Abo
  • Services:

Astronomie: Wasser auf fernen Welten

Auf der Suche nach einer möglichen Heimat von E.T. haben Astronomen jetzt erstmals Wasser in der Atmosphäre eines Neptun-großen Planeten nachweisen können.

Artikel veröffentlicht am , Matthias Matting
Astronomie: Wasser auf fernen Welten
(Bild: Bill Saxton, NSF/AUI/NRAO)

Wissenschaftler haben auf dem Planeten HAT-P-11b Wasserdampf nachgewiesen, wie die Astronomen im Magazin Nature berichten. Er ist etwa viermal so groß wie die Erde und damit der kleinste Himmelskörper außerhalb unseres Sonnensystems, für den die Existenz von Wasser gesichert ist.

Stellenmarkt
  1. BAUER Maschinen GmbH, Aresing
  2. Landis + Gyr GmbH, Nürnberg

Damit ein Exoplanet kohlenstoffbasiertes Leben beherbergen kann, muss er nicht nur in der richtigen Entfernung um seine Sonne kreisen: Wasser ist eine ebenso wichtige Voraussetzung. Allerdings ist allein das Auffinden geeigneter Welten schon eine enorme technische Leistung, strahlen Planeten doch kein eigenes Licht aus. Oft lassen sie sich nur über die Wirkungen identifizieren, die sie über ihre Schwerkraft oder durch ihre Gestalt auf ihr Muttergestirn und andere, schon bekannte Planeten ausüben. Trotzdem ist es den Astronomen bereits gelungen, Planeten in Erdgröße (und kleiner) ausfindig zu machen und ihre Entfernung zum Zentralgestirn abzuschätzen.

Der Blick auf die Oberfläche dieser Himmelskörper bleibt aber auf lange Zeit illusorisch. Das liegt nicht nur an der riesigen Entfernung. Ein anderes Problem hatten wir Erdlinge ja lange genug mit unserem Schwesterplaneten Venus: Eine dichte Schicht aus Schwefelsäure-Wolken schirmt die Liebesgöttin so wirksam ab, dass bis zur Landung der Venera-Sonden der damaligen Sowjetunion über die Zusammensetzung der darunter liegenden Schichten nichts, aber auch gar nichts bekannt war.

Wolken sind ebenso ein Hindernis, wenn das Beobachtungsziel viele Lichtjahre statt nur weniger Flugmonate entfernt ist. Sie sind nämlich dem einzigen Indiz im Wege, das Astronomen vom Objekt ihrer Begierde auffangen können, dem Licht, das die jeweiligen Sonnen ausstrahlen. Ab und zu kommt es nämlich vor, dass das Licht der Sterne die im Vergleich zur Größe des Planeten hauchdünne Atmosphäre durchquert. Dann und nur dann verändert es sich: Ein Teil wird nämlich von den Bestandteilen der Atmosphäre aufgenommen. Es entsteht ein Absorptionsspektrum, das den Astronomen die Zusammensetzung der Luftschichten verrät. Das funktioniert aber eben nur, wenn es nicht von einer Wolkenschicht verhindert wird.

Nun sind die Forscher erstmals auf einen Planeten gestoßen, der ihnen den Blick in die Atmosphäre erlaubt hat.

HAT-P-11b - ein Neptun-ähnlicher Planet

HAT-P-11b hat etwa den vierfachen Erdradius und zählt damit zu den Neptun-ähnlichen Planeten. Und: HAT-P-11b zeigt das typische Absorptionsspektrum von Wasser. Die Astronomen hoffen nun, das Verfahren auch auf Planeten in Erdgröße ausweiten zu können.

Aber wo kommt das Wasser in einem Sonnensystem her - und wie wahrscheinlich ist es, dass neugeborene Planeten Zugriff auf das lebenspendende Nass haben? Dazu hat ein Artikel im Wissenschaftsmagazin Science neue Erkenntnisse zu bieten. Bisher kamen für die Bildung von Wasser zwei Szenarien infrage.

Zum einen könnte der junge Stern im Zentrum der protoplanetaren Scheibe selbst für die Entstehung des Wassers gesorgt haben, indem er vorhandene Wasserstoffmoleküle ionisierte, so dass diese sich mit Sauerstoff zu Wasser verbanden. Zum anderen aber könnte das Wasser schon im interstellaren Medium entstanden sein. Es zeigt sich, dass dieses Szenario das deutlich wahrscheinlichere ist, denn nur so, zeigen die Forscher, lässt sich das tatsächliche Mengenverhältnis von Deuterium (schwerem Wasser) und gewöhnlichem H2O schlüssig erklären. Das ist deshalb spannend, weil die Existenz von Wasser in einem Sternensystem damit nicht von zufälligen, lokalen Details abhängt, sondern geradezu gesetzmäßig ist.

In seinem E-Book Die neue Biografie des Universums beschreibt die Autor Matthias Matting Entwicklung und Aufbau unseres Universums



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. (-15%) 23,79€
  3. 1,49€
  4. 12,99€

__destruct() 26. Sep 2014

Einen Haufen Technologien, die auch du ständig nutzt, ohne es aufgrund deiner Ignoranz...

Ach 26. Sep 2014

Also wenn Leben auch anderswo seine Informationen in einer Art RNA oder DNA Strang...

Eheran 25. Sep 2014

Deuterium ist nur ein Wasserstoffisotop. Für schweres Wasser braucht auch dieses noch...


Folgen Sie uns
       


Shift 6m - Hands on (Cebit 2018)

Der Hersteller beschreibt das neue Shift 6M als nachhaltig und Highend - wir haben es uns auf der Cebit 2018 angesehen.

Shift 6m - Hands on (Cebit 2018) Video aufrufen
Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

Blackberry Key2 im Test: Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen
Blackberry Key2 im Test
Ordentliches Tastatur-Smartphone mit zu vielen Schwächen

Zwei Hauptkameras, 32 Tasten und viele Probleme: Beim Blackberry Key2 ist vieles besser als beim Keyone, unfertige Software macht dem neuen Tastatur-Smartphone aber zu schaffen. Im Testbericht verraten wir, was uns gut und was uns gar nicht gefallen hat.
Ein Test von Tobias Czullay

  1. Blackberry Key2 im Hands On Smartphone bringt verbesserte Tastatur und eine Dual-Kamera
  2. Blackberry Motion im Test Langläufer ohne Glanz

VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  2. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge
  3. VR-Brillen Google experimentiert mit Lichtfeldfotografie

    •  /