Abo
  • Services:
Anzeige
NGTS in der Atacamawüste im Norden Chiles
NGTS in der Atacamawüste im Norden Chiles (Bild: Eso/R. Wesson)

Astronomie: Neue Teleskopanlage sucht nach Exoplaneten

NGTS in der Atacamawüste im Norden Chiles
NGTS in der Atacamawüste im Norden Chiles (Bild: Eso/R. Wesson)

Auf der Suche nach Supererden: Eine neue Anlage in Chile soll nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems suchen, die um einen Stern kreisen. Ein Teil der Technik stammt aus Deutschland.
Von Melanie-Konstanze Wiese

Ihr erstes Licht gesehen haben die Teleskope des Next-Generation Transit Survey (NGTS) am Paranal-Observatorium der Europäischen Südsternwarte (European Southern Observatory, Eso) in der Atacamawüste im Norden Chiles. Acht der zwölf Kameras der Teleskopanlage stammen vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Sie suchen Exoplaneten, die etwa die Größe des Planeten Neptun haben.

Anzeige

Empfindliche Kameras registrieren Transits von Exoplaneten

Da Exoplaneten aufgrund ihrer Entfernung nicht mit dem bloßen Auge entdeckt werden können, sind spezielle Teleskope notwendig. Die dort eingesetzten Kameras sind sehr sensibel und daher in der Lage, kleinste Lichtsignale zu empfangen und in ihrer Stärke zu unterscheiden. Dadurch können sogenannte Transits von Exoplaneten beobachtet werden, bei denen Planeten bei der Passage vor ihrem Mutterstern einen Teil des Sternlichts abschatten. "Bisher konnten bodengebundene Beobachtungsprogramme solche winzigen Transitsignale nicht mit dieser Genauigkeit nachweisen", sagt Heike Rauer, Leiterin der Abteilung Extrasolare Planeten und Atmosphären im DLR-Institut für Planetenforschung. "Mit den neuen Teleskopen wird dies nun erstmals möglich sein."

Im Gegensatz zum Kepler-Satelliten der Nasa beobachtet NGTS einen viel größeren Ausschnitt des Himmels. "Mit der nun großflächig angelegten Suche wollen wir in erster Linie kleinere Exoplaneten entdecken, die aber dennoch einen vergleichsweise großen Helligkeitsunterschied verursachen und sich daher besonders für detailliertere Untersuchungen eignen, zum Beispiel zu ihrer Masse und Atmosphäre", sagt Rauer. Die gesuchten Planeten entsprechen etwa der Größe Neptuns, dessen Durchmesser knapp viermal so groß ist wie der der Erde oder die einen Durchmesser zwischen dem doppelten und dem achtfachen Erddurchmesser haben.

Perfekter Ort zur Exoplanetensuche: Atacamawüste

Der Wahl des Standorts kommt dabei eine große Bedeutung zu. Die Atacamawüste im Norden Chiles bietet hierfür optimale Voraussetzungen: Viele klare Nächte und die extrem trockene Luft in viertausend Meter Höhe über dem Meeresspiegel bedingen beste Messergebnisse.

Den Aufbau der ersten Teleskope haben die Planetenforscher vor Ort begleitet, und sie werden auch die Aufstellung der restlichen Teleskope betreuen. Die vollständige Anlage wird im Laufe des Jahres 2015 in Betrieb genommen.

Gemeinsam mit den NGTS-Partnern entwickelt das DLR die dafür notwendige automatisierte Analyse-Software. Die Berliner Planetenforscher haben auf dem Gebiet der hochpräzisen astronomischen Photometrie bereits langjährige Erfahrungen. Mit der Mission CoRoT haben die Wissenschaftler bis 2012 insgesamt 28 Exoplaneten entdecken können.

Transitsuchprogramm der nächsten Generation 

eye home zur Startseite
Dwalinn 16. Jan 2015

Leider gibt es kaum noch Länder in den es wenig Lichtverschmutzung gibt... Außer...

plutoniumsulfat 15. Jan 2015

Danke, ist auch eine Wissenbereicherung ;)

Ach 15. Jan 2015

Wäre die Anlage etwa ein veritabler Ersatz für das leider kompromittierte Kepler...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. saracus consulting GmbH, Münster, Baden-Dätwill (Schweiz)
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Vaihingen
  3. Hughes Network Systems GmbH, Griesheim
  4. ALDI SÜD, Mülheim an der Ruhr


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (täglich neue Deals)
  2. 17,99€ statt 29,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Amazon Channels

    Prime Video erhält Pay-TV-Plattform mit Live-Fernsehen

  2. Bayerischer Rundfunk

    Fernsehsender wollen über 5G ausstrahlen

  3. Kupfer

    Nokia hält Terabit DSL für überflüssig

  4. Kryptowährung

    Bitcoin notiert auf neuem Rekordhoch

  5. Facebook

    Dokumente zum Umgang mit Sex- und Gewaltinhalten geleakt

  6. Arduino Cinque

    RISC-V-Prozessor und ESP32 auf einem Board vereint

  7. Schatten des Krieges angespielt

    Wir stürmen Festungen! Mit Orks! Und Drachen!

  8. Skills

    Amazon lässt Alexa natürlicher klingen

  9. Cray

    Rechenleistung von Supercomputern in der Cloud mieten

  10. Streaming

    Sky geht gegen Stream4u.tv und Hardwareanbieter vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Asus B9440 im Test: Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
Asus B9440 im Test
Leichtes Geschäftsnotebook liefert zu wenig Business
  1. ROG-Event in Berlin Asus zeigt gekrümmtes 165-Hz-Quantum-Dot-Display und mehr
  2. Asus Tinker Board im Test Buntes Lotterielos rechnet schnell

Quantencomputer: Was sind diese Qubits?
Quantencomputer
Was sind diese Qubits?
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter
  3. Quantencomputer Bosonen statt Qubits

HTC U11 im Hands on: HTCs neues Smartphone will gedrückt werden
HTC U11 im Hands on
HTCs neues Smartphone will gedrückt werden
  1. HTC Vive Virtual Reality im Monatsabo
  2. Sense Companion HTCs digitaler Assistent ist verfügbar
  3. HTC U Ultra im Test Neues Gehäuse, kleines Display, bekannte Kamera

  1. 3000 Mannjahre bei 50000 $/Jahr

    eMvO | 06:55

  2. Re: Frequenzvermüllung

    kazhar | 06:10

  3. Re: Realitätsflucht

    NMN | 06:05

  4. Re: macht Tesla nicht übermäßig viel Miese mit...

    ArcherV | 05:55

  5. Re: LTI = Lifetime Insurance

    ArcherV | 05:49


  1. 00:01

  2. 18:45

  3. 16:35

  4. 16:20

  5. 16:00

  6. 15:37

  7. 15:01

  8. 13:34


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel