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Schlechtere Bedingungen als auf der Venus

Die Atmosphäre von K2-18b ist wenig einladend oder erdähnlich. Sie ist von großen Anteilen Wasserstoff und Helium geprägt, womit der Planet viel größere Ähnlichkeit mit kleineren Gasriesen wie Neptun oder Uranus hat als mit der Erde. Aber Erdähnlichkeit ist ein wichtiges Argument bei der Verteilung von Beobachtungszeit, der Annahme von Artikeln in wissenschaftlichen Journalen und Nachrichten in der Presse.

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Die Paper und Pressemeldungen zu den Forschungsergebnissen konzentrieren sich deshalb auf die Ähnlichkeiten zur Erde. Mit etwas weniger als dem 10-Fachen der Erdmasse überschreitet der Planet nicht die willkürliche Grenze zur Klasse der Neptunähnlichen und gilt stattdessen als "Supererde".

Außerdem befindet sich der Planet zwar viel näher an seinem Stern als die Erde, aber der Stern ist auch kleiner und kühler, womit den Planeten ähnlich viel Sonnenenergie erreicht wie die Erde. Der Bereich wird auch habitable oder bewohnbare Zone um den Stern genannt. Zusammen mit dem Nachweis von Wasser wird daraus die potenzielle Entdeckung eines lebenswichtigen Stoffs in der Atmosphäre einer Supererde in der bewohnbaren Zone eines Sterns. Sie ist perfekt für die Veröffentlichung in einem prestigeträchtigen Journal wie Nature.

Die Entdeckung hätte kein Hubble-Teleskop gebraucht

Dahinter steht aller Wahrscheinlichkeit dennoch eher ein neptunähnlicher Gasplanet, der, anders als Neptun, auch Wolken aus Wasserdampf und möglicherweise sogar Regentropfen besitzt - die auf dem Weg zur Oberfläche wieder verdampfen. Nach anderen Spurengasen wie Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Ammoniak oder Methan wurde zwar gesucht, aber es fanden sich im gemessenen Spektrum keine messbaren Spuren davon.

Die Oberfläche des Planeten selbst lässt sich nicht beobachten. Sie muss sich unter einer dicken Atmosphäre befinden, unter deutlich höherem Druck als die Oberfläche der Venus und sie wäre wohl auch heißer. Astronomen zufolge wäre eine so dünne Atmosphäre wie die der Erde mit Hubble gar nicht nachweisbar. Tatsächlich hätte es nicht einmal ein so großes Teleskop wie das 2,4-Meter-Teleskop Hubble gebraucht, um die Atmosphäre zu vermessen.

Die beteiligten Wissenschaftler sagen, dass schon kleine Weltraumteleskope, wie etwa das geplante europäische 1-Meter-Teleskop Ariel, durch die Spezialisierung auf Messungen von solchen Planetenatmosphären im Infrarotbereich bessere Ergebnisse als Hubble liefern dürfte - ohne dabei anderen Beobachtungen im Weg zu stehen. Das Teleskop soll frühestens 2028 starten. Möglicherweise steht das James-Webb-Telescope schon früher zur Verfügung. Ob die Wissenschaftler auch Beobachtungszeit zur Beobachtung eines Gasplaneten im Orbit um einen Zwergstern erkämpfen können, ist aber eine ganz andere Frage.

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 Astronomie: K2-18b ist weder eine zweite Erde noch super
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Auauau 15. Sep 2019

Was ist das den für ein grenzdebiles Argument? Einfach veröffentlichen und drauf...

Auauau 15. Sep 2019

Wieder ein Dunning Kruger der seine Mitmenschenen mit seinem begrenzten IQ nervt...

Dwalinn 13. Sep 2019

Warum soll GrrGruk mit einem Stein auf einen anderen hauen wenn doch alle anderen gleich...

Frank... 13. Sep 2019

m Prinzip durchaus eine gute Sache. 1) Es sind zwei unterschiedliche Paper. 2) Es gibt...

mfeldt 13. Sep 2019

Nein. Die Leute, die in den Komitees zur Begutachtung von HST-Beobachtungsanträgen...


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