Telescope am 25. Juni 2023. Bild: NASA, ESA, CSA, M. Tiscareno, M. Hedman, M. El Moutamid, et al.

Das Weltraumteleskop James Webb (JWST) hat seine erste Aufnahme im nahen Infrarot-Wellenbereich aufgenommen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa richtete das Teleskop am 25. Juni 2023 auf den Ringplaneten Saturn aus, bei der Aufnahme(öffnet im neuen Fenster) erscheint der Saturn selbst extrem dunkel. Das liegt an dem Methangas, das fast das gesamte auf die Atmosphäre fallende Sonnenlicht absorbiert. Anders ist das bei den eisigen Ringen, die auf der Aufnahme des JWST relativ hell leuchten.

Die Aufnahme entstand während eines Beobachtungsprogramms, mit dem die Nasa schwache Monde entdecken will. Die Beobachtungen umfassten mehrere Tiefenaufnahmen vom Saturn, die die Astronomen derzeit noch auswerten, um die schwächeren Ringe des Planeten zu untersuchen und nach unentdeckten Monden zu suchen.

Saturn und seine vielen Monde

Derzeit ist der Ringplanet der König der Monde in unserem Sonnensystem. Erst im Mai 2023 wurden 62 neue Saturnmonde bestätigt , damit hat der sechste Planet in unserem Sonnensystem insgesamt 146 bestätigte Monde(öffnet im neuen Fenster) . Ihr Durchmesser reicht von der Größe einer Sportarena bis zur Größe des Gesteinsplaneten Merkur. Jedoch könnte dies nur ein Bruchteil der tatsächlichen Monde sein, die den Planeten umkreisen.

Links im Bild der Webb-Aufnahme sind sogar die drei Saturnmonde Dione, Enceladus und Tethys als Lichtpunkte sichtbar. Dione hat einen Durchmesser von 1.118 Kilometern, Enceladus misst etwa 504 Kilometer und der Durchmesser von Tethys beträgt im Mittel etwa 1.066 Kilometer.

Enceladus ist zudem einer der wahrscheinlichsten Kandidaten für die Entstehung von Leben außerhalb der Erde. Erst vor kurzem(öffnet im neuen Fenster) zeigten die Nahinfrarot-Spektrographen von Webb Wasserdampfstrahlen, die sich mehr als 10.000 Kilometer in den Weltraum erstrecken und damit einen großen Teil des Saturnsystems bewässern. Bisher ist noch keine Mission geplant, um den Eismond vom Saturn genauer zu beobachten. Das JWST soll den Mond aber über die nächsten mindestens zehn Jahre immer wieder von der Ferne aus untersuchen.

"Alle neu entdeckten Monde könnten den Wissenschaftlern dabei helfen, ein vollständigeres Bild des gegenwärtigen Saturnsystems sowie seiner Vergangenheit zu erstellen" , heißt es in einem Blogeintrag der Nasa(öffnet im neuen Fenster) .


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