Astronomie: Nasa will Teleskop an einem Ballon aufsteigen lassen

Das Forschungsinstrument der Nasa soll mehrere Wochen in 40 Kilometern Höhe über der Antarktis schweben und in die Tiefen der Milchstraße spähen.

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Künstlerische Darstellung eines Höhenballons: In 40 Kilometern Höhe kann das Teleskop Licht auffangen, das die Atmosphäre nicht durchdringt.
Künstlerische Darstellung eines Höhenballons: In 40 Kilometern Höhe kann das Teleskop Licht auffangen, das die Atmosphäre nicht durchdringt. (Bild: Michael Lentz/Nasa's Goddard Space Flight Center Conceptual Image Lab)

Am Ballon in luftige Höhen: Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) plant ein Teleskop zur Beobachtung von Sternentstehungsregionen in unserer Milchstraße. Ein Ballon soll es bis in die Stratosphäre tragen. Dort kann das Teleskop Licht auffangen, das die Atmosphäre nicht durchdringt.

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Astrophysics Stratospheric Telescope for High Spectral Resolution Observations at Submillimeter-wavelengths, kurz Asthros, heißt das 2,5 Meter große Teleskop, das von der Antarktis aus bis in eine Höhe von etwa 40 Kilometern Höhe aufsteigen soll. Die Missionsdauer ist auf drei bis vier Wochen angesetzt, in dieser Zeit soll der Ballon den Südpol zwei- bis dreimal umrunden. Nach Abschluss der Mission wird die Gondel vom Ballon getrennt und soll an einem Fallschirm zur Erde zurückkehren, um anschließend für eine neue Mission vorbereitet zu werden.

Im August werden Techniker am Jet Propulsion Laboratory der Nasa, das die Mission leitet, damit beginnen, die Subsysteme zu integrieren und zu testen, um sicherzustellen, dass alles wie vorgesehen funktioniert. Der Start des Teleskops ist für Dezember 2023 geplant.

Asthros arbeitet im fernen Infrarotbereich

Asthros ist dazu gedacht, Licht im fernen Infrarotbereich zu erfassen, das von der Atmosphäre absorbiert wird und für das menschliche Auge nicht sichtbar ist. Das Teleskop wird mit einem Instrument ausgestattet, das die Bewegung und Geschwindigkeit von Gasen um neu entstandene Sterne messen soll. Damit sollen zwei Sternentstehungsgebiete in der Milchstraße untersucht werden.

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Zudem soll das Teleskop zwei spezifische Arten von Stickstoffionen nachweisen und kartieren. Diese Stickstoffionen können auf Orte hinweisen, an denen Winde von massereichen Sternen und Supernovae die Gaswolken in Sternentstehungsregionen verändert haben. Als Missionsziele drei und vier wurden die Spiralgalaxie Messier 83 und TW Hydrae bestimmt, ein junger Stern, der von einer Staubscheibe umgeben ist, in der sich Planeten bilden könnten.

Ballons sind günstiger als Raketen

Vorteil einer ballongestützten Mission ist laut Nasa zum einen, dass die Kosten deutlich geringer sind als bei einer Raumfahrtmission. Zum anderen erfordert eine solche Mission deutlich weniger zeitlichen Vorlauf. Deshalb können dabei höhere Risiken eingegangen werden, etwa indem neue Technik eingesetzt wird, die noch nicht in den Weltraum geflogen ist. So könnten diese Ballonmissionen auch zur Vorbereitung künftiger Raummissionen dienen.

"Ballonmissionen wie Asthros haben ein höheres Risiko als Weltraummissionen, bringen aber hohe Erträge bei moderaten Kosten", sagte Asthros-Projektleiter Jose Siles. "Mit Asthros wollen wir astrophysikalische Beobachtungen durchführen, die noch nie versucht wurden. Indem wir neue Technologien ausprobieren und eine neue Generation von Ingenieuren und Wissenschaftlern ausbilden, bereiten wir mit dieser Mission den Weg für künftige Weltraummissionen."

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