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Transitsuchprogramm der nächsten Generation

Der Next-Generation Transit Survey (NGTS) ist ein auf großflächige Beobachtungen angelegtes System, das aus zwölf Einzelteleskopen besteht, von denen jedes einen Durchmesser von 20 Zentimetern hat. Diese Anlage wurde von einem Konsortium britischer, schweizerischer und deutscher Einrichtungen errichtet und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Paranal-Observatoriums der Eso im Norden Chiles. Daher kann sie sowohl von den hervorragenden Beobachtungsbedingungen vor Ort als auch von technischer Unterstützung seitens der vorhandenen Einrichtungen profitieren.

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NGTS ist so konzipiert, dass es vollkommen automatisiert kontinuierlich auf der Suche nach Exoplanetentransits die Helligkeit von mehreren 100.000 vergleichsweise hellen Sternen am Südhimmel vermessen wird. Dabei soll eine relative Genauigkeit von einem Tausendstel erreicht werden, was mit bodengebundenen Instrumenten für großflächige Himmelsdurchmusterungen bisher nie gelungen ist.

Es ist technisch sehr anspruchsvoll, eine hohe Präzision bei Helligkeitsmessungen über ein großes Gesichtsfeld hinweg zu realisieren. Die für NGTS notwendigen Schlüsseltechnologien konnten allerdings bereits mit einem kleineren Prototyp demonstriert werden, der 2009 und 2010 auf La Palma (Kanarische Inseln) in Betrieb war. NGTS baut außerdem auf dem Erfolg des SuperWASP-Experiments auf, das bis heute führend beim Nachweis von großen Gasplaneten ist.

Von der ersten Lichtmessung bis zur Zusammensetzung der Atmosphäre

Die mit NGTS entdeckten Planeten werden mit größeren Teleskopen näher untersucht werden, darunter auch das Very Large Telescope der Eso. Ein wichtiges Ziel des Projektes ist es, kleine Planeten zu finden, die einen so großen Helligkeitsunterschied verursachen, dass es möglich wird, ihre Masse genau zu bestimmen. Daraus wiederum ergibt sich die Dichte des Planeten und somit Hinweise auf seine Zusammensetzung.

Bei solchen Planeten wäre es zum Teil auch möglich, ihre Atmosphären näher zu untersuchen. Denn während der Planet vor seinem Mutterstern vorbeiläuft, durchleuchtet das Sternlicht die Atmosphäre am Rand der Planetenscheibe, die dann ihrerseits winzige, aber nachweisbare Spuren im Sternlicht hinterlässt. Bislang sind nur sehr wenige Planeten bekannt, die solche Messungen ermöglichen. NGTS sollte viele zusätzliche Kandidaten finden.

NGTS ist das erste Teleskopprojekt überhaupt, das am Paranal-Observatorium angesiedelt ist, aber nicht von der Eso betrieben wird, während viele ähnlich gelagerte Projekte am älteren La-Silla-Observatorium laufen. Die NGTS-Daten werden im Eso-Archiv gespeichert und von dort für Astronomen auf der ganzen Welt zugänglich sein.

Das NGTS-Konsortium besteht aus der University of Warwick, der Queen's University of Belfast, der University of Leicester, der University of Cambridge aus Großbritannien, der Universität Genf in der Schweiz und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin.

Der Text erschien zuerst auf der Seite des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

 Astronomie: Neue Teleskopanlage sucht nach Exoplaneten
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Dwalinn 16. Jan 2015

Leider gibt es kaum noch Länder in den es wenig Lichtverschmutzung gibt... Außer...

plutoniumsulfat 15. Jan 2015

Danke, ist auch eine Wissenbereicherung ;)

Ach 15. Jan 2015

Wäre die Anlage etwa ein veritabler Ersatz für das leider kompromittierte Kepler...


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