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Astronomie: K2-18b ist weder eine zweite Erde noch super

Die Realität sieht anders aus, als manche Überschrift vermuten lässt. Die neue Entdeckung von Wasser auf einem Exoplaneten deutet nicht auf Leben hin, dafür aber auf Probleme im Wissenschaftsbetrieb.

Artikel von veröffentlicht am
Künstlerische Darstellung eines Planeten mit bläulicher Atmosphäre um einen Zwergstern von der ESA.
Künstlerische Darstellung eines Planeten mit bläulicher Atmosphäre um einen Zwergstern von der ESA. (Bild: ESA (M. Kornmesser))

Die Meldung traf die Forschergruppe um Björn Benneke völlig überraschend. Das Wissenschaftsjournal Nature Astronomy verbreitete die Meldung, dass Wasser in der Atmosphäre des Exoplaneten K2-18b nachgewiesen wurde. Dabei war es nicht der Nachweis des Wassers, der die Forscher überraschte, sondern die Meldung an sich. Schließlich hatten sie selbst den schwierigen Bewerbungsprozess um Beobachtungszeit mit dem Hubble Space Telescope durchlaufen, um diese Daten überhaupt messen zu können. Eilig veröffentlichten sie ihre eigene Auswertung, um nach all der Arbeit in der wissenschaftlichten Wahrnehmung nicht ganz leer auszugehen.

Inhalt:
  1. Astronomie: K2-18b ist weder eine zweite Erde noch super
  2. Schlechtere Bedingungen als auf der Venus

Beobachtungszeiten mit dem Teleskop sind knapp und hart umkämpft. Die meisten Vorschläge werden abgelehnt. Seit Hubbles Start im Jahr 1990 wurden keine neuen oder zusätzlichen Weltraumobservatorien mehr gebaut, die ähnliche Beobachtungen wie Hubble machen können. Der Nasa fehlten die 10 Milliarden US-Dollar, die inzwischen für den Bau des überambitionierten James-Webb-Telescope (JWST) ausgegeben werden. Andere Raumfahrtagenturen müssen derweil fürchten, dass kleinere Weltraumteleskope, zu vernünftigeren Kosten, neben dem JWST verblassen würden. Wissenschaft ist in diesem Wettbewerb der Raumfahrtorganisationen zweitrangig. Auch deshalb dürfte der Wettbewerb um Beobachtungszeit mit dem JWST noch härter werden.

Schon heute sind Wissenschaftler gezwungen, mit allen Mitteln um die knappen Ressourcen des alternden Hubble-Teleskops zu konkurrieren. Viele empfindliche Beobachtungen sind durch die störende Erdatmosphäre hindurch einfach nicht machbar. Der Nachweis von Wasser in der Atmosphäre eines anderen Planeten ist praktisch unmöglich, wenn das Licht dabei zuerst durch die wasserhaltige Atmosphäre unseres eigenen Planeten dringen muss. Denn darauf basiert der Nachweis.

Die Erdatmosphäre hätte die Entdeckung verhindert

K2-18 ist ein roter Zwergstern mit wenigstens einem Planeten, K2-18b, der ihn umkreist und dabei regelmäßig vor dem Stern entlangzieht. Er hat etwas mehr als die 8-fache Masse der Erde, den 2,7-fachen Durchmesser und damit das 20-fache Volumen. Die Dichte des gesamten Planeten ist damit deutlich niedriger und eher vergleichbar mit dem Mond als mit der Erde.

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Jedes Mal, wenn K2-18b vor dem Stern entlangzieht, blockiert er einen Teil des Sternenlichts. Durch diese regelmäßige, leichte Verdunklung des Sterns wurde der Planet gefunden. Aber ein Teil des Sternenlichts muss auch die Atmosphäre des Planeten durchdringen. Licht mit bestimmten Wellenlängen wird dabei von einigen Gasen in der Atmosphäre absorbiert, was im Spektrogramm dunkle Linien erzeugt. Auf diese Weise konnten Hubble-Messungen unter anderem Wasser in der Atmosphäre des Planeten nachweisen.

Ein Teleskop im Weltraum ist dafür unverzichtbar, da sonst das Wasser in der Erdatmosphäre das gleiche Licht blockiert hätte. Das Verfahren ist nicht neu und es ist auch nicht der erste Nachweis von Wasser in der Atmosphäre eines fremden Planeten. Aber die Wissenschaftler wiesen nicht nur Wasserdampf nach, sondern auch Hinweise auf einen gänzlich lebensfeindlichen Planeten.

Schlechtere Bedingungen als auf der Venus 
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Auauau 15. Sep 2019 / Themenstart

Was ist das den für ein grenzdebiles Argument? Einfach veröffentlichen und drauf...

Auauau 15. Sep 2019 / Themenstart

Wieder ein Dunning Kruger der seine Mitmenschenen mit seinem begrenzten IQ nervt...

Dwalinn 13. Sep 2019 / Themenstart

Warum soll GrrGruk mit einem Stein auf einen anderen hauen wenn doch alle anderen gleich...

Frank... 13. Sep 2019 / Themenstart

m Prinzip durchaus eine gute Sache. 1) Es sind zwei unterschiedliche Paper. 2) Es gibt...

mfeldt 13. Sep 2019 / Themenstart

Nein. Die Leute, die in den Komitees zur Begutachtung von HST-Beobachtungsanträgen...

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Vom Junior-Projektleiter zum IT-Director konnte Florian Schader sämtliche Facetten der IT-Welt gestalten und hat eine Leidenschaft entwickelt, diese Erfahrungen weiterzugeben. Seine Grundmotivation ist die aktive Weitergabe seiner 20-jährigen Projekt- und Leitungserfahrung im IT-Umfeld, der Erfolg von Projekten und die aktive Weiterentwicklung von Menschen. Dabei stellt er immer den Bezug zur Praxis her. Als Trainer und Coach ist er spezialisiert auf Projektmanagement und Führungskräfteentwicklung.

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