Astronomie: Mit der Dyson-Sphäre die Energie der Sonne nutzen?

Wie realistisch ist es, eine Megakonstruktion um einen Stern zu bauen, um seine Energie zu nutzen? Eine Journalistin will nun recherchiert haben, dass es möglich ist.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Eine künstlerische Darstellung einer Dyson-Sphäre um einen Stern
Eine künstlerische Darstellung einer Dyson-Sphäre um einen Stern (Bild: Kevin Gill)

1960 kam erstmal die Hypothese der Dyson-Sphäre auf, die mit einer Hülle einen ganzen Stern umschließt, damit wir dessen Energie nutzen können. Die Wissenschaftsjournalistin Jaime Green erklärt in ihrem neuen Buch The Possibility of Life: Searching for Kinship in the Cosmos (Die Möglichkeit des Lebens: Auf der Suche nach Verwandtschaft im Kosmos), dass die Errichtung einer solchen Konstruktion möglich ist.

Die Schwierigkeit: Um die Ressourcen für den Bau der Megakonstruktion zu haben, müssten wir einen Planeten von der Größe des Jupiters zerstören.

Was nach einer verrückten und unmöglich umsetzbaren Theorie klingt, findet in der Astronomiegemeinde durchaus Anklang. Manche Astronomen haben es sich zur Aufgabe gemacht, andere Sterne nach Anzeichen für eine Dyson-Sphäre abzusuchen.

Dass sie danach suchen, veranschaulichen sie so: Wenn man schon auf die Idee einer Megakonstruktion kommt und ihre Machbarkeit errechnen kann, sollten das intelligente Außerirdische, so es sie denn gibt, ebenfalls tun können.

Weiterentwickelte Gesellschaft

Ob der Bau einer Dyson-Sphäre möglich oder unmöglich ist, darüber gehen die Meinungen bei Astrophysikern und Astronomen auseinander. Green befragte beispielsweise den Astrophysiker Jason Wright, der ein solches Unterfangen mit dem Bau von Manhattan verglich. Es sei eine menschliche und zusammenhängende Megastruktur, die über einen langen Zeitraum hinweg Stück für Stück errichtet wurde.

"Es wurde bis zu einem gewissen Grad geplant, aber niemand hat jemals gesagt: 'Hey, lasst uns hier eine riesige Stadt bauen.' Jede Generation hat sie nur ein bisschen größer gemacht", antwortete Wright der Journalistin. Wright hält es für wichtig, dass solche Energie genutzt wird.

Gelänge es, eine Dyson-Sphäre zu errichten, würde die Menschheit – laut der Kardaschow-Skala – von der Zivilisation des Typs I zu einer Zivilisation des Typs II werden. Anstatt die Energie auf der gesamten Oberfläche eines bestimmten Planeten zu nutzen – wie es die Zivilisation des Typs I macht -, würde Typ II den Entwicklungsstand einer Gesellschaft erreichen, die die gesamte verfügbare Energie eines Sterns nutzt. Das Buch von Jaime Green ist derzeit nur auf Englisch erhältlich.

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xUser 15. Mai 2023

Woher kommt der Optimismus? Die energieverbrauchende Wirtschaft zieht doch schon weg...

MajorPainpoint 15. Mai 2023

Bei diesem Thema darf der Hinweis auf dieses "äußerst positive" Game snatürlich nicht...

velo 15. Mai 2023

Hmm? Verstehe ich nicht. Wie soll sich ein Objekt um 2 Achsen drehen?

mfeldt 14. Mai 2023

Es würde vermutlich ungefähr das gleiche Spektrum aufweisen, wie jeder andere...



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