Astronomie: Kepler-Forscher bestätigen knapp 1.300 neue Exoplaneten

Vom Kandidaten zum Planeten: Astronomen haben knapp 1.300 Himmelskörper als Exoplaneten anerkannt. Eine Software hat die Daten des Weltraumteleskops Kepler automatisiert ausgewertet.

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Weltraumteleskop Kepler: Tess soll zehntausende Planeten finden
Weltraumteleskop Kepler: Tess soll zehntausende Planeten finden (Bild: Nasa)

Es werde Planet: Das Team des Weltraumteleskops Kepler hat in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal die Entdeckung neuer Exoplaneten bestätigt. Damit hat sich die Zahl der von Kepler entdeckten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems mehr als verdoppelt.

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1.284 von Kepler entdeckte Himmelskörper haben die Forscher der Universität in Princeton im US-Bundesstaat New Jersey vom Planetenkandidaten zum Planeten befördert. Zuvor waren über 1.000 Planeten bestätigt worden, die Kepler entdeckt hatte. Insgesamt sind damit jetzt mehr als 3.200 ferne Planeten bekannt.

Vespa wertet Kepler-Daten aus

Noch nie wurden so viele neue Planeten auf einmal bestätigt. Die Forscher um Timothy Morton haben eine verbesserte neue Methode eingesetzt, um das Datenmaterial zu durchsuchen. Dabei handelt es sich um die Daten, die das Weltraumteleskop während seiner Primärmission von 2009 bis 2013 gesammelt hat. Die Princeton-Forscher haben mit Vespa ein System entwickelt, das die Daten automatisch auswertet. Die Software ist im Netz verfügbar.

Kepler hat die Helligkeit der Sterne gemessen und dabei auf regelmäßige Schwankungen in der Helligkeit geachtet. Diese können durch den Durchgang eines Planeten verursacht werden. Es gibt aber auch andere Phänomene, die eine solche Schwankung zur Folge haben und so mit einem Planetentransit verwechselt werden können.

Ist es ein Planet oder nicht?

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Vespa vergleicht die Signale eines Planetentransits - darunter seine Dauer, Fülle und Form - mit simulierten Planetensignalen und mit falschen Treffern, sogenannten False Positives, um zu ermitteln, woum es sich handelt. Dabei bezieht Vespa die mögliche Verteilung und Häufigkeit von Sterntypen in der Galaxie, aus der das Signal stammt, mit ein. So soll ermittelt werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass dort ein Planet existiert, zu dem die Messdaten passen.

Eine solche automatisierte Methode zur Auswertung von Sternendaten wird in Zukunft noch wichtiger: Kepler hat schon sehr viele Daten geliefert. Im kommenden Jahr will die US-Raumfahrtbehörde ein neues Weltraumteleskop, Transiting Exoplanet Survey Satellite, kurz Tess, ins All schießen. Das soll mehrere Zehntausende Exoplaneten finden.

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