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Astronomie: Schwarzes Loch stößt riesigen Energiestrahl aus

Einen Energiestrahl von 300.000 Lichtjahren Länge hat eine weit entfernte Galaxie ausgestoßen. Astronomen haben Bilder des Jets, die zwei Teleskope aufgenommen haben, montiert.
/ Werner Pluta
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Jet aus der Galaxie Pictor A: fast Lichtgeschwindigkeit (Bild: X-ray: Nasa/CXC/Univ. of Hertfordshire/M. Hardcastle et al.; Radio: CSIRO/ATNF/ATCA)
Jet aus der Galaxie Pictor A: fast Lichtgeschwindigkeit Bild: X-ray: Nasa/CXC/Univ. of Hertfordshire/M. Hardcastle et al.; Radio: CSIRO/ATNF/ATCA

Dieser Todesstern würde sogar die Erste Ordnung und ihren Anführer Snoke neidisch machen: Ein supermassereiches schwarzes Loch im Zentrum der Galaxie Pictor A hat einen riesigen Teilchenstrahl ausgestoßen, der viel länger ist als der Durchmesser unserer Milchstraße. Astronomen haben den Strahl über anderthalb Jahrzehnte beobachtet.

Der Teilchenstrahl oder Jet(öffnet im neuen Fenster) entsteht aus einer rotierenden Scheibe: Material kreist um ein Zentrum – in diesem Fall ein schwarzes Loch. Das saugt den größten Teil ein. Dadurch wird Gravitationsenergie freigesetzt, die einen Jet entlang der Rotationsachse der Scheibe erzeugt.

Pictor A ist weit genug von der Erde entfernt

Dieser Jet ist riesig: etwa 300.000 Lichtjahre lang. Das entspricht dem dreifachen Durchmesser unserer Milchstraße. Die Teilchen darin sind beinahe mit Lichtgeschwindigkeit im Weltraum unterwegs. Sollte der Jet uns erreichen, wird das dennoch eine Weile dauern: Pictor A ist etwa 500 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.

Das Röntgen-Weltraumteleskop Chandra(öffnet im neuen Fenster) hat den Jet über 15 Jahre beobachtet und aufgenommen. Aus diesen Bildern haben Astronomen jetzt eines montiert und durch die Bilder des Australia Telescope Compact Array(öffnet im neuen Fenster) ergänzt. Die Chandra-Daten erscheinen in dem Bild blau, die vom Australia Telescope Compact Array rot.

Der Jet hat einen Counterjet

Neben dem Jet ist ein zweiter Jet in die entgegengesetzte Richtung zu sehen – der Counterjet. Es gab bisher nur Hinweise auf die Existenz solcher Counterjets, die Chandra nun zu bestätigen scheint. Er ist weniger gut zu sehen, weil er in die entgegengesetzte Richtung, also von der Erde weg, ausgestoßen wird.

Zudem zeigt das Bild zwei rote Wolken. Sie entstehen, wenn der Jet auf gasförmiges Material im All trifft(öffnet im neuen Fenster) . Durch die Kollisionsenergie werden elektromagnetische Wellen emittiert, und es kommt zu einem Phänomen ähnlich einem Überschallknall – in dem Bild ist es als Hotspot gekennzeichnet.


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