Astronomie: Schwarzes Loch stößt riesigen Energiestrahl aus

Einen Energiestrahl von 300.000 Lichtjahren Länge hat eine weit entfernte Galaxie ausgestoßen. Astronomen haben Bilder des Jets, die zwei Teleskope aufgenommen haben, montiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Jet aus der Galaxie Pictor A: fast Lichtgeschwindigkeit
Jet aus der Galaxie Pictor A: fast Lichtgeschwindigkeit (Bild: X-ray: Nasa/CXC/Univ. of Hertfordshire/M. Hardcastle et al.; Radio: CSIRO/ATNF/ATCA)

Dieser Todesstern würde sogar die Erste Ordnung und ihren Anführer Snoke neidisch machen: Ein supermassereiches schwarzes Loch im Zentrum der Galaxie Pictor A hat einen riesigen Teilchenstrahl ausgestoßen, der viel länger ist als der Durchmesser unserer Milchstraße. Astronomen haben den Strahl über anderthalb Jahrzehnte beobachtet.

  • Jet aus der Galaxie Pictor A mit Anmerkungen (Bild: X-ray: Nasa/CXC/Univ. of Hertfordshire/M. Hardcastle et al.; Radio: CSIRO/ATNF/ATCA)
  • Das Bild ist eine Montage von Bildern zweier Teleskope. (Bild: X-ray: Nasa/CXC/Univ. of Hertfordshire/M. Hardcastle et al.; Radio: CSIRO/ATNF/ATCA)
Jet aus der Galaxie Pictor A mit Anmerkungen (Bild: X-ray: Nasa/CXC/Univ. of Hertfordshire/M. Hardcastle et al.; Radio: CSIRO/ATNF/ATCA)
Stellenmarkt
  1. Teamleiter IT Service Desk (m/w/d)
    Verti, Teltow
  2. Requirements Engineer / Senior Systemingenieur (gn)
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Donauwörth
Detailsuche

Der Teilchenstrahl oder Jet entsteht aus einer rotierenden Scheibe: Material kreist um ein Zentrum - in diesem Fall ein schwarzes Loch. Das saugt den größten Teil ein. Dadurch wird Gravitationsenergie freigesetzt, die einen Jet entlang der Rotationsachse der Scheibe erzeugt.

Pictor A ist weit genug von der Erde entfernt

Dieser Jet ist riesig: etwa 300.000 Lichtjahre lang. Das entspricht dem dreifachen Durchmesser unserer Milchstraße. Die Teilchen darin sind beinahe mit Lichtgeschwindigkeit im Weltraum unterwegs. Sollte der Jet uns erreichen, wird das dennoch eine Weile dauern: Pictor A ist etwa 500 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.

Das Röntgen-Weltraumteleskop Chandra hat den Jet über 15 Jahre beobachtet und aufgenommen. Aus diesen Bildern haben Astronomen jetzt eines montiert und durch die Bilder des Australia Telescope Compact Array ergänzt. Die Chandra-Daten erscheinen in dem Bild blau, die vom Australia Telescope Compact Array rot.

Der Jet hat einen Counterjet

Golem Karrierewelt
  1. AZ-500 Microsoft Azure Security Technologies (AZ-500T00): virtueller Vier-Tage-Workshop
    30.01.-02.02.2023, virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Neben dem Jet ist ein zweiter Jet in die entgegengesetzte Richtung zu sehen - der Counterjet. Es gab bisher nur Hinweise auf die Existenz solcher Counterjets, die Chandra nun zu bestätigen scheint. Er ist weniger gut zu sehen, weil er in die entgegengesetzte Richtung, also von der Erde weg, ausgestoßen wird.

Zudem zeigt das Bild zwei rote Wolken. Sie entstehen, wenn der Jet auf gasförmiges Material im All trifft. Durch die Kollisionsenergie werden elektromagnetische Wellen emittiert, und es kommt zu einem Phänomen ähnlich einem Überschallknall - in dem Bild ist es als Hotspot gekennzeichnet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


der_wahre_hannes 11. Feb 2016

Ich denke, das kann jeder nachvollziehen, da es bestimmt jedem von uns mal ähnlich...

DerVorhangZuUnd... 08. Feb 2016

Das sind Tatsachen. Die kann man nicht leugnen.

Kabelsalat 05. Feb 2016

Jup, der Jet geht in eine andere Richtung und die Partikel haben höchstens annähernd...

Raistlin 05. Feb 2016

Mich würde interessieren mit was der Strahl Kollidiert ist und wie groß ist dieser Hot...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Apollon-Plattform
DE-CIX wagt umfassendstes Netzwerkupgrade seiner Geschichte

Das Upgrade zum Ausfiltern von Netzwerkrauschen erfolgte innerhalb nächtlicher Wartungsfenster bei laufendem Betrieb.

Apollon-Plattform: DE-CIX wagt umfassendstes Netzwerkupgrade seiner Geschichte
Artikel
  1. Kia Flex: Kia startet Neuwagen-Abo
    Kia Flex
    Kia startet Neuwagen-Abo

    Unter dem Namen Kia Flex hat Kia ein neues Vertriebskonzept vorgestellt. Kunden kaufen die Autos nicht, sondern abonnieren sie.

  2. Autonomes Fahren: VW-Chef Blume streicht offenbar Audi-Projekt Artemis
    Autonomes Fahren
    VW-Chef Blume streicht offenbar Audi-Projekt Artemis

    Nicht nur das VW-Projekt Trinity, auch das geplante Audi-Vorzeigemodell Artemis fällt den Softwareproblemen des VW-Konzerns zum Opfer.

  3. Kids für Alexa im Test: Alexa, wer hat den Kindermodus verbockt?
    Kids für Alexa im Test
    Alexa, wer hat den Kindermodus verbockt?

    Amazon bietet neuerdings einen speziellen Kindermodus für Alexa an. Das soll Eltern in Sicherheit wiegen, die sollten sich aber besser nicht darauf verlassen.
    Ein Test von Ingo Pakalski

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Amazon Last Minute Angebote: Games & Zubehör, AVM-Router • Saturn-Weihnachts-Hits: Rabatt-Angebote aus allen Kategorien • Laptops bis zu 41% günstiger bei Saturn • PS5 Disc Edition inkl. GoW Ragnarök wieder vorbestellbar bei Amazon 619€ • ViewSonic 32" WQHD/144 Hz 229,90€ [Werbung]
    •  /